Gesammelte Texte

„Corona“ Ist… Ein Großer Test Für Die Menschlichkeit.

Und: eine bestimmte Virus-Art, welche unter Umständen zu einer unter Umständen gefährlichen Erkrankung mit der geläufigen Bezeichnung „Covid-19“ führen kann. Dies sollte klar sein, und stets als absoluter Grundsatz etwaiger Themen-bezogener Diskussionen gelten. Darüber hinaus aber scheint jenes „Corona“, und damit wird der Bogen zur Überschrift des Textes geschlagen; eine Art Test zu sein. Ein Test, der – ob beabsichtigt oder nicht – unser aller Menschlichkeit auf die Probe stellt.


Schließlich ist in Zeiten einer Katastrophe oder auch Pandemie nicht nur wichtig, wie sich der eigentliche Aggressor (in diesem Fall ein Virus) verhält – sondern vor allem auch, wie sich die betroffenen Menschen verhalten. Und betroffen, das kann man mit relativer Sicherheit sagen; sind wir in Bezug auf die aktuelle Pandemie alle. Ob wir das Virus tatsächlich in uns tragen, ob wir an der verbundenen Erkrankung sterben oder – und das beschreibt stets den besten Fall – niemals direkt mit Covid-19 in Kontakt kommen werden; das spielt dabei keine Rolle. Zumindest nicht in dem hier gemeinten Zusammenhang. Immerhin ist eine Pandemie wie diese ein gesamtgesellschaftliches bis globales Problem, oder wird – im schlimmsten Fall, vielleicht auch weil man es einfach nicht besser wusste – künstlich zu einem eben solchen gemacht. Das allerdings ist – nicht zuletzt aus Gründen einer gesellschaftlichen Solidarität und dem fortwährenden Bestreben, eine schwierige Lange mit allen Möglichkeiten unter Kontrolle zu bekommen – aber auch nicht unbedingt das Problem, und soll hier gar nicht weiter zur Debatte stehen. Zumal fest steht, dass das Virus da ist – und man irgendetwas unternehmen muss, um es in den Griff zu bekommen.

Anders gesagt: man kann über den tatsächlichen Grad der Gefährlichkeit einer Infektion oder tatsächlichen Erkrankung streiten wie man will, man kann von den mittlerweile weltweit ergriffenen Maßnahmen halten was man will, man kann sich auf eine Seite der auffällig klar gekennzeichneten Lager aus Regierungs-Befürwortern oder sogenannten Corona-Leugnern respektive Querdenkern stellen oder auch nicht – was am Ende zählen wird, ist die an den Tag gelegte Menschlichkeit. Und das in jeder noch so kleinen Situation, in jeder einzelnen Entscheidung, in jedem einzelnen Wort. Diese summierten Erfahrungen werden am möglichen Ende der Pandemie auf dem, man nenne es einfach mal schlicht Lebens-Konto eines jedes einzelnen Bürgers gutgeschrieben werden – und auf eine Nachbearbeitung mit anschließender (Be-)Wertung warten.

Wobei erneut gilt: wer genau am Ende bewertet, spielt keine große Rolle. Für manche könnte es lediglich eine Art Rechtfertigung für das nähere Umfeld sein, für manche eine Diskussion mit der gesamtem Gesellschaft, für manche ein Diskurs mit Gott, für manche auch nur eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Gewissen. Irgendwie aber werden wir alle mit den gesammelten Erfahrung leben und  uns für getroffene Entscheidungen rechtfertigen müssen – und sei es, quasi als Ultima Ratio und wenn sonst kein anderes Sinnbild greifbar ist; vor unseren Kindern.

In mittlerweile mehr als einem Jahr in der Pandemie sollten sich dabei bereits einige Dinge herauskristallisiert haben – im direkten Umfeld eines jeden, aber natürlich auch in Bezug auf allerlei prominente Beispiele. Prominent bedeutet in diesem Fall, dass sie in der Öffentlichkeit beobachtbar sind und stets mehrere Menschen betreffen. Man könnte also durchaus schon jetzt eine Art Zeugnis für viele und vieles anfertigen, was im Laufe der Pandemie alles ans Licht gekommen ist. Dabei bleibt natürlich die Frage, ob wirklich jeder ein solches Zeugnis erstellen kann, beziehungsweise es sich überhaupt anmaßen kann ein eben solches Urteil zu fällen. Entscheidet man sich dafür, und macht dergleichen öffentlich; bleibt einem ohnehin meist nur die Zuordnung zu einem der bereits erwähnten Lager. Einfach gesagt: entweder schenkt man der Regierung sowie einigen stellvertretenden Experten stets Gehör und neigt dazu wenig zu Zweifeln, oder aber man verstrickt sich komplett in Verschwörungstheorien, und seien sie noch so abstrus.

