Rezensionen: Power Metal

Metal-CD-Review: SHIVERS ADDICTION – Choose Your Prison (2015)

shivers-addiction-choose-your-prison_500

Alben-Titel: Choose Your Prison
Künstler / Band: Shivers Addiction (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. Dezember 2015
Land: Italien
Stil / Genre: Heavy Metal
Label: Revalve Records

Alben-Lineup:

Gino Pecoraro – Guitars
Angelo De Polignol – Drums
Marco D. Panizzo – Guitars
Fabio Cova – Bass
Marco Cantoni – Vocals

Track-Liste:

1. Eternal Damnation
2. We Live on a Lie
3. La mort qui danse
4. The King and the Guillotine
5. Money Makes the Difference
6. Freedom
7. Where Is My Future
8. Painted Arrow
9. Against We Stand
10. Death Has Nothing to Teach

Wähle, aber wähle weise.

Analog zu seinem Wirken in der italienischen Progressive Metal-Combo CYRAX (Link) verleiht der hiesige Leadsänger Marco Cantoni auch einer Band namens SHIVERS ADDICTION seine markante Frontstimme. Jene bereits 2004 ins Leben gerufene Combo bewegt sich dabei schon eher auf gradlinigen Pfaden, genauer denen des Heavy Metal – zumindest im Vergleich zu den einstweilen ver-rückten Genre-Experimenten der Partnerband CYRAX. Der Einstieg in die musikalischen Welten von CHOOSE YOUR PRISON gelingt so verständlicherweise etwas leichter – was gleichzeitig aber auch bedeutet, dass es mit der offerierten musikalischen Genialität (was immer ein streitbarer Begriff ist) nicht ganz so weit her ist. Tatsächlich klingt das Album vor allem in Bezug auf die Instrumentalkulissen relativ unspektakulär, was auch an der nicht ganz vorteilhaften Abmischung und Produktion liegen mag. Die klingt schließlich deutlich zu dumpf und die Gitarren zu verzerrt; sodass man einstweilen gar Mühe hat das Riffing und den Bass auseinanderzuhalten – während die Doublebass-Einlagen recht generisch daherkommen und nur die wenigen Soli-Momente wirklich fesseln können.

In Bezug auf den Leadgesang gilt es dann, ähnlich gemischte Gefühle festzuhalten. Zwar bedient Marco Cantoni eine recht große Bandbreite, doch am angenehmsten und passigsten erscheint seine Darbietung in den rauen und kräftigen Momenten, die ihn so durchaus auch für ein Trash Metal-Projekt qualifizieren könnten. In den vermeintlich emotionalen Momenten sieht es dann vergleichsweise düster aus – was auch auf die geradezu lachhaften Hintergrundgesänge zutrifft, die ihre Wirkung völlig verfehlen. Am gelungensten erscheinen noch Nummern wie das von angenehmen akustischen Klängen durchzogene THE KING AND THE GUILLOTINE, bei denen man auch wirklich das Gefühl hat als würde eine Geschichte erzählt. Ein Großteil der Titel ist dann aber darauf ausgelegt, Laune zu machen – wie das rockige, aber auch etwas stumpfe MONEY MAKES THE DIFFERENCE. Schlussendlich: CHOOSE YOUR PRISON erscheint an sich solide, hat aber deutliche Schwächen in Bezug auf den insgesamt etwas zu dumpfen und eintönigen Sound sowie das Ausbleiben eindeutiger Highlights. Vor allem die Gitarren-Arbeit klingt im Endeffekt deutlich zu repetitiv, der Gesamteindruck ist zu langatmig und die Band trotz des hervorstechenden Leadgesangs (der die besten Chancen hat, zu polarisieren) dezent verwechselbar.

Absolute Anspieltipps: THE KING AND THE GUILLOTINE


50button

„Ambitioniert und vielfältig – aber einfach nicht aussagekräftig genug.“

Über Kommentare Freut Sich Jeder.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.