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PC-Spieletest / Game-Review: METRO: LAST LIGHT (2013)

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Originaltitel: Metro: Last Light
Veröffentlichungsdatum: 17. Mai 2013
Entwickler: 4A Games
Publisher: Deep Silver
USK: Ab 18 / keine Jugendfreigabe
Genre: Action / Ego-Shooter
Tags: Metro | Metro 2033 | Metro 2034 | Dmitry Glukhovsky | Schleichspiel

Das verflixte Spiel mit der Paranoia.

Inhalt: Im nunmehr zweiten Spiele-Titel aus der Welt des METRO-Franchise verschlägt es den Spieler respektive die 20-jährige Hauptfigur Artjom erneut in das unübersichtliche und marode Moskauer Tunnelsystem – in dem sich nach den Ereignissen aus METRO 2033 einiges getan hat. Schließlich sind es nun nicht mehr die fremdartigen, als sogennante Schwarze bezeichneten Wesen die für allerlei Schrecken sorgen – sondern in erster Linie die Menschen selbst, die sich in verschiedenen Lagern organisiert haben. Das wäre vielleicht noch kein Problem, würde man die Lösung einer friedlichen Koexistenz anstreben – doch insbesondere die Fraktion der Roten Linie scheint die gesamte Metro für sich beanspruchen zu wollen. Dabei gehen sie recht rigoros vor; erst Recht nachdem in der verlassenen Militäranlage D6 weitere wichtige Ressourcen entdeckt wurden. Von nun an setzen die Roten alles daran, dorthin zu gelangen – auch ohne Rücksicht auf Verluste. Inmitten des verzweifelten Krieges der Parteien findet sich schließlich auch Artjom wieder, der nicht nur allerlei Verschwörungen aufdeckt – sondern auch Kontakt zum offenbar einzigen noch lebenden Schwarzen hält. Auch wenn es sich bei diesem Wesen augenscheinlich um ein sehr junges und unerfahrenes handelt, könnte die einzige Chance auf Rettung eng mit dessen Überleben zusammenhängen…

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Kritik: Auf geht es in die zweite Runde der berühmt-berüchtigten METRO-Hatz – deren Gruselfaktor und einzigartige Atmosphäre schon Spieler des ersten Teils (von 2010, siehe Review) überzeugen konnte. Und das sicher nicht nur da das Spiel eine gewisse, seit Titeln wie DOOM 3 oder DEAD SPACE etablierte Horror-Nische im Bereich der PC-Spiele bediente – sondern auch, da der Titel auf einer Buchvorlage von Dmitry Glukhovsky basierte und dementsprechend auch inhaltlich einiges zu bieten hatte. Gleichermaßen interessant wie gewagt erscheint es da, dass der zweite Teil zwar einerseits direkt an die Ereignisse des Vorgängers anknüpft – davon abgesehen aber wesentlich deutlicher von der Buchvorlage (in diesem Fall METRO 2034) abweicht. Dies erklärt auch, warum man den Titel im Verlaufe der Produktionsphase noch einmal umbenannte. METRO 2034 wurde also nicht grundlos zu einem (etwas distanzierteren) METRO LAST LIGHT.

Doch Moment – hatte METRO 2033 nicht zwei mögliche Enden ? In der Tat war das der Fall, wobei das eine (moralisch gute) etwas schwerer freizuschalten war und als quasi-Gimmick für alle besonders entdeckungsfreudigen Spieler implementiert wurde. METRO LAST LIGHT schließt also an das eigentliche, moralisch eher böse oder zumindest fragwürdige Ende an – eben so, wie es Dmitry Glukhovsky auch in seiner Buchvorlage vorgelegt hatte. Danach geht das neue METRO dann zumindest inhaltlich neue Wege – was sich allerdings kaum auf das eigentliche Spielprinzip auswirkt. So werden sich Spieler des ersten Teils schnell in den Welten des Nachfolgers wohlfühlen; was bedeutet dass sowohl die Handhabung des Spiels auch auch der Horror-Faktor ähnlich gelungen ausfallen. Schließlich ist die allgemeine Atmosphäre des Spiels ähnlich schaurig und zum Schneiden dicht, das Zusammenspiel von dunklen Gängen mit wenigen Lichtquellen und allerlei aus den Schatten hervorbrechenden Gestalten bleibt weiterhin das Aushängeschild der Reihe. Wobei man dieses Mal eine kleine Abschwächung vornehmen muss – in METRO LAST LIGHT sind es nun weitaus häufiger menschliche Widersacher, die dem Spieler die Stirn bieten. Das hat sowohl Vor- als auch Nachteile – doch besehen wir zunächst das perfekte METRO-Erlebnis aus der Spielerperspektive.

