Gesammelte Texte

SARS-CoV-2 Aka Covid-19 Aka Coronavirus – You Can (Not) Redo

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, nach dem letzten größeren Corona-Beitrag vom 10.12.2020 (Link) nichts mehr zum Thema zu schreiben. Leider ist das – und aufgrund der aktuellen Lage – aber nicht (mehr) möglich. Denn, und das sollte einigen aufgefallen sein: die mit der Pandemie einhergehenden Probleme eskalieren immer weiter. In der Tat, die mit der Pandemie einhergehenden Probleme – und nicht die pandemische Lage selbst, auch wenn Behauptungen wie diese schon länger zum guten gesellschaftlichen, so gesehenen modernen (Umgangs-)Ton gehören.

Wichtig ist: wer sich bereits von Thesen wie diesen angegriffen fühlt oder meint, eine wie-auch-immer geartete Form der Kritik sei in Anbetracht der Lage absolut unangebracht; der sollte an dieser Stelle unbedingt aufhören zu lesen – oder sich zumindest nicht im Nachhinein beschweren. Immerhin hatte ich schon zuvor hinlänglich durchscheinen lassen, dass ich mich durchaus als Querdenker betrachte – im eigentlichen, also durch und durch positiven Sinne versteht sich. Anders gesagt: Dinge zu hinterfragen, nach Alternativen zu suchen oder Aspekte aus einem völlig anderen Blickwinkel zu betrachten ist für mich nichts neues, sondern tief in meinem innersten verankert – und somit absoluter Alltag. Auch wenn einige das etwas anders sehen mögen und neuerdings vor allem die Medien regelrecht gegen diese Form der freien Meinungsäußerung wettern, steht eines fest: ein solcher Wesenszug sagt noch nichts über den Charakter eines Menschen aus. Gut, gewissermaßen schon – aber eher auf einer beobachtenden Ebene (dieser Mensch ist kritisch), und nicht auf eine wertenden (dieser Mensch ist gut oder böse).

Natürlich, das ständige (Nach-)Denken oder gerne auch Querdenken hat seine Vor- und Nachteile, erst Recht wenn es pathologische Züge annimmt – aber das ist ein ganz anderes Thema. Sicher ist nur, dass es verschiedene Arten von Menschen gibt. Fernab von den eher handelsüblichen Klassifikationen und Schubladen lassen sich diese wohl in zwei grobe Lager einteilen. Das eine Lager besteht vornehmlich aus Menschen die Dinge hinterfragen, niemals wirklich zur Ruhe kommen und in irgendeiner Form auf der Suche sind. Woher diese Motivation jeweils kommt – als Paradebeispiel sei hier vielleicht eine allgemeine Unzufriedenheit genannt – spielt dabei nicht wirklich eine Rolle. Das andere Lager wiederum besteht aus Menschen, die sich augenscheinlich eher weniger Gedanken machen, ganz allgemein gesprochen – und damit vielleicht sogar besser fahren, das heißt beispielsweise glücklicher leben. Zwei Dinge sollten diesbezüglich feststehen. Zum einen, zu welcher Fraktion der Autor dieses Texts hier gehört – und zum anderen, von welcher er sich wünscht, dass sie noch wächst. Erst Recht natürlich, wenn Dinge so offensichtlich wie gerade jetzt aus dem Ruder laufen.

Sicher, es mag nicht viel bringen wenn an dieser Stelle nur eine einzelne weitere Stimme versucht, von wem-auch-immer gehört zu werden. Aber der Drang, doch etwas zu sagen, ist einfach zu groß. Und das nicht unbedingt, um irgendjemanden von irgendeiner „Wahrheit“ (was auch immer das ist) zu überzeugen – sondern vielmehr für einen selbst und, dieses Beispiel wende ich immer wieder an; um nachprüfen zu können ob sich diverse Befürchtungen bewahrheitet haben oder eben nicht. Tatsächlich konnte ich diesbezüglich schon gewisse Feststellungen treffen, etwa in Bezug auf die gesellschaftlichen Probleme, die mit der Pandemie respektive den verhängten Maßnahmen einhergehen. So fühlt es sich doch irgendwie gut an (oder eben nicht) zu sehen, dass manche Dinge genau so eintreffen wie man es vorhergesagt hat, beziehungsweise andere wesentlich später (man will nicht sagen: zu spät)  mit ähnlichen Feststellungen nachziehen. Kleinere Bestätigungen wie diese führen dazu, dass man eben nicht den Verstand verliert. Übertrieben gesagt. Wobei die Tatsache, dass manche gewisse Dinge noch immer nicht verstehen, dem natürlich wieder stark entgegenwirkt – und man sich fragt, wie all das nur sein kann.

