Rezensionen: Power Metal

Metal-CD-Review: WITHIN SILENCE – Gallery Of Life (2015)

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Alben-Titel: Gallery Of Life
Künstler / Band: Within Silence (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 8. Mai 2015
Land: Slowakei
Stil / Genre: Power Metal
Label: Ulterium Records

Alben-Lineup:

Richard Germanus – Guitars (lead)
Martin Klein – Vocals
Filip Andel – Bass
Peter Gacik – Drums
Martin Čičo – Guitars (rhythm)

Track-Liste:

1. Intro (01:09)
2. Silent Desire (04:22)
3. Emptiness of Night (05:13)
4. Elegy of Doom (04:38)
5. The Last Drop of Blood (06:59)
6. Love Is Blind (04:59)
7. Anger and Sorrow (05:53)
8. Judgement Day (03:49)
9. The World of Slavery (05:54)
10. Road to the Paradise (07:40)
11. Outro (01:00)

Ein neuer Stern am Power Metal-Himmel ?

Alben, die einen bereits beim ersten Hördurchlauf packen und auch emotional mitreißen; sind vergleichweise selten – auch, wenn man für sich selbst nicht ganz so harsche Kriterien anberaumt und so gut wie jedem Genre-Release eine Chance gibt. Umso spannender verhält es sich folglich mit jenen Platten, die aus irgendeinem Grund sofort zünden – wie im Falle von GALLERY OF LIFE, dem Debütalbum der aus der Slowakei stammenden Genre-Combo WITHIN SILENCE. Dafür, dass es sich um das Erstwerk der Slowaken handelt; ist die Qualität des dargebotenen Materials schon einmal reichlich beeindruckend – doch ist das zum Glück noch nicht alles.

Ein anderer, und sicher etwas interessanterer Grund für ein markantes Aufhorchen findet sich schließlich, wenn man dem allgemeinen Sound des Albums lauscht – und dabei auch einen Blick auf die inhaltlich-emotionale Ausrichtung des Projekts wirft. In der Tat haben sich WITHIN SILENCE als eine der eher seltenen Genre-Combos explizit dem Thema der Religion verschrieben – und das eher als Befürworter denn als kritische Beobachter. Das eröffnet natürlich schnell Parallelen zu wahren Pionieren dieses speziellen Subgenres, wie etwa THEOCRACY als bisherige Spitzenreiter. Allerdings, und das ist das schöne – entstehen diese Parallelen nicht nur aufgrund der thematischen Ähnlichkeiten. Denn wie THEOCRACY verstehen auch WITHIN SILENCE ihr musikalisches Handwerk. Und das so sehr, dass man sich doch fragen muss wo die Band all die Jahre gesteckt hat.

Sei es drum, jetzt sind WITHIN SILENCE da – und das in voller Stärke. Das mit 11 respektive 9 Titeln (abzüglich des Intros und Outros) bestückte Album hat dabei einen gleichermaßen ernsten wie hymnisch-verspielten Anspruch – eine Kombination, die vergleichsweise selten ist. Im Detail bedeutet das, dass die Texte eine gewisse Tiefe entwickeln und das Album im gesamten durchaus gewichtig wirkt – die instrumentellen Kompositionen aber dennoch nicht einer gewissen Leichtigkeit entbehren und speziell die Gitarren für das ein oder andere rhythmische Intermezzi verantwortlich sind. Langweilig wird es auf GALLERY OF LIFE somit nicht – was auch daran liegt, dass man mit Martin Klein einen sympathisch tönenden Frontmann am Start hat. Einen, der zwar keine allzu große stimmliche Bandbreite offeriert – dem man aber dennoch gerne zuhört. Und das gerät einem Erzähl-orientierten Album wie diesem natürlich sehr zum Vorteil.

Und so wissen WITHIN SILENCE mit einem Großteil der hier vertretenen Nummern eine Punktlandung zu absolvieren. Der Auftakt fällt mit dem beschwingt-melodischen SILENT DESIRE und dem atmosphärisch-flotten EMPTINESS OF NIGHT überaus stark aus, was nicht zuletzt an den Refrain liegt – während man in ELEGY OF DOOM auch mal etwas getragenere und harschere Töne anschlägt, sowie auch ein paar gezielte Growls einstreut. Erst jetzt, das heißt im Mittelteil des Albums können sich hie und da auch mal einige dezentere Längen einschleichen – bevor das Album mit einer weiteren herausragenden Nummer wie ROAD TO THE PARADISE abgeschlossen wird.

WITHIN SILENCE offerieren dem geneigten Genre-Konsumenten damit durchaus eine volle musikalische Breitseite – in Form eines schmackigen Power Metal der eher christlich angehauchten Marke. Doch ob man nun Vergleichsbands anberaumt oder nicht; ob man nun derselben Meinung ist wie der hier einstweilen offenbarten – in erster Linie liefert die Band eine handwerklich schlicht perfekte Leistung ab und vermag es den Hörer aus mehreren Gründen intensiv zu unterhalten. Anders gesagt: das Potential der Band ist riesig; wobei sie bereits mit diesem Debütalbum bewiesen hat was in ihr steckt. Man kann demnach nur hoffen, dass die Band auch in Zukunft von sich hören lässt und nach diesem sehr gelungenen Album vielleicht noch einen echten Genre-Meilenstein nachlegt. Die Chancen dafür stehen verdammt gut…

Absolute Anspieltipps: SILENT DESIRE, EMPTINESS OF NIGHT, THE LAST DROP OF BLOOD, ROAD TO THE PARADISE


80button

„Hier stimmt das Gesamtpaket – eine echte Überraschung.“

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