Rezensionen: Power Metal

Metal-CD-Review: A HERO FOR THE WORLD – The Lion King Rock Opera (2019)

Alben-Titel: The Lion King Rock Opera
Band: A Hero For The World (mehr)
Veröffentlichung: 19. Juli 2019
Land: Philippinen
Spielart / Stil: Symphonic Power Metal
Label: Keins / Independent

Lineup:

Louie Ryan – Vocals
Jacob Kaasgaard – Vocals, Keyboards

Track-Liste:

1. Circle of Life (Power Metal Version)
2. I Just Can’t Wait To Be King
3. Be Prepared
4. Hakuna Matata
5. Shadowland / King of Pride Rock
6. The Lion Sleeps Tonight
7. Endless Night
8. Can You Feel The Love Tonight (Power Metal Version)
9. We Are One
10. Spirit (Epic Piano Version)
11. Shadowland / King of Pride Rock (Instrumental Version)
12. Circle Of Life (Epic Acoustic Version)
13. Can You Feel The Love Tonight (Rock Ballad Version)
14. We Are One (Acoustic Version)
15. The Lion Sleeps Tonight (Acoustic Version)
16. Shadowland / King of Pride Rock (Acoustic Version)
17. Love Will Find A Way (Keyboard Solo Version)
18. Circle Of Life (Piano Acoustic Version)
19. This Land (Instrumental)
20. Under The Stars (Instrumental)
21. Circle of Life (Heavy Metal Version)

Nein, er wird doch wohl nicht…

Doch, und in der Tat: A HERO FOR THE WORLD sind zurück. Schon wieder, sollte man vielleicht sagen – schließlich ist es noch gar nicht allzu lange her, dass sie das letztaktuelle Studioalbum WEST TO EAST PT. II – SPACE RANGER (siehe Review) veröffentlichten. Sicher, theoretisch ist das nicht weiter problematisch – doch in diesem Fall kann, nein muss man einfach davon ausgehen; dass alles stets noch ein klein wenig schlimmer wird. Allein die Tatsache, dass sich Band-Mastermind Jacob Kaasgard (was übersetzt tatsächlich Käsefarm bedeutet – kein Witz) für die inhaltliche Unterfütterung seines neuesten musikalischen Projekts ausgerechnet – aber eben alles andere als zufälligerweise, betrachtet man den Kinostart der cineastischen Neuauflage – den KÖNIG DER LÖWEN ausgesucht hat, lässt bereits auf wenig gutes hoffen. Aber so ist es eben, wenn man irgendwie (und krampfhaft) versucht, ins Gespräch zu kommen – dass es sich hierbei wirklich um ein Herzensprojekt des gebürtigen Schweden handelt, ist schließlich mehr als fraglich.

Immerhin: er hatte sich schon zuvor mit dem KÖNIG DER LÖWEN beschäftigt. Daraus folgen nun zweierlei Feststellungen: zum einen, dass es sich tatsächlich um eines der Lieblingswerke von Herrn Kaasgard handeln könnte, was eher für ihn spräche – und zum anderen, dass gleich drei der auf THE LION KING ROCK OPERA enthaltenen Nummern recycelt sind. SHADOWLAND, THE LION SLEEPS TONIGHT und WE ARE ONE waren schließlich schon auf dem 2017’er (und dabei recht grausigen) CINEROCK enthalten (siehe Review). Das ist allerdings nicht das eigentliche Problem – sondern vielmehr, dass Herr Kaasgard einfach absolut unbeeindruckt mit dem weitermacht, was ihm persönlich gefällt. Sicher, prinzipiell ist das eine gute Sache – doch man sollte meinen, dass man als Musiker auch eine gewisse Verpflichtung hat. Eine Verpflichtung, die sich auch in einem qualitativen Sinne und somit darin äußern würde, nicht völlig wahl- und ziellos zu veröffentlichen, was einem in den Sinn kommt. Erst Recht nicht, wenn es bei der geneigten Hörerschaft schon beim allerersten Hinhören zu Dingen wie, man darf es ruhig sagen: schmerzverzerrten Gesichtern kommen kann.

Jacob Kaasgard respektive A HERO FOR THE WORLD scheint das jedoch relativ egal zu sein – wie sonst ließe es sich erklären, dass sich seit der noch recht passablen Auftaktphase (das war 2013, und mit dem Debütalbum A HERO FOR THE WORLD, siehe Review) einfach nichts mehr bei der Band bewegt hat ? Zumindest im musikalischen Sinne, die schiere Anzahl an Veröffentlichung ist ja bereits hinlänglich bekannt – wobei es A HERO FOR THE WORLD schon seit längerem nicht mal mehr schaffen, unterdurchschnittlichste Genre-Standards zu etablieren. Alles klingt billig, relativ lieblos und schnell zusammengefriemelt – von eigentlich kaum noch vorhandenen Einsatz der Instrumente gar nicht erst zu sprechen. Als Sahnehäubchen gibt es dann die allseits bekannten, alles andere als unproblematischen Gesangsdarbietungen des A HERO FOR THE WORLD-Frontmanns obendrauf – was auf wirklich keine Kuhhaut geht.

Oder aber man betrachtet die auch dieses Mal zahlreichen Bonus-Beigaben als heimliches Highlight – was allerdings auch ein waschechter Trugschluss ist, der bereits in einigen der vergangenen Rezensionen behandelt wurde. Denn, und noch einmal: eine (schlechte) Nummer wird nicht wertiger, wenn man sie zusätzlich noch in drei oder vier anderen Varianten (hier können es mal Akustik-, Instrumental oder auch Power Metal-Versionen sein, was an sich schon ein Witz ist) präsentiert werden. Nein, ein Album wie dieses ist wahrlich niemanden zu empfehlen – es sei denn, man hat Spaß daran andere leiden zu sehen.

Anspieltipps: /


„Das taugt nicht mal als Parodie: das (derzeit) unterirdischste, was das Genre des Power Metal zu bieten hat.“

3 replies »

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