All das klang ein wenig abstrakt – doch gerne kann und muss ich es auch noch einmal auf die aktuelle Lage in Deutschland beziehen. Ich selbst, und viele andere, die gerne mal als Corona-Skeptiker abgestempelt wurden und teils noch immer werden; haben es schließlich vorhergesagt: der Rattenschwanz, den die Corona-Maßnahmen nach sich zieht, wird länger als gedacht sein. Und auch: verworrener als gedacht. Wer genau hier was oder wann falsch gemacht hat soll dabei gar nicht erst infrage gestellt werden, zumal es den Rahmen sprengen würde. Fest steht nur eines: die Folgen der Maßnahmen werden noch lange, lange nachhallen. In welcher Schwere und Intensität wird sich – speziell in Bezug auf die Kinder und Jugendlichen – zeigen. Gerade diesbezüglich möchte ich – und wenn wir denn eines Tages vor all den Dillemmata stehen – zumindest eine Frage gestellt wissen: war es das wirklich wert ?

Und welchen Aufwand betreiben wir denn eigentlich, um die erwiesenermaßen schlimmsten Krankheiten zu verhindern / zu behandeln / zu bekämpfen ? Eine altbekannte, oder auch neuartige Virus-Infektion sorgt für einen noch nie dagewesenen Aufschrei und eine bald schon jahrelang anhaltende Ausnahmesituation, im Ernst ? Natürlich, auch ein Virus wie dieser kann gefährlich sein, die Erkrankung einen tödlichen Verlauf nehmen; das verneint niemand. Wenn man sich aber nur mal die Zahl derer zur Hand nimmt, die jedes Jahr an etwas nur vermeintlich banalem wie Krebs erkranken; am besten noch mit den dazugehörigen Mortalitätsraten – denn die haben es im Gegensatz zu Corona wirklich in sich – dann könnte einem schon auf einer ganz anderen Ebene mulmig werden.

Natürlich, dass ein jedes einzelnes Leben wertvoll ist und jeder theoretisch verhinderbare Tod einer zu viel ist, versteht sich von selbst. Genau da liegt aber auch das Problem, denn: wie viele Tode sind überhaupt und wirklich verhinderbar ? Und, das gilt besonders in Bezug auf die Corona-Pandemie: in welchem Verhältnis, und zu welchem Preis ? Leider gibt die aktuelle Datenlage noch immer nicht das her, was man sich eigentlich wünschen würde. Was bringen Maßnahmen wie die aktuell verhängten tatsächlich, oder genauer: retten sie mehr Leben als sie zerstören, oder zumindest nachhaltig schädigen ? Solange Fragestellungen wie diese nicht sinnig beantwortet werden können, es einige gibt die nicht akzeptieren können dass es auch so etwas wie eine Unverfügbarkeit gibt (etwa: gewisse Dinge lassen sich nicht regulieren oder verhindern, auch nicht mit Gewalt), solange kann man doch gar nicht anders als Maßnahmen-Kritiker, Corona-Skeptiker oder wie-auch-immer man es bezeichnen würde, zu sein. Und nein, all das heißt natürlich nicht, dass man nicht doch etwas gegen eine Pandemie (ob Corona oder etwas anderes) unternehmen sollte – zumal es sicher immer einige Möglichkeiten gibt, schlimmeres zu verhindern. Es bleibt wohl nur die Frage, wie genau solche Maßnahmen aussehen könnten. Vor allem, wenn sie das Grundgesetz eben nicht außer Kraft setzen sollen.

Zum Abschluss, und um auch einmal etwas emotionalere Töne anzuschlagen: ganz gleich was auch immer gerade in der Welt geschieht oder wie gefährlich das Leben ist  – der Gefahr zu sterben sind wir schließlich immer ausgesetzt – ich möchte nicht in einer Welt leben, in der…

  • Die Forderungen von meiner fiktiven 10-Punkte-Liste tatsächlich wahr werden. Noch ist es nicht (ganz) so weit, immerhin.
  • (Klein-)Kinder einen Mund-Nasen-Schutz oder ähnliche Arten einer streitbaren Schutzkleidung per Anordnung tragen müssen.
  • Kindergeburtstage, Jugendlichen-Treffs oder allgemeine Freizeitaktivitäten an der frischen Luft durch Ordnungshüter unterbunden werden.
  • Menschen, die von der Regierung verordnete fragwürdige Pandemie-Maßnahmen nicht befolgen (die Rede ist nicht von Dingen, die selbsterklärend sind) diffamiert oder anders als durch eine eigene Erkrankung bestraft werden.
  • Politiker, Lobbyisten und andere in Machtpositionen sitzende über die Köpfe anderer entscheiden, ohne selbst wirklich betroffen zu sein oder Rechenschaft für ihre Entscheidungen ablegen zu müssen.
  • Menschen, die trotz der bereits jetzt verheerenden Folgen noch striktere Maßnahmen fordern (und dafür sogar Gehör geschenkt bekommen).

