Rezensionen: Power Metal

Metal-CD-Review: THE STORYTELLER – Tales Of A Holy Quest (2003)

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Alben-Titel: Tales Of A Holy Quest
Künstler / Band: The Storyteller (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 24. November 2003
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Black Lodge Records

Alben-Lineup:

Martin Hjerpe – Drums
Jacob Wennerqvist – Guitars
Fredrik Groth – Guitars, Keyboards
L.G. Persson – Vocals, Bass

Track-Liste:

1. Voices from the Past (00:46)
2. Seed of Lies (04:27)
3. Conviction (05:44)
4. A Holy Quest (03:52)
5. Words Out of Greed (03:52)
6. Chamber of Torture (04:38)
7. The Mass (05:02)
8. Blinded Eyes (04:17)
9. When All Hope Has Faded (03:28)
10. Trails of Blood (08:03)
11. …and Still They Speak (00:50)

Wenn der Geschichten-Erzähler dreimal ruft.

TALES OF A HOLY QUEST ist der Name des dritten Studioalbums der Schwedischen Power Metaller von THE STORYTELLER, deren illustre Geschichten man zuvor schon auf dem überraschenden Debüt (Review) und dessen sogar noch etwas besseren Nachfolger CROSSROAD (Review) belauschen konnte. Als drittes Album innerhalb von gerade einmal drei Jahren ist es klar der ersten markanten Blütezeit der Band zuzuordnen – einer Zeit, in der man über reichlich Inspiration verfügte und die im Laufe der Jahre gesammelte Ideen von den insgesamt vier Demo-Veröffentlichungen vervollständigte, perfektionierte und so gesehen nach bester STORYTELLER-Manier abrundete. Was an TALES OF A HOLY QUEST als drittem Langspieler im Bunde zunächst auffällt, ist jedoch nicht die enthaltene Musik.

Schließlich wird man in Bezug auf das zweifelsohne auffallende Cover-Artwork geneigt sein, zweimal hinzusehen. Vor allem aber offenbart es eine mitunter interessante Frage: haben sich THE STORYTELLER einfach nur mit ihrer Motiv-Wahl vergriffen, oder ist das Ganze gar als selbstsichere Kampfansage zu verstehen ? Die mit einem Motiv wie diesem zu attackierenden wären in diesem Fall wohl vornehmliche jene Kritiker, die sich an der bisher vergleichsweise einfach gestrickten Musik der Schweden gestört haben. So oder so bietet auch das dritte Album genau das, was man THE STORYTELLER auch erwartet hätte: einen gradlinig gestrickten, hymnischen und wenn man so will klassisch-europäischen Power Metal. Einen, der folglich weder Neuland betritt noch als besonders herausragend zu bezeichnen ist – aber handwerklich mehr als nur solide dargeboten und dazu noch mit einer gewissen Glaubwürdigkeit transportiert wird.

Da das kurze Intro sowie das ganz ähnlich aufgemachte Outro relativ nichtssagend sind, bleiben dem Album immerhin 9 vollwertige Titel. Und die gehen aufgrund der seit dem ersten Album omnipräsenten musikalischen Trademarks der Band schnell ins Ohr. Abermals liegt der Fokus explizit auf den Gitarren, der klassischen Instrumentierung ohne großartige Schnörkel sowie einem nur minimalen Keyboardeinsatz; wieder gibt es allerlei gut konstruierte und angenehm hymnische Refrains zu bestaunen, wieder erklingt die (vielleicht nicht perfekte, aber doch einzigartige) Leadstimme von Band-Frontmann L.G. Persson und erzählt so manch interessante Geschichte. Auf TALES OF A HOLY QUEST bleibt somit vieles beim alten – sodass vor allem diejenigen bedient werden, denen schon die Vorgänger gefielen. Anders herum bedeutet das aber auch: wer bisher nichts mit THE STORYTELLER anfangen könnte, der wird auch durch TALES OF A HOLY QUEST nicht zum Fan werden.

Ein paar Anreize respektive eventuelle Verbesserungen im Vergleich zu den Vorgängern gibt es dann aber doch. So kommt das Album insgesamt wesentlich düsterer daher, und es finden sich auch mehr progressive Ansätze. Ganz so einfach machen es sich THE STORYTELLER dann eben doch nicht – sie sind offenbar darauf bedacht sich weiterzuentwickeln, und eine möglichst große Bandbreite an eindrücken zu vermitteln. Und das ist ihnen in diesem Fall auch gelungen. Die Entscheidung mehr Hintergrundsänger ins Boot zu holen wirkt sich positiv aus, Leadsänger L.G. Persson versucht sich erfolgreich in bis dato unbekannten Gefilden (THE MASS), der nunmehr deutlich schwerere und ernstere Gesamteindruck sowie das neuerliche inhaltliche Konzept stellen eine willkommene Abwechslung zu den teils quietschfidelen Vorgängern dar.

Absolute Anspieltipps: SEED OF LIES, CONVICTION, WORDS OUT OF GREED, TRAILS OF BLOOD


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„Auch im dritten Anlauf schwächeln THE STORYTELLER nicht.“

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