Rezensionen: Power Metal

Metal-CD-Review: ULTIMATIUM – New Dawn (2004)

Alben-Titel: New Dawn
Künstler / Band: Ultimatium (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 08. September 2004
Land: Finnland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Mastervox

Alben-Lineup:

JT Partanen – Vocals
Harri Niskanen – Drums, Guitars
Matti Pulkkinen – Keyboards
Tuomo Juntunen – Bass
Tero Maijala – Drums

Track-Liste:

1. Follow Me (03:33)
2. New Dawn (04:19)
3. Cut Deep Eternally (04:49)
4. Dysfunctional (02:36)
5. In Winter Nights (04:22)
6. In My Dreams (04:06)
7. Rain & Storm (04:49)
8. Through Winterland (04:39)
9. Fly High, Rise to the Sky (09:29)

Wer wird denn gleich ein ULTIMATUM stellen ?

In der Zeit um die Jahrtausendwende, in der der europäische Power Metal zweifelsohne eine weitere bemerkenswerte Blütezeit erlebte; erblickten viele neue Genre-Combos das Licht der Welt. Auch die 2001 gegründeten und bald darauf mit ihren ersten Demos im Gepäck die Szene unsicher machenden Finnland von ULTIMATIUM bilden so gesehen keine Ausnahme – auch wenn es bis zum vorliegenden Debütalbum NEW DAWN noch etwas gedauert hatte. 2004 war es dann aber endlich soweit: ULTIMATIUM konnten die bisher gesammelten Erfahrungen kumulieren, sich einige ihrer früheren Titel erneut vorknöpfen – und das insgesamt 9 Titel starke NEW DAWN über das Label MAstervox veröffentlichen. Dennoch, und trotz der offensichtlichen Ambitionen wurden ULTIMATIUM eigentlich erst mit ihrem späteren Zweitwerk HWAINOO bekannt und stellenweise auch berüchtigt – wofür unter Umständen auch das zu den Zeiten von NEW DAWN noch etwas anders aussehende Lineup der Finnen mitverantwortlich war.

Schließlich gab sich seinerzeit noch nicht der vergleichsweise furios agierende und durch seine Mitarbeit bei Bands wie etwa DREAMTALE bekannte Sänger Tomi Viiltola die Ehre, die typischen Euro-Power-Kompositionen der Marke ULTIMATIUM zu veredeln – sondern sein eher unvorbelasteter respektive unbekannter Vorgänger JT Partanen. Das Problem: betrachtet man ein Album wie NEW DAWN, kommt man an der Darbietung eben jenes ehemaligen ULTIMATIUM-Frontmanns kaum vorbei. Selbige ist dabei allerdings alles andere als herausragend, ja wenn nicht gar als relative Herausforderung an den Hörer zu bezeichnen – was unter Umständen auch die bald nach der Veröffentlichung des Albums vollzogene Trennung erklärt. So sind es vornehmlich die recht STRATOVARIUS-affinen instrumentalen Strukturen inklusive des gerne mal anberaumten und die Melodien unterstützenden Keyboards, die hier für ein Aufhorchen sorgen – und nicht der eher limitierte und schnell eintönig wirkende Leadgesang. Immerhin: auch die Abmischungs- und Produktionsqualität des Albums kann überzeugen, zumal sie sich als recht differenziert und erweist und so auch einem gerne mal vernachlässigten Instrument wie dem Bass die nötige Aufmerksamkeit zukommen lässt.

Eine gewisse Vorliebe für einen alles andere als unvorhersehbaren und dabei auch mal explizit kitschig wirkenden Power Metal inklusive einiger typischer balladesker Momente (IN MY DREAMS oder CUT DEEP ETERNALLY, wobei der Leadgesang hier zusätzlich ungünstig ausfällt) sowie allerlei recht süßlich anmutende Melodien und Keyboard-Ausstaffierungen sollte man aber durchaus mitbringen, will man in den Genuss eines Albums wie NEW DAWN kommen – dass mit Nummern wie dem stampfenden Opener FOLLOW ME, dem trotz des überschwänglichen Keyboards recht kraftvoll daherkommenden IN WINTER NIGHTS, dem überraschend atmosphärischen THROUGH WINTERLAND oder dem überlangen Rausschmeißer FLY HIGH RISE TO THE SKY immerhin einige potentielle Highlights serviert. Bis auf die im allgemeinen recht ansehnliche Gitarren-Arbeit gibt es davon abgesehen aber auch tatsächlich nicht viel mehr zu holen: die Balladen des Albums sind gelinde gesagt kaum zu ertragen (und das in mehrerlei Hinsicht), das instrumentale Zwischenspiel DYSFUNCTIONAL ist nicht mehr als nett – und die Schwächen oder auch relativen Strapazen in Bezug auf den Leadgesang sowie die Nutzung des Keyboards einfach zu frappierend. Kurzum: an der Band interessierte sollten vielleicht lieber gleich zum wesentlich besseren und auch spannenderen Nachfolger HWAINOO greifen.

Absolute Anspieltipps: FOLLOW ME, IN WINTER NIGHTS, THROUGH WINTERLAND, FLY HIGH RISE TO THE SKY


„Ein interessantes, aber eben auch in vielerlei Hinsicht extrem ausbaufähiges Debütalbum.“

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