Aber es gibt da noch etwas anderes. Ein Spektrum, welches leider kaum noch bedient respektive beachtet wird, und dementsprechend relativ stark unterrepräsentiert ist. Es geht um jene imaginäre Mitte, in der wir uns im Grunde genommen gleichermaßen wohl fühlen sollten; schlicht weil es am ehesten unserem Naturell entspricht. Dem Naturell nicht alles zu Glauben, Dinge zu hinterfragen, skeptisch zu sein, eigene Meinungen und Vorschläge einzubringen. Und natürlich auch: dem Naturell Menschen, die sich allem Anschein nach auf einem Irrweg befinden, zu versuchen etwas unter Umständen wahrhaftes näherzubringen. Nein, nicht die eine Wahrheit; die es ohnehin nicht gibt – sondern lediglich Wahrheits-Fragmente, die sich aus Fakten, gleichermaßen kritischen wie toleranten Beobachtungen und dem schlichten Willen zu verstehen zusammensetzen. Eines steht schließlich fest: ein Großteil der Menschen, die sich in dem einen oder dem anderen Lager bewegen; scheint diese Form des Umgangs mit Wissen mittlerweile kaum noch zu beherzigen. Stattdessen wird diffamiert und denunziert – und zwar in alle Richtungen, zumeist ohne handfeste Argumente oder Alternativen.

Dabei liegt er doch eigentlich so glasklar vor uns – jener goldene Mittelweg, auf dem sich sowohl die einen als auch die anderen vereinen könnten, um gemeinsam großes zu erreichen. Dass das nicht der Fall ist, und in absehbarer Zeit auch nicht der Fall sein wird; hat verschiedene Gründe. Auch prominente, um doch noch einmal zur erwähnten Rechtfertigung und den Zeugnissen zurückzukommen, die man für so gut wie jede Person erstellen könnte – oder auch nicht. Entscheidet man sich dafür, wie etwa in den folgenden Beispielen; so sollte man zumindest eines beachten: in erster Linie sind die Menschen nicht für ihre Meinungen und Entscheidungen zu kritisieren, egal aus welchem Lager sie kommen – sondern vielmehr für ihren Umgang mit allem, was ihren Meinungen und Ansichten entgegensteht.


Aber wer sind denn nun die Personen, die jedermann greifbar erscheinen und die sich in Bezug auf ihr Verhalten in der Pandemie nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, wenn es um eigentlich elementare Dinge respektive Kompetenzen wie Menschlichkeit geht ? Wer genau sich hiervon angesprochen fühlen sollte, soll weitestgehend offen bleiben. Fest steht nur, dass es in Zeiten der Pandemie viele geschafft haben, sich mit allem anderen als Ruhm zu bekleckern.  Nein, auch beziehungsweise gerade nicht die oft ahnungslos agierende Politik, die oft nicht neutral Bericht-erstattenden Medien oder beliebige prominente Personen. Ihr wahres Gesicht haben Menschen gezeigt, die in der Pandemie…

  • … andere Menschen, die eine von der Mehrheit abweichende Meinung haben, in ein gerade passend erscheinendes Lager gesteckt und damit nicht nur vorschnell kategorisiert; sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch denunziert haben.
  • … andere Menschen auseinander getrieben und krank gemacht machen, anstatt sie zu vereinen und wenn möglich Wunden zu heilen.
  • … Anstrengungen, sich wirklich mit Inhalten auseinanderzusetzen oder eigene Haltungen hinterfragen zu müssen, konsequent aus dem Weg gegangen sind.
  • … nicht Fakten-basiert argumentieren, sondern emotional – selbst wenn sie keinen persönlichen, nachvollziehbaren Grund dafür haben.
  • … einst gegebene Versprechen mit der Rechtfertigung eines Notfalls oder einer Ausnahme gebrochen haben.

