Rezensionen: Filme

Filmkritik: „Stone Cold – Eiskalt“ (2005)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Buchvorlage
Regie: Robert Harmon
Mit: Tom Selleck, Jane Adams, Reg Rogers u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 87 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Thriller
Tags: Einsam | Verschroben | Killer-Paar | Ermittler

Kalt wie ein Stein.

Inhalt: Als der Deputy Luther Simpson auf einer Nachtstreife eine brutal zugerichtete Leiche entdeckt, ist das Entsetzen in der Kleinstadt Paradise groß. Schließlich passiert hier sonst nicht gerade viel – abgesehen von den üblichen, alltäglichen Problemen. Was zu diesem Zeitpunkt allerdings noch niemand weiß ist, dass es nicht bei diesem einen Mord bleiben wird – und sich offenbar ein oder mehrere Serientäter in der Stadt eingenistet haben und hier ihr Unwesen treiben. Ein Unwesen, dass mehr und mehr zu einer persönlichen Angelegenheit für den bald darauf ermittelnden Polizeichef Jesse Stone (Tom Selleck) avanciert – der es einfach nicht zulassen kann und will, dass noch mehr unschuldige getötet werden. Dass er quasi nebenbei aber auch noch weitere Fälle, wie etwa eine schwere Vergewaltigung lösen muss; macht es ihm nicht gerade leichter. Und nicht zuletzt wären da auch noch die Probleme mit seiner Ex-Frau und seinem Alkohol-Konsum…

Kritik: STONE COLD – EISKALT ist der Pilotfilm der Erzählungen um den (fiktiven) Kriminalermittler Jesse Stone. Ursprünglich in Form von insgesamt 9 Romanen aus der Feder des US-Amerikanischen Autors Robert B. Parker veröffentlicht, begann man ab dem Jahre 2005 entsprechende Film-Adaptionen zu realisieren. Mit Tom Selleck in der Hauptrolle (oder eher: den Hauptrollen) hat man dabei einen guten Fang gemacht, zweifelsohne – zumal ihm die Rolle als äußerlich so gut wie keine Miene verziehender Super-Cop mit einem umso liebenswerteren und sensibleren Innenleben wie auf den Leib geschneidert scheint. Im Zusammenspiel mit dem für den Pilotfilm sichtlich betriebenen Aufwand, der ebenfalls hervorragenden Besetzung der Nebenrollen sowie den stimmigen Sets und Drehorten hat man so schon einmal gute Voraussetzungen geschaffen, um den geneigten Krimi-Zuschauer nachhaltig an den Bildschirm zu fesseln.

Was bleibt, ist allerdings die Frage nach der Besonderheit, oder vielmehr den Alleinstellungsmerkmalen des Films. Hier sieht es zugegebenermaßen schon nicht mehrt ganz so rosig aus, denn – und dafür muss man kein exzessiver Krimi-Konsument geschweige denn Experte sein – hinsichtlich der Handlung und den Geschichten der Nebenfiguren riecht STONE COLD verdächtig nach der typischen Krimi-Einheitskost. Sich in irgendeiner Form als auffallend erweisende Experimente gibt es schließlich keine – und das weder im inhaltlichen noch im gestalterischen Sinne.

Um in den vollständigen Genuss des Films kommen zu können wäre es also vorteilhaft, wenn man sich generell mit eher einfach gestrickten Krimis anfreunden kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Film wie STONE COLD generell zu vernachlässigen wäre – oder nicht dennoch einen gewissen Drive entwickeln kann. Immerhin schaffen es die Verantwortlichen letztendlich doch, den Spannungsbogen kontinuierlich aufrechtzuerhalten – und das trotz dessen, dass die Verhältnisse eigentlich schon recht früh klar sind und man weiß, worauf das Ganze hinauslaufen wird. Oder auch hinauslaufen muss.

Anders gesagt: wer in Bezug auf den Plot selbst – also auch Dinge wie etwa die Darstellung der angestellten Ermittlungsarbeiten – nicht allzu hohe Erwartungen hegt, und einen Krimi vor allem daran misst wie stark der Hauptprotagonist in seiner Rolle aufgeht; der sollte einen Blick auf JESSE STONE riskieren.


Bilder / Promofotos / Screenshots: ZDF

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„Ein nicht herausragender, aber doch technisch und handwerklich solider Krimi mit einer interessanten Hauptfigur.“

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