Rezensionen: Power Metal

Metal-CD-Review: WISDOM – Wisdom (EP, 2004)

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Alben-Titel: Wisdom (EP)
Künstler / Band: Wisdom (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 03. Juli 2004
Land: Ungarn
Stil / Genre: Power Metal
Label: Music Works

Alben-Lineup:

Máté Molnár – Bass
Zsolt Galambos – Guitars
Gábor Kovács – Guitars
Csaba Czébely – Drums
István Nachladal – Vocals

Track-Liste:

1. Fate (04:16)
2. King of Death (04:01)
3. Strain of Madness (04:13)
4. Evil Disguise (04:22)

Von Löffeln und der Weisheit, Teil 1.

Auch aus Ländern, die eher nicht dafür bekannt sind eine größere Masse an Genre-Bands hervorgebracht zu haben; stammt so manch hochkarätige Power Metal-Formation. Dazu gehören wohl auch die Ungarn von WISDOM, die mit ihrem 2011’er respektive 2012 erneut veröffentlcihten Überraschungsalbum JUDAS (Review) auch für internationale Furore sorgen konnten. Dabei begann die Geschichte der Band eigentlich schon mit ihrer Gründung im Jahre 2001 – also fast 10 Jahre zuvor. Viel ist der Öffentlichkeit indes nicht erhalten geblieben aus dieser theoretisch spannenden Zeit, mit Ausnahme des teilweise umstrittenen Debütalbums WORDS OF WISDOM (Review) von 2006 sowie einer nicht wirklich interessanten Mini-EP aus dem Jahre 2007. Doch gibt es eine Möglichkeit, ein noch früheres Stadium der Band auf einer offiziellen Veröffentlichung zu erleben – und zwar auf der allerersten EP der Band. Jener unscheinbare Silberling erschien 2004 über MUSIC WORKS, beinhaltet 4 Titel – und horcht auf den schlichten Namen WISDOM.

Den frühen Vorstoß der Band markieren dabei gleich mehrere Besonderheiten, von denen manche schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ersichtlich gewesen sein sollten – und andere, die sich erst im Laufe der Jahre ergaben. Wie etwa die Tatsache, dass das hier präsetnierte Material trotz der geringen Anzahl von gerade einmal 4 Titeln in jeder Hinsicht exklusiv war und auch bis heute ist. FATE, KING OF DEATH, STRAIN OF MADNESS und EVIL DISGUISE sind ausschließlich auf dieser EP zu finden, und wurden nicht mit auf das spätere Debütalbum übernommen – was sicherlich eher unüblich ist, die Exklusivität und Wertigkeit der EP aber so gesehen nur unterstreicht. Erst Recht für Fans der Band, die möglicherweise erst jetzt dazustoßen und bereits alle Alben besitzen – aber noch etwas weiter forschen möchten.

Und tatsächlich: im Gegensatz zur späteren (und leider etwas kargen) AT THE GATES-EP kommt die erste WISDOM-EP in jeder Hinsicht als kleines Kraftpaket daher. Keiner der vier Titel muss sich verstecken, speziell der Opener FATE präsetniert sich als fulminant-energetische und wunderbar schwungvolle Hymne mit Kult-Potential. Aauch, oder gerade weil WISDOM hier noch deutlich rauer und ungeschliffener klangen als später – ihre Trademarks wie möglichst eingängige refrains und schmetternde Männer-Chöre aber schon jetzt durchklingen ließen. Das riffing ist schön schwer und druckvoll, der Bass und das Schlagzeug bekommen die nötige Aufmerksamkeit, ein Keyboard braucht es nicht – und der Leadsänger István Nachladal überzeugt. Gerade das ist unter Umständen eine eher kuriose Feststellung, denn: auf dem späteren Debüt WORDS OF WISDOM sah es schon nicht mehr ganz so gut aus, merkwürdigerweise. Mit Ausnahme der Produktion und Präsentation – die ist sowohl auf dieser EP als auch dem Debütalbum über so gut wie alle Zweifel erhaben.

Und so könnte oder sollte die erste WISDOM-EP zu einem echten Geheimtipp avancieren – speziell für jene Fans der Band, die die Musik der Ungarn erst jetzt entdecken; sich aber auch mit den Anfängen beschäftigen möchten. Erst Recht, da sie so gesehen besser oder auch aussagekräftiger wirkt als das spätere Album WORDS OF WISDOM. Und das ist ein Effekt, der zwar nicht häufig eintritt – aber zumeist sehr ärgerlich ist. Die Franzosen von GALDERIA sollten mit ihrer Wahnsinns-EP RISE, LEGIONS OF FREE MEN (Review) und dem lange nicht so guten Nachfolge-Album THE UNIVERSALITY (Review) ein Lied davon singen könnten… immerhin, bei WISDOM stellen sich die Weichen ab 2011 ohnehin neu. Und der Rest, der ist Geschichte.

Absolute Anspieltipps: FATE, KING OF DEATH, STRAIN OF MADNESS, EVIL DISGUISE


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„In der Kürze liegt die Würze – eine grandiose EP und eine beeinruckende erste Werkschau von WISDOM.“

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