Man könnte auch etwas spezifischer vorgehen, und stattdessen so etwas wie die folgende Liste erstellen. In der Pandemie im Sinne der Menschlichkeit durchgefallen sind ein Großteil der…

  • Politiker. Vor allem solche, denen Wahlergebnisse wichtiger sind als das tatsächliche Wohl der Bevölkerung.
  • Medienmacher und Verantwortliche. Vor allem solche, die offenbar liebend gern unkritisch berichten, öffentlich denunzieren oder die Wahrheit nach Belieben verdrehen.
  • Unternehmer und Konzerne. Vor allem solche, die gewissenlos von der Krise profitieren.
  • Ärzte und Mediziner. Vor allem solche, die keine differenzierte Meinung zulassen, Gewinn- und nicht Gesundheitsorientiert handeln oder ihren Eid verletzen.
  • Polizisten und Beamte. Vor allem solche, die unverhältnismäßig handeln, sich nicht an die eigenen Regeln halten oder zu Gewalt neigen.
  • Richter und Rechtsorgane. Vor allem solche, die fragwürdige und kaum mit gängigen Gesetzen in Einklang zu bringende Entscheidungen treffen.
  • Eltern. Vor allem solche, die ihren Kindern wissentlich physischen oder psychischen Schaden zufügen oder dies zulassen.

Natürlich, und diesen Einschub muss man sich erlauben; sind auch Personen aus dem Bereich der sogenannten Verschwörungstheoretiker und Querdenker betroffen. Auch hier haben sich Menschen in der ein oder anderen Form, man nenne es schuldig gemacht. Jedoch ist diese Schuld momentan, im Verhältnis und mit dem Blick auf die Wunschvorstellung einer funktionierenden, halbwegs gerechten Gesellschaft weitaus weniger gravierend, man will nicht sagen angenehmer als die Schuld der Menschen in einer eher privilegierten Position. Anders ausgedrückt: eine gesellschaftliche Gefahr geht momentan nicht von jenen aus, die sich gegen geltende Maßnahmen aussprechen oder gegen sie protestieren – sondern von denen, die über dieses Land und seine Bewohner entscheiden. Daher muss sich – nach wie vor – einiges ändern. Zunächst im Rahmen der Pandemie und deren Bekämpfung, und ohne auf andere schon länger bekannte Missstände einzugehen. Einige Beispiele werden im folgenden aufgeführt.


1. Die Pandemie soll endlich als das behandelt und betrachtet werden, was sie ist. Von der Politik, seitens der Medien, und in den Köpfen der Menschen. Das heißt, im Zusammenhang mit allen verfügbaren bisherigen Forschungsergebnissen, Erkenntnissen und Zahlen. Alle Zusammenhänge müssen so nüchtern wie möglich betrachtet, und nicht in fragwürdiger Weise emotionalisiert werden. Ja – es gibt direkte Opfer der Pandemie, denen oder deren Angehörigen man sein tiefstes Beileid aussprechen sollte. Und ja – es gibt auch eine Vielzahl von Nicht-Opfern des Virus, die zu Opfern anderer Aspekte (z.B. den allgemeinen Maßnahmen, inklusive heikler Dinge wie verschobenen Operationen oder resultierenden Freitoden) gemacht werden. Auch dies resultiert in teils unermesslichem Leid, was nicht verschwiegen respektive als weniger wichtig angesehen werden darf. Jedes Leid sollte wenn möglich verhindert werden – und wenn getroffene Entscheidungen zu immensen Kollateralschäden führen, sind diese mehr als einmal zu überdenken.

2. Maßnahmen, die nicht im Sinne einer Pandemie-Bekämpfung helfen oder sogar gegenteilige Effekte haben, sind sofort abzuschaffen oder mindestens zu einer wiederholten Diskussion zu stellen. Dazu gehören unter Umständen Dinge wie eine Maskenpflicht im Freien (wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann), eine kontinuierliche Testung von Kindern (vor allem wenn es um die sogenannten tiefen Rachenabstriche geht), Ausgangssperren (ob in der Nacht oder am Tage) oder unverhältnismäßige Kontaktverbote (z.B. bei Kindern).

3. Das Gesundheitssystem muss reformiert werden. Es kann nicht sein, dass in Zeiten einer angeblich tödlichen Pandemie Krankenhäuser geschlossen oder Bettenzahlen nach Belieben variiert werden, nur weil es um Gewinne (und eben nicht Gesundheit) geht. Und noch einmal: aktuelle Gesetze erlauben es, dass Krankenhäuser ihre Betten- und Belegungszahlen (und damit ihre Kapazitäten) nach ihrem Gewinn ausrichten können, und nicht nach dem tatsächlichen Bedarf. Anders gesagt: es wird dazu angestiftet, zu Lügen; es zählt der Gewinn – und nicht die Gesundheit oder das eigene Gewissen.

