Rezensionen: Power Metal

Metal-CD-Review: CELLADOR – Off The Grid (2017)

Alben-Titel: Off The Grid
Künstler / Band: Cellador (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 10. März 2017
Land: USA
Stil / Genre: Power Metal
Label: Scarlet Records

Alben-Lineup:

Chris Petersen – Vocals, Guitars
Eric Meyers – Guitars
Diego Valadez – Keyboards
James Pickett – Bass
Nick McCallister – Drums

Track-Liste:

1. Sole Survivors (03:47)
2. Break Heresy (04:17)
3. Shadowfold (04:03)
4. Wake Up the Tyrant (04:17)
5. Off the Grid (04:53)
6. Swallow Your Pride (05:04)
7. Shimmering Status (04:39)
8. Good Enough (Cyndi Lauper cover) (03:16)
9. This Means War (04:25)
10. Running Riot (03:16)

Von aufgestoßenen Kellertüren und fast vergessenen Helden.

Es ist nun schon einige Jahre her, dass sich eine junge aufstrebende Metal-Combo aus den USA aufmachte die Kellertür aufzustoßen – und die musikalische Welt im Sturm zu erobern. Doch nachdem CELLADOR – die zunächst als APOSTATE unterwegs waren – der geneigten Hörerschaft ihre ersten Werke präsentierten, wurde es auch schon wieder verdächtig ruhig um die Amerikaner. Tatsächlich liegt das letzte Studioalbum ENTER DECEPTION schon gute 11 Jahre zurück – wobei es natürlich auch nicht ausblieb, dass einige Mitglieder die Band zwischenzeitlich verließen. Nach der nicht unbedingt herausragenden, aber immerhin als Lebenszeichen zu wertenden EP HONOR FORTH aus dem Jahre 2011 ist es nun aber wieder an der Zeit für ein neues CELLADOR-Album. Das gute Stück horcht auf den Namen OFF THE GRID und enthält 10 respektive 11 (inklusive des bonustracks) neue Titel, die die Band mit dem 2015 zur Band hinzugestoßenen Gitarristen Eric Meyers erstmals mit dem kompletten neuen Lineup präsentiert.

Rein musikalisch könnten CELLADOR dabei recht gut als Fusion aus den Werken von DRAGONFORCE und POWER QUEST beschrieben werden. Der eine Vergleich ergibt sich schlicht aus der so gut wie immer anberaumten hohen Geschwindigkeit und des Fokus auf die Gitarren – und der andere aus den ebenfalls stets hochgehaltenen melodiösen Strukturen inklusive angenehmer Backgroundgesänge. Und auch wenn sich Vergleiche wie diese unweigerlich anbieten – und man der Band ihre Herkunft nicht anhört, nicht zuletzt dank ihres einwandfrei gespielten Power Metals der europäischen Spielart – haben CELLADOR noch immer einige Elemente in Petto, die es so nur bei ihnen zu hören gibt. Sicher, OFF THE GRID als musikalische Revolution zu bezeichnen wäre dennoch verkehrt – aber das spürbare Engagement der einzelnen Mitglieder, die perfekte Symbiose aus hart-antreibenden und niemals allzu kitschig klingenden melodischen Elementen sowie die exzellelente Präsentation des Albums machen dies auch erst gar nicht nötig. Anders gesagt: OFF THE GRID prescht von der ersten Sekunde an markant nach vorn – und macht dabei einen Heidenspaß.

Seien es enorm hymnisch angelegte Brecher wie BREAK HERESY oder WAKE UP THE TYRANT, SWALLOW YOUR PRIDE als wohl schnellste Nummer des Albums, oder selbst das CINDY LAUPER-Cover GOOD ENOUGH – eine schlechte Figur machen CELLADOR zu keinem Zeitpunkt. Die Gitarren und das Drumming klingen schön satt und variabel, die Keyboardelemente sind auf ein Minimum reduziert; und auch der gut gespielte Bass bekommt eine respektable Bühne. Als Aushängeschild der Band fungiert aber sicher auch der hiesige Leadsänger Chris Petersen – der eine recht markante Stimme hat und diese auch gekonnt in Szene zu setzen weiß. Schlussendlich: für einige ruhige Minuten zwischendruch ist das Album definitv nichts – aber für alle, die Geschwindigkeit und knackige Riffs lieben; ist es ein wahres Fest.

Absolute Anspieltipps: BREAK HERESY, SHADOWFOLD, WAKE UP THE TYRANT, SHIMMERING STATUS, THIS MEANS WAR


„Ein ausgezeichnetes Comeback.“

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