Rezensionen: Power Metal

Metal-CD-Review: KNIGHTS OF ROUND – In The Light Of Hope (2019)

Alben-Titel: In The Light Of Hope
Band: Knights Of Round (mehr)
Veröffentlichung: 22. Mai 2019
Land: Japan
Spielart / Stil: Power Metal
Label: Repentless

Lineup:

Yazin – Guitars
Caz:nie – Vocals
Caesar – Bass
Ryusa – Guitars (lead)
Rihito – Drums

Track-Liste:

1. The Dawn of Life (01:39)
2. From Father to Son (04:30)
3. The Game of Life (04:05)
4. Fight Destiny (03:18)
5. You „The Creator“ (03:35)
6. Hand in Hand (04:05)
7. Mystic Eyes (03:59)
8. Before It’s Too Late (05:31)
9. The Voyage (04:08)
10. Even If You’ll Be Gone (04:13)
11. Anthem for Dreamers (06:53)

Die zahmen Ritter der Tafelrunde.

Wir schreiben das Jahr 2019 – ein für das Genre des Power Metals ausserordentlich interessantes, wie es dank der zahlreichen hochkarätigen Veröffentlichungen und der Rückkehr vieler für das Genre unverzichtbarer Bands unweigerlich scheint. Neben den ganz großen Acts melden sich aber auch einige kleinere mit neuem Material zurück – wie nun etwa auch die bereits 2003 gegründeten, aus Japan stammenden KNIGHTS OF ROUND. Sicher; man sollte schon ein offenes Ohr für einen Power Metal aus Fernost mitbringen, sowie keinerlei Probleme mit etwaigen gerne mal bedienten Klischees (wie etwa fast schon aberwitzigen Gesangs-Akzenten) haben, um in den vollen Genuss einer Bands wie dieser zu kommen. Jedoch – und in Anbetracht der bisherigen Diskografie der Japaner – ist zumindest eines festzustellen: die KNIGHTS OF ROUND gehöhren zu den eher angenehmen Genre-Vertretern aus Fernost. Und das trotz dessen, das der hiesige Frontmann Caz:nie zu eben jenen Frontmännern gehört, die sich im Sinne der englischen Aussprache gerne mal; man nenne es etwas weiter aus dem Fenster lehnen. Im Zusammenspiel mit seiner recht einzigartigen Gesangsstimme kann dies durchaus eine gewisse Eingewöhnungsphase erfordern – wohingegen etwaige Power Metal-Puristen, die eher nicht auf Verspieltheit setzen und genau verstehen wollen was sie da hören; ohnehin einen großen Bogen um die KNIGHTS OF ROUND machen sollten.

Denn, und das galt auch schon für die vorherigen Alben: IN THE LIGHT OF HOPE ist ein für die KNIGHTS OF ROUND absolut typisches Werk, was mehrere Feststellung nach sich zieht. Etwa, dass mit Kitsch und Pathos nicht gegeizt wird und auch der Einsatz des Keyboards gerne mal etwas üppiger ausfällt – oder aber, dass der teils recht uvnerständliche Leadgesang tatsächlich zu einem echten Problem werden kann (man lauschen nur einmal den Strophen von THE GAME OF LIFE oder YOU THE CREATOR). Dazwischen aber – und eben das macht auch den Reiz an Alben wie IN THE LIGHT OF HOPE aus – blitzen immer wieder teils grandiose Power Metal-Elemente hervor, die sich hier vor allem auf das ebenso facettenreiche wie stilsichere Gitarrenspiel beziehen. Im Zusammenspiel mit dem allgemein recht hohen Tempo, dem eher hymnisch ausgelegten Songwriting und der Tatsache, dass sich die KNIGHTS OF ROUND längst nicht so experimentierfreudig (dann: in einem eher negativen Sinne) zeigen wie etwa die Kollegen von JUPITER kann also durchaus ein gewisser Drive entstehen, der einem das Album recht schmackhaft macht. Die gelungene Abmischung und Produktion runden das Ganze ab, wobei hervorzuheben ist dass auch der Bass die nötige Aufmerksamkeit bekommt – und das Album vor allem während der wirklich guten Soli-Parts absolut konkurrenztauglich klingt.

Und dennoch liegen die (in diesem fall alles andere als neuen) Probleme auf der Hand. Vom bereits erwähnten, sich dezent nachteilig auswirkenden Leadgesang einmal abgesehen; sind es vor allem Nummern wie das deplatziert klingende Intro, die in jeder Hinsicht unterirdische Ballade HAND IN HAND, das eher merkwürdig beeinflusste MYSTIC EYES (hier hört man einige orientalische Klänge, aber noch einiges – und eher unangenehmes – mehr) oder das nichtssagende THE VOYAGE, welche klarmachen warum die KNIGHTS OF ROUND eben doch nicht zu den hochkarätigsten Power Metal-Acts aus Japan zählen. Dennoch spricht wohl nichts dagegen einfach mal zu versuchen, mit dem ureigenen Sound der Japaner warm zu werden. Wenn schon nicht dieses Mal, dann doch beim (hoffentlich noch etwas besseren) nächsten.

Anspieltipps: THE GAME OF LIFE, YOU THE CREATOR, BEFORE ITS TOO LATE


„Besser produziert als das letzte Album – aber noch weit von einer wie auch immer gearteten Perfektion entfernt, gerade was den Leadgesang betrifft.“

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