4. Die (öffentlich-rechtlichen) Medien sollen ihrer Aufgabe als kompetente und neutrale Berichterstatter endlich gerecht werden, und Themen nicht mehr nur einseitig, sondern von allen erdenklichen Seiten beleuchten. Auch Kritiker und Andersdenkende sollen vermehrt zu Wort kommen und in Diskussionen eingebunden werden. Wenn Fehler gemacht werden, so soll auch öffentlich zu ihnen gestanden werden. Jegliche Formen der Korruption, Lüge und (möglicherweise gefährlichen) Irreführung muss konsequent bestraft werden, ganz egal wer betroffen ist. Die Wahrheit soll gefördert werden – und nicht eine entsprechend vorgegebene Interpretation derselben. Menschen können selbst denken, oder zumindest sollten sie das. Eine Förderung genau dies zu tun – etwa, in dem man weniger vorgefertigte Meinungen präsentiert die zu allgemeingültigen Thesen hochstilisiert werden – ist unabdingbar.

5. Begriffe wie (Corona-)Skeptiker oder Querdenker müssen ent-stigmatisiert werden. Es ist nicht falsches daran, Dinge quer (das heißt, aus einem anderen Blickwinkel) zu betrachten, sie zu hinterfragen oder kritische Äußerungen zu tätigen. Jemandem das Querdenken vorzuwerfen, ist nichts anders als zutiefst ignorant und – nicht zuletzt in intellektueller Hinsicht – beschämend. Anders sieht es selbstverständlich bei tatsächlichen Corona-Leugnern, offensichtlich rechtsradikalen oder anderen Gruppierungen aus, die man – wenn noch nicht strafrechtlich relevant – durchaus mit dem Begriff einer gewissen Gefährlichkeit assoziieren kann und sollte.

6. Kinder sollten so weit wie möglich von der Pandemie ferngehalten werden. Sie sollen wissen was passiert respektive passieren kann, aber nicht in Angst und Panik leben. Sie sollen nicht dauerhaft Masken tragen, da dies zu erheblichen gesundheitlichen Folgen führen kann. Sie sollen nicht pausenlos getestet werden, und schon gar nicht wenn es sich um den tiefen Rachenabstrich handelt. Sie sollen an die frische Luft gehen und Freunde treffen dürfen. Die tatsächlichen Auswirkungen der im Zusammenhang mit der Pandemie getroffenen Maßnahmen für die gesamte Generation der Kinder und Jugendlichen werden sich erst im Laufe der nächsten Monate und Jahre herauskristallisieren, fest steht dabei schon jetzt: sie werden gravierend sein. Es müssen alle möglichen Mittel und Hebel in Bewegung gesetzt werden, um einen Heilungsprozess zu ermöglichen.

7. Eine Impf-Pflicht darf es nicht geben, weder direkt noch durch die Hintertür (d.h. durch entsprechende Restriktionen). Es darf keine Privilegien für geimpfte geben, da es sich im Grunde genommen um Grundrechte handelt, die temporär für alle eingeschränkt wurden. Eine Wiederherstellung muss erfolgen, ob mit oder ohne Impfbereitschaft. Dasselbe gilt für die Bereitschaft, sich testen zu lassen. Um verständlicher zu machen, um was es bei dieser Diskussion eigentlich geht, ist auf das Grundgesetz zu verweisen. Anders gesagt: wer Privilegien für bereits Geimpfte fordert, ist im Grunde für eine Abschaffung des Grundgesetzes – denn nur so wäre eine Forderung wie diese umsetzbar. Umso unverständlicher ist es, dass sich viele Politiker mittlerweile offen zu genau solchen Vorschlägen bekennen. Sollte eine Impf-Pflicht kommen, könnte dies als Grundstein für weitere Einschränkungen und Kategorisierungen im Sinne einer völlig neuen Art der (gewollten) gesellschaftlichen Spaltung dienen.

8. Die Corona-Schutzimpfung muss als das betrachtet und behandeln werden, was sie ist – und nicht, was sie sein könnte. Schlussfolgerungen sind immer nur auf den aktuellen Stand der Forschung zu beziehen, und nicht darüber hinaus. Es ist nicht gesagt, dass eine jede Impfung schädlich ist oder man ganz und gar übles plant – es ist aber auch nicht gesagt, dass die Impfung ein Allheilmittel ist. Beweise dafür gibt es keine – und wenn doch, sind sie unbedingt zu hinterfragen (Beispiel: Israel). Und darüber hinaus: wieso wird überhaupt darüber diskutiert ob man auch die impfen sollte, die am wenigsten (das heißt faktisch: so gut wie überhaupt nicht) von der Erkrankung betroffen sind ? Wer eine Corona-Schutzimpfung für Kinder in Erwägung zieht, sollte daher noch einmal genau darüber- und noch einiges mehr – nachdenken. Es gilt wie immer: Abwägen (beispielsweise mit möglichen Nebenwirkungen) ist das Mittel der Wahl.


