Alltägliches (Leben & Blog)

Das Leben Von Bloggern / Content-Erstellern | Alte Vs. Neue Zeit

In der Tat wird der Blog hier langsam aber sicher zu so etwas wie einer Meckerstube. Aber, und dies sei zur Beruhigung gesagt: auch nur so lange, wie es etwas zu meckern gibt. Bei einem aktuellen Blick auf die Besucherzahlen und weiteren Daten des Blogs ist mir jedenfalls eines aufgefallen. Etwas, dass mir natürlich nicht gänzlich neu ist, das sei gesagt – schließlich haben es Blogger im allgemeinen nicht leicht. Wenn, ja wenn sie denn noch zur guten alten Schule gehören – und sich nicht etwaigen „modernen“ Gegebenheiten anpassen. Etwas schade ist, dass die entsprechende Quittung dafür meist der Misserfolg ist. Wobei, diesen Misserfolg müsste man selbstverständlich noch definieren – schließlich wollte ich in meiner Funktion als Blogger, um mal ein Beispiel zu nennen; niemals wirklich Geld verdienen. Klar wäre das irgendwie schön und enorm vorteilhaft gewesen, gerade bei einem doch etwas; man nenne es unsteten beruflichen Werdegang – aber sei es drum. Nein, mir ging es eigentlich immer um zwei Dinge. Zum einen das zu machen, was mir Spaß macht – also das Schreiben über Dinge, in meinem Fall vor allem über Medien (Filme, Serien, Musik, Games und so weiter). Und zum anderen, dass ich Menschen damit in irgendeiner Form erreiche, eine Reaktion provoziere – und sei es ein simples Danke. Das wurde im Laufe der Jahre sogar immer wichtiger.

Mit Blick auf meinen Blog musste ich dabei allerdings schon immer eher einstecken. Und ich bin mir sicher, das geht vielen anderen auch so. Gerade natürlich solchen, die einfach ihr Ding durchziehen, und nicht darauf achten was möglicherweise gerade „angesagt“ ist. Dennoch habe ich weiter gemacht, und hatte dabei ebenso viele gute wie schlechte Zeiten… Zeiten, in denen mal nichts los war, ich aber auch nicht viel gemacht habe. Zeiten, in denen ich viel gemacht habe – aber wenig zurückgekommen ist. Und so weiter… dann kam irgendwann eine erste Form der Resignation, immerhin erst nach guten 7 oder 8 Jahren, analog zu den immer weiter zurückgehenden Besucherzahlen.

Diesbezüglich verstehe ich im übrigen bis heute nicht, wieso es überhaupt dazu kam – immerhin ging es bis zum Jahr 2016 stetig voran. Dann plötzlich, und ohne dass ich etwas maßgebliches verändert hätte, begann der Abstieg. Einer, der teilweise nachvollziehbar ist – teilweise aber auch nicht. Immerhin stieg die Masse der Inhalte weiter, der Blog wuchs und wuchs. Mit einem Blick auf die allgemeine Entwicklung des Internets und Social Media aber wurde mir klar: das kleinere Projekte es schwerer haben (und in Zukunft immer schwerer haben werden), einige „Big Player“ den Markt beherrschen (und damit auch kontrollieren, wohin Besucher und Besucherströme gehen) und man Erfolg (sei es in Form von Klickzahlen) eigentlich nur haben kann, wenn man sich a) strikt einem bestimmten Thema widmet und dieses kontinuierlich bedient, oder b) sich anderen Vorbildern anschließt und das bedient, was gerade angesagt ist. Das Problem: beides kam und kommt für mich nicht wirklich in Frage.

Immerhin, es gibt einige die es dennoch schaffen. Für mich ein Paradebeispiel sind in etwa die Rocket Beans – wenngleich die Geschichte hier auf einem anderen Niveau stattfindet. Dennoch: im Kern bleibt ihr gesamte Konzept ein eher; man nenne es nerdiges, wobei die Themen dennoch gut gemischt sind. Die Zielgruppe ist eher klein, von einer Form der Massenunterhaltung ist nicht zu sprechen – und trotzdem können sie sich über Wasser halten. Mit allerlei Maßnahmen und reichlich investierter Arbeit, versteht sich. Das finde ich gut, und allemal unterstützenswert – weshalb ich mir einen Großteil der mich ansprechenden Sendungen kontinuierlich ansehe, und auch schon im dortigen Webshop eingekauft habe.

