Rezensionen: Power Metal

Metal-CD-Review: VHÄLDEMAR – Fight To The End (2002)

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Alben-Titel: Fight To The End
Künstler / Band: Vhäldemar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 10. Mai 2002
Land: Spanien
Stil / Genre: Power / Speed Metal
Label: Arise Records

Alben-Lineup:

Pedro J. Monge – Guitars, Keyboards
Carlos Escudero – Vocals, Guitars
Oscar Cuadrado – Bass
Eduardo Martinez – Drums

Track-Liste:

1. Black Beast (03:46)
2. Energy (04:33)
3. Feelings (04:16)
4. Lost World (03:54)
5. Old King’s Visions (Part I) (06:07)
6. Number (01:10)
7. 7 (02:53)
8. The Helmet of War (02:51)
9. Fight to the End (04:44)
10. Traitor (02:04)
11. Vhäldemar (04:47)

Da hat einer gut gefrühstückt.

Im besten Fall hat ein jeder Genre-Fan bereits einige für sich entdeckt, und wird auch der weiteren Suche nicht müde – die Rede ist von markanten Aha-Momenten, die einzelne Bands oder Releases dezent von der Masse abheben. Auch die Spanier von VHÄLDEMAR scheinen ein eben solches, durchaus wertvolles Alleinstellungsmerkmal zu besitzen – auch wenn deren Sound auf dem Debütalbum FIGHT TO THE END teils starke Parallelen zu klassisch-europäischen Genre-Combos wie THE STORYTELLER und speziell GAMMA RAY aufweist (man höre nur einmal Titel Nummer 3, FEELINGS). Wer weiß – vielleicht sind VHÄLDEMAR ja selbst eingefleischte Fans ? Dass man auch aus einer solchen Position heraus etwas großartiges erschaffen kann zeigten nicht zuletzt INSANIA aus Finnland, wobei deren Inspirationsquelle eher HELLOWEEN war. Doch auch wenn die Instrumentalkulissen von FIGHT TO THE END nette Erinnerungen hervorrufen, und überdies extrem wuchtig und schroff daherkommen (was sie dann doch noch etwas anders klingen lassen) – sind sie gar nicht mal der erste Aspekt, bei dem man richtig hellhörig wird.

Das trifft schon eher auf die Darbietung des Gitarristen und Leadsängers Carlos Escudero zu – der VHÄLDEMAR eine etwas andere, extrem raue und vergleichsweise aggressive Frontstimme verleiht. So kann man bereits in Anbetracht des Openers BLACK BEAST erahnen, dass VHÄLDEMAR es mit ihren FIGHT TO THE END im wahrsten Sinne des Wortes ernst meinen. Immerhin: die auf dem Album weitestgehend an den Tag gelegte Energie und Konsequenz ist durchaus bemerkenswert, zumal das Album eine schön schroffe, ungekünstelte und antreibende Wirkung etabliert. Und das ganz ohne unnötige Schnörkel; es sei denn natürlich, man zählt etwaige merkwürdige Sprechpassagen wie im Interlude NUMBER dazu. Sicher sind die hier präsentierten Ideen im Endeffekt nicht neu – doch verstehen es VHÄLDEMAR durchaus, dem Ganzen etwas persönliches abzugewinnen. Auf der anderen Seite stehen dagegen doch noch die relative Ideenarmut, der Hang zu einer gewissen Übertreibung (wie in TRAITOR) und das Gefühl, als hätten sich VHÄLDEMAR noch etwas variabler und somit effektiver hätten inszenieren können. Doch reicht es locker für eine Empfehlung – speziell für jene die den Sound von GAMMA RAY lieben – aber nichts gegen eine zusätzliche Prise Tempo und Aggressivität einzuwenden hätten.

Absolute Anspieltipps: BLACK BEAST, ENERGY, LOST WORD


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„Genau das richtige, wenn man es mal wieder ordentlich krachen lassen möchte.“

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