Man kann nur hoffen, dass sich die Dinge doch noch positiv entwickeln – und die Menschen gestärkt, und vielleicht auch ein kleines stückweit aufgeklärt aus dieser Krise hervorgehen. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, eben jene Entwicklung so gut es geht zu unterstützen. Zum Abschluss gibt es noch ein paar Dinge die es genauer zu hinterfragen gilt, will man zu einem wirklichen Verständnis der Situation gelangen. Was etwa ist mit…

  • … den Todeszahlen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus ? Nirgendwo auf der Welt waren oder sind sie so hoch, dass man derartiges Befürchten müsste, was uns Politiker und Medien vermitteln. Wenn wie in einem aktuellen Beispiel von Indien gesprochen wird (ein Land, in dem die Infektionszahlen tatsächlich markant steigen), und in diesem Zusammenhang von über 2000 an oder mit Covid verstorbenen Menschen berichtet wird – dann ist das ein einziges Armutszeugnis im Sinne einer kompetenten Berichterstattung. Indien hat eine massive Bevölkerungszahl und -dichte, und pro Tag sterben dort mehr 25.000 Menschen. Das ist völlig normal, und weist noch lange nicht auf ein außergewöhnliches Geschehen hin. Selbst wenn sich diese 2.000 Toten auf die täglichen addieren sollten (was, wie etwa auch am Beispiel Deutschland; nicht sehr wahrscheinlich ist) ist das vieles – nur kein Grund zur Panik.
  • … der Belegung der Intensivstationen (in Deutschland) ? In keinem anderen Bereich wird derart viel, man kann es ruhig sagen; betrogen und an Zahlen herumgedreht wie hier. Krankenhäuser passen ihre Kapazitätszahlen stets so an, dass sie in jedem Fall über 75 % Auslastung liegen, damit sie finanzielle Zuwendungen bekommen. Ob nun 5, 20 oder 50 Corona-Patienten auf den Stationen liegen – die Auslastung wird immer sehr hoch, wenn nicht gar über 90 % liegen.
  • … den Inzidenzwerten ? Tatsächlich gibt es kaum einen anderen Bereich, der so umstritten ist wie dieser. Vor allem natürlich, da man sich nicht ausschließlich an diesem Wert orientieren sollte, geht es um eine vernünftige Art der Pandemiebekämpfung – aber auch, da die Erhebung dieses Wertes an sich problematisch ist und enorm irreführend sein kann.
  • … den neuen oder neuartigen Virus-Mutationen ? Auch Viren sind gewissermaßen am Leben und passen sich an. Mutationen sind nichts ungewöhnliches, und nicht immer sind Mutationen automatisch gefährlicher.

Im Gegensatz dazu sieht man vermehrt Dinge, die einem umso mehr zu denken geben sollten. Was etwa ist mit den Tatsachen, dass…


Und zum Abschluss: wer behauptet, dass einzelne kritische Sätze, das Aufstellen von Fakten oder Texte wie dieser hier nicht mehr sind als eine Verhöhnung der tatsächlichen Corona-Opfer (denen, das wurde bereits erwähnt, tiefstes Beileid ausgesprochen und jegliche Unterstützung angeboten werden sollte) – der sollte sich unbedingt mal an den eigenen Kopf fassen. Oder vielleicht auch: mal die Körpertemperatur messen und einen Arzt aufsuchen. Behauptungen wie diese sind nicht nur irreführend und relativ pervers, sie sind auch gefährlich. Jeder Tote ist einer zuviel, es sei denn der Tod wäre ohnehin nicht verhinderbar gewesen – aber das sollte dann bitte auch Menschen aus allen Gruppen mit einschließen, und nicht nur solche die direkt an einer Virus-Erkrankung gestorben sind. Tote nach „Qualitäten“ einzuordnen und die eine Gruppe mehr, die andere weniger in den Fokus zu rücken, das gehört sich einfach nicht und beschreibt eine der vielen wahren Respektlosigkeiten unserer Zeit.

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1 reply »

  1. Hallo Oli, danke dir für deinen ausführlichen Bericht über das Thema Corona. Das Ganze ist mir 1:1 aus der Seele geschrieben. Normalerweise wir doch über einen hergefallen wenn die Wahrheit so deutlich geschrieben wird. Bin mal gespannt wie die Thematik sich noch weiterentwickelt mit all seinen Unterthemen. Auf jeden Fall einen ganz dicken Daumen nach oben. Schöne Grüße vom GONZO

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