Rezensionen: Power Metal

Metal-CD-Review: THE STORYTELLER – Crossroad (2002)

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Alben-Titel: Crossroad
Künstler / Band: The Storyteller (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. Dezember 2001
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Soundholic Co. Ltd.

Alben-Lineup:

Martin Hjerpe – Drums
Jacob Wennerqvist – Guitars
Fredrik Groth – Guitars, Keyboards
L.G. Persson – Vocals, Bass
Janne Björk – Bass

Track-Liste:

1. And the Legend Continues (01:37)
2. The Unknown (05:37)
3. The Secret’s Revealed (03:54)
4. Eye of the Storm (04:38)
5. A Passage Through the Mountain (04:16)
6. Ambush (05:37)
7. Loss of a Friend (05:02)
8. Crossroad (05:36)
9. Kingdom Above (04:39)
10. The Moment of Truth (07:59)
11. Moonchild (05:44)

Geschichten, denen man immer wieder gerne lauscht.

Um die jüngste Jahrtausendwende herum war einiges los, und auch der Power Metal gedieh mindestens ebenso prächtig wie in den für das Genre essentiellen 80er und 90er Jahren. Neben vielen alteingesessenen Hasen gesellten sich so auch immer wieder interessanten Newcomer auf die Bühnen dieser Welt – mit mal mehr, mal weniger interessanten Geschichten. Wie diesbezüglich wohl eine Combo abschneiden würde, die sich ausgerechnet und fast schon frech THE STORYTELLER nennt; sollte sich erst noch zeigen. Doch die Gelegenheit ergab sich zweifelsohne, da die eigentliche Blütezeit der aus Schweden stammende Power Metal-Formation direkt nach dem überraschenden Debütalbum aus dem Jahre 2000 (Review) begonnen hatte. Der Nachfolger CROSSROAD erschien schon ein gutes Jahr später, und bot dem interessierten Genre-Konsumenten abermals eine Palette einer mehr als nur soliden Genre-Kost feil.

Jene Palette besteht in diesem Fall aus 11 respektive 9 vollwertigen Titeln, wenn man das Intros und die Cover-Version eines IRON MAIDEN-Titels abzieht. Eines fällt dabei sofort auf: wie schon auf dem gelungenen, aber sicher nicht unumstrittenen Vorgänger geben sich THE STORYTELLER abermals recht schnörkellos und wenn man so will musikalisch umkompliziert. Das könnte man negativ auslegen, muss es aber nicht – schließlich machen THE STORYTELLER selbst erst gar keinen Hehl daraus, dass sie nicht zu den außergewöhnlichsten Genre-Musikern zählen oder eine besonders aufregende Spielart bedienen. Eben das scheint manchmal auch gar nicht nötig – speziell wenn man dafür und wie in diesem Fall spürt, dass die Mitglieder mit Leib und Seele bei der Sache sind. Und dazu noch ihr Handwerk verstehen: CROSSROAD ist energetisch, abwechslungsreich, hymnisch; wunderbar Riff-geladen und zumindest in gesanglicher Hinsicht einzigartig.

Dafür muss Leadsänger L.G. Persson gar nicht erst zu den besten Genre-Sängern gehören, mal ganz abgesehen davon wer auch immer Attribuierungen wie diese vornimmt. Es reicht schon, dass er aus der Masse hervorsticht – und sich auf seine ganz eigene Art und Weise stilsicher präsentiert. Auch scheint es, dass THE STORYTELLER sich einer wie auch immer gearteten Kritik nicht verschlossen haben – und CROSSROAD im direkten Vergleich mit dem Vorgänger noch einmal deutlich; man nenne es voluminöser und vielschichtiger klingt. Weitestgehend unverändert inszeniert sich das Album dagegen in Bezug auf seine Kernelemente und damit auch jene Faktoren, die den Hörer entweder sofort zu packen vermögen – oder aber schnell das Weite suchen lassen. Damit sind speziell die extrem eingängigen, hochtrabenden Refrains gemeint; sowie die generelle Präsentation und die Textinhalte – die die imaginäre Kitsch-Grenze von so manchem bereits überschreiten könnten.

Wer sich nicht daran stört, und sich voll und ganz auf die schon wesentlich stimmigere Gesamtwirkung eines Albums wie CROSSROAD einlässt; der wird aber eher belohnt. Und zwar mit einem nicht unbedingt sensationellen, aber doch weit mehr als nur durchschnittlichen Genre-Werk welches Spaß macht und Atmosphäre schafft. Vielleicht, und als abschließenden Vergleich; sollte man sich das Ganze einfach als lockerere Version von FALCONER vorstellen – auch wenn die in einer etwas anderen Liga spielen. Doch wer die Musik jener Schwedischen Kollegen mag, der sollte auch schnell mit THE STORYTELLER warm werden können. Die im folgenden noch einmal hervorgehobenen Anspieltipps respektive Highlights sprechen in diesem Fall für sich, explizite Ausfälle gibt es keine – nur Titel, die im direkten Vergleich mit den anderen deutlich weniger hergeben (A PASSAGE THROUGH THE MOUNTAIN, LOSS OF A FRIEND, eventuell auch der Titeltrack CROSSROAD).

Absolute Anspieltipps: THE UNKNOWN, THE SECRET’S REVEALED, AMBUSH, THE MOMENT OF TRUTH


80button

„Ein gelungenes und in jeder Hinsicht sinniges zweites Album.“

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