In meinem Fall muss ich allerdings noch schauen, wohin das Ganze führt. Ich will ja nicht den Mega-Erfolg, sicher nicht – nur so etwas kleines wie steigende Besucherzahlen, selbst wenn sie anonym sind – auf dass ich weiß, dass dieser Blog, diese Bibliothek bestehend aus etlichen hochwertigen Rezensionen in irgendeiner Form wahrgenommen wird. Warum die Entwicklung in meinem Fall ab dem Jahre 2016 aufgehalten wurde, darüber kann ich nur mutmaßen. In folgender Form:

  1. Das, was ich mache, interessiert einfach zu wenig Menschen – und die Tendenz geht sogar noch weiter nach unten.
  2. Das, was ich (und einige andere) machen, kommt im „modernen“ Internet samt allerlei unmöglicher, ohnehin nur die „ganz großen“ bevorzugenden Algorithmen nicht gut an. Es erreicht also einfach nur zu wenig Menschen, die sich potentiell aber interessieren würden.
  3. Mein Blog kam gute 10 Jahre zu spät.
  4. Es ist eine Mischung aus allem. Das liegt nahe, da auch ein professionelles Bewerben des Blogs (kostenpflichtig) nur für einen gewissen Zeitraum etwas mehr Klicks gebracht hat – aber mehr auch nicht.

Wie dem auch sei, es ist wie es ist – wirklich Spaß macht mir das Bloggen eigentlich schon länger nicht mehr. Aus eben diesen Gründen, dem Gefühl, einfach nicht wahrgenommen zu werden. Hilfreich wäre es gewesen, wenn man zumindest eine kleine feste Gruppe hätte, auf die man sich verlassen kann – im Sinne, dass sie den Blog besuchen, neue Beiträge lesen und hie und da kommentieren. Eine Zeit lang gab es so was auch tatsächlich, wobei die Gruppe – und das sage ich ohne die Mitwirkung der gemeinten irgendwie zu diskreditieren – natürlich viel zu klein war. Oder anders gesagt: wenn man weiß, dass 3-5 Leute den Blog regelmäßig lesen, man durch Kommentare auch einen passenden Namen dazu hat, ist das immerhin etwas – aber eben auch nicht viel. Erst Recht natürlich, wenn einige der einst treuen Begleiter aus dem ein oder anderen Grund plötzlich abspringen (das weiß ich bis heute von insgesamt 3 Personen). Mit dem aktuellen Stand jedenfalls könnte ich maximal 2 oder 3 Leute benennen, die dem Blog noch folgen oder zumindest öfter mal reinschauen. Klar, jeder einzelne zählt, und ich möchte auch nicht immer jammern. Aber ich sage respektive schreibe eben, was ich denke. Vielleicht ja auch in der Hoffnung, dass etwaige Wünsche vom Universum wahrgenommen werden und in Erfüllung gehen. Und sei es nur teilweise. Denn: irgendeine Motivation brauche ich.

Der Schritt, den Blog zu einem bezahlten zu machen ging jedenfalls – und nach jetziger Sicht – ebenfalls nach hinten los. Die URL zu ändern war gut gemeint, aber vielleicht auch etwas unüberlegt – wenn man bei Google PowerOfMetal.de eingibt, taucht mein Blog ja gar nicht erst auf. Denn da haben wir sie wieder, die Konkurrenz und die Algorithmen. Der Stand jetzt: ich habe mal eben knapp 100 Euro investiert, und analog dazu (und um das Ganze etwas zu pushen) auch diverse neue Beiträge in alle Richtungen verfasst. Der Lohn dafür sieht wie folgt aus, auch wenn es kaum vorstellbar ist: die Besucherzahlen sanken sogar noch weiter. Der Februar 2021 wird der absolute Tiefpunkt in meiner gesamten Blog-Laufbahn (was die reinen Besucherzahlen angeht), das sehe ich schon jetzt. Immerhin gibt es jetzt ein neues Design, welches hübscher und übersichtlicher ist als das alte, aber… da gibt es jetzt eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder, ich mache etwas komplett falsch – oder ich habe einfach nur Pech. Das Resümee dürfte aber in beiden Fällen nicht besonders ermutigend ausfallen.

Von daher: aktuell bin ich ratloser als jemals zuvor, und ich weiß nicht, ob oder wie ich den Blog weiterführen werde. Erst Recht wenn es darum geht, vergleichsweise aufwändige Beiträge (das sind meine Rezensionen nun einmal) zu verfassen. Aber vielleicht passiert ja doch noch ein Wunder.

Kategorien:Alltägliches (Leben & Blog)

Tagged as: , ,

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.