Rezensionen: Power Metal

Metal-CD-Review: AGE OF GLORY – Tales Of Valour (2009, Demo)

Alben-Titel: Tales Of Valour (Demo)
Künstler / Band: Age Of Glory (mehr)
Veröffentlichungsdatum: Februar 2009
Land: Schweden
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Andreas Alme – Drums, Percussion
Márton Tóth – Guitars, Vocals
Oscar Jacobsson – Guitars, Vocals
Jacob Sandberg – Bass, Vocals

Track-Liste:

1. Memories of a Lost Kingdom (06:46)
2. The Clash of Honour (05:00)
3. The Last Stand (06:08)
4. Forrest of Trolls (03:45)
5. March of the Warrior Kings (09:07)

Ach, da haben TWILIGHT FORCE ihre Inspiration her…

So oder so ähnlich könnte man jedenfalls denken, wenn man sich die 2009 erschienene TALES OF VALOUR-Demo der Schweden von AGE OF GLORY zu Gemüte führt und einen möglicherweise kühnen Vergleich wagt. Mindestens einen markanten Unterschied gibt es dann aber doch: die bereits 2007 in Göteburg gegründete Combo ist im Gegensatz zu den Landeskollegen von TWILIGHT FORCE (die sich erst 2011 zusammengefunden haben) weitestgehend unbekannt – und hat dementsprechend auch noch keine vergleichbaren Erfolge vorzuweisen. Immerhin: neben der vorliegenden Demo wurde just eine erste EP veröffentlicht (THE DAWN OF HEROES), die die ambitionierten Power Metaller eventuell doch noch auf den richtigen Weg bringen könnte.

Nach nunmehr 8 weiteren vergangenen Jahren wäre das der Band auch allemal zu wünschen, denn: schon die 5 Titel enthaltene erste Demo der Schweden macht ordentlich was her. Vornehmlich, da AGE OF GLORY hier einen recht ausgelassenen und bombastischen Power Metal inszenieren – eben ganz im Stile der bereits genannten Kollegen von TWILIGHT FORCE oder auch DRAGONLAND. Die ausschweifenden, aber interessanterweise auch nicht allzu überladen erscheinenden Kompositionen; der kräftige Leadgesang und die teils mächtigen Chöre etablieren jedenfalls schnell eine ordentliche Atmosphäre – und entwickeln im Zusammenspiel mit den mehr als solide vorgetragenen Metal-Elementen einen schönen Drive. Im Endergebnis erhält man so Titel wie den eigentlichen Opener THE CLASH OF HONOUR – der markant nach vorn prescht, sich von einer angenehm wandelbaren Seite zeigt; und neben den  typischen schwedischen Genre-Einflüssen auch solche aus Italien (z.B. HOLY KNIGHTS, THY MAJESTIE) an den Start bringt.

Die eigentliche Überraschung aber folgt erst sogleich, denn: auch der Midtempo-Stampfer THE LAST STAND weiß durchweg zu überzeugen – und das trotz seiner deutlich getrageneren Gangart. Damit haben AGE OF GLORY schon einmal bewiesen, dass sie sich keineswegs hinter einer übermäßigen Portion Tempo oder Bombast verstecken müssen. Eher ist das Gegenteil der Fall: das technisch und melodisch ansprechende Gitarrenspiel lädt zu einem genaueren Hinhören ein, der Leadgesang und die Chöre avancieren zu einer der wohl eindeutigsten Stärken der Band. Und noch etwas fällt im gleichen Atemzug auf: für eine frühe Demo erscheint die Abmischung recht ausgewogen, die Produktion recht druckvoll – nennenswert geschmälert wird der Hörgenuss jedenfalls nicht.

Eine kleinere Kehrseite gibt es dann aber doch – wobei abzuwägen bleibt, ob man das ellenlange und mit zahlreichen nicht ganz so stimmigen Sprechpassagen ausgestattete Intro MEMORIES OF A LOST KINGDOM tatsächlich als Negativkriterium werten sollte. Eines erscheint jedenfalls klar: wenn man den Musikern von TWILIGHT FORCE oder auch AGE OF GLORY dezente Formen der Übertreibung unterstellen möchte – beispielsweise in Bezug auf eine absichtliche Ausreizung diverser Genre-Klischees – ist ein (musikalisch gar nicht erst wirklich wertvolles) Intro wie dieses natürlich ein gefundenes Fressen. Aber auch das etwas weniger inspiriert erscheinende FOREST OF TROLLS bleibt deutlich hinter den anderen Titeln zurück – und das trotz des recht unterhaltsamen Soli-Parts in der Mitte.

Der episch angelegte Rausschmeißer MARCH OF THE WARRIOR KING hat dann auch ein klein wenig zu kämpfen: zum einen scheinen die Chor-Elemente hier etwas zu vordergründig abgemischt, und zum anderen hat man das Gefühl als käme die Nummer einfach nicht über ihre Auftaktphase hinaus. Zusammenfassend kann man aber ganz locker behaupten, dass es sich bei TALES OF VALOUR um eine höchst interessante und lohnenswerte Demo handelt. Eine Demo einer Band, die hoffentlich doch noch die Kurve kriegt und möglichst erfolgreich durchstartet. Alles andere wäre schade, nicht zuletzt aufgrund des somit vergeudeten Potentials.

Absolute Anspieltipps: THE CLASH OF HONOUR, THE LAST STAND


„Eine durch und durch anständige Demo einer vielversprechenden Band.“

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