Gerade der letzte Punkt ist dabei absolut aktuell, und unbedingt mit erhöhter Vorsicht zu genießen. Man sollte niemals aufhören, seinen eigenen Verstand zu benutzen – womit eine Forderungen nach einer sogenannten Zero-Covid-Strategie eigentlich automatisch vom Tisch sein sollte. Wie anmaßend kann der Mensch sein, zu behaupten er könne so gut wie jedes Virus vollständig eliminieren ? Sicher, er kann es sich wünschen – aber doch nicht etwa umsetzen. Mit etwas Glück schafft man es vielleicht, ein Virus unter Kontrolle zu bekommen, ja – aber mehr auch nicht.

Ganz Recht, und falls auch gerade jemand daran denkt: eigentlich wäre Auswandern eine mögliche Lösung. Allerdings ist das nicht mal eben gemacht, und mit allerlei anderen Schwierigkeiten verbunden. Und ob es in Bezug auf die aktuelle Problematik anderswo wirklich besser ist, sei auch einmal dahingestellt. Und letztlich: Flucht ist eben auch nicht immer eine Lösung. Fest steht nur: Deutschland steht vor einem Problem – einem gewaltigen Problem. Lösungen sind nicht in Sicht – nur solche, die eine aufschiebende Funktion haben. Wie sonst ließen sich die vielen, die Bürger zusätzlich verwirrenden Stufenpläne zu möglichen „Erleichterungen“ (im Grunde geht es um Freiheiten, die durch das Grundgesetz abgedeckt sind) erklären ? Stufenpläne, die so kompliziert sind das niemand mehr durchblickt, und die es theoretisch sogar möglich machen dass ein Geschäft mehrmals innerhalb einer Woche öffnen und schließen muss ? Damit kann man sich wahrlich eine ganze Zeit lang beschäftigen. Wo bleibt eigentlich der Inzidenzwert, der in allen Städten per großer elektronischer Tafel angezeigt wird, ähnlich einem Börsenkurs ? Böse Zungen könnten behaupten, dass eine ständige Neu-Kalibrierung bei dem offenbar ständig wechselnden Ziel-Inzidenzwert (noch ist 35 das neue 50, aber wie lange) ein zu großer Aufwand wäre.

Durchatmen. Wenn alles gut läuft, hat die Pandemie im Sommer Pause – und die Kinder können sich erholen. Genau dafür sollten wir wirklich alles erdenkliche unternehmen, nicht nur als Eltern. In jedem Fall kann man davon ausgehen, dass dies nicht der Verdienst der Entscheidungsträger sein wird, sondern ein ganz natürlicher Verlauf der Dinge. Wenn überhaupt haben einige Entscheidungen dazu beigetragen, dass die Lage im Winter nicht eskaliert ist. Wirklich eskaliert versteht sich, und nicht wie bisher immer behauptet wurde. Schließlich war die Intensivbetten-Belegung nie alarmierend hoch, und wenn sogar Krankenhaus-Schließungen und Personalabbau weiterhin möglich waren, sollte einem das doch Grund zur Entspannung geben. Aber natürlich: bis all das genauer erforscht oder sogar beweisen ist, heißt es für in Bezug auf etwaige Wahlen: dafür, dass alle Parteien so souverän mit der Krise umgegangen sind, sollte man sein Kreuz doch einfach auch bei allen hinterlassen.

Ach ja: wenn jemand in ausgerechnet diesem Text eine Verschwörungstheorie (oder ähnliches) wittert, so möge er sie mir bitte aufzeigen. Immerhin habe ich nicht einmal gemutmaßt, ob hinter der Pandemie nicht doch etwas ganz anderes stecken könnte. Dazu kann und möchte ich mich nicht äußern. Nur soviel sei gesagt: unmöglich ist in der heutigen Zeit wahrlich überhaupt nichts mehr.

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