Dieses ist vornehmlich dann zu erreichen, wenn man den Titel so spielt als wäre man tatsächlich Teil des Geschehens. Will heißen: man agiert eher vorsichtig und bedacht, bleibt im besten Falle ungesehen, sammelt Informationen und hilft jenen die in diesen unwirtlichen Zeiten in eine Notlage geraten. Immerhin: der gesamte Auftakt, der sich als besonders gelungen herausstellt; unterstreicht dieses Spielprinzip. Die erste Erkundungen und vor allem eine spannende Flucht aus einem Gefängnis (bei der man nicht allein unterwegs ist) gehören zu den wohl intensivsten Momenten, die METRO LAST LIGHT zu bieten hat. Mal schleicht man hier von Schatten zu Schatten, schaltet eine Wache lautlos aus, schießt auf Lichtquellen um noch unsichtbarer zu werden; kriecht in quasi-Zwischensequenzen durch lange Schächte oder kleine Öffnungen – das ist das, was METRO im Kern ausmacht. Eine zutiefst klaustrophobische Atmosphäre und eine absolute Ungewissheit bezüglich dessen wie es weitergeht runden das Ganze ab – und vermögen es nur allzu schnell, den Spieler in den Bann zu ziehen. Selbst für den ein oder anderen eher lockeren Moment ist gesorgt – der erste Begleiter des Spiels hat diesbezüglich so einiges auf den Lippen.

Und es geht weiter, denn glücklicherweise haben die Macher auch weiterhin an den ureigenen Features des ersten Teils gebastelt und gefeilt. Nach wie vor hervorragend ist die Lösung bezüglich aller Anzeigen und des Inventars gehalten – auf das man im höchsten Schwierigkeitsgrad (dem sogenannten Ranger-Modus, mit dem es nach der Veröffentlichung einige Marketing-Probleme gab) sogar gänzlich verzichten muss. Das ist indes genau so beabsichtigt und erweist sich als zusätzlicher Atmosphäre-Kick. So gilt es stets, die Armbanduhr mit der Luftanzeige im Auge zu behalten, wann immer es geht Munition zu sparen und ein Gespür für den richtigen Moment einer (Not-)Heilung mithilfe der schnell gesetzten Spritzen zu entwickeln. Besonders genial wird METRO LAST LIGHT spätestens dann, wenn es um die ausgebauten Features wie die Gasmaske geht – die man nur allzu häufig von Blut oder Schlamm befreien muss; oder im Extremfall (bei starken Beschädigungen, die das Sichtfeld eisnchränken) komplett tauschen sollte. Mehr als spannend ist auch die neue Funktion des (realistisch anmutenden) Feuerzeugs – mit dem man sich nun durch undurchdringliche Spinnweben brennen kann. Eine recht breite Ansammlung von allerlei herumkriechendem Getier und gut gesetzte Schock-Effekte machen eines klar: man merkt, mit wieviel Liebe zum Detail die Entwickler gearbeitet haben. Und sicher auch, wie sehr sich vergleichsweise kleine Gimmicks auf die Atmosphäre eines Spiels auswirken können.

Denn auch andere Maßnahmen wie die Zeichnung des Alltagslebens der NPC’s fallen im direkten Genre-Vergleich geradezu kultverdächtig aus. Es ist schlicht beeindruckend, wie viel Arbeit die Entwickler selbst in quasi-Randgeschehen wie diese gesteckt haben. Ein Durchqueren einer Quarantäne-Station avanciert so beispielsweise zu einer wahren emotionalen Odyssee voller Eindrücke und der Formung des Willens; unbedingt etwas an der Situation in der Metro ändern zu wollen. Jene Elemente würden aber sicher nur halb so gut wirken, hätte METRO LAST LIGHT nicht auch eine mehr als zufriedenstellende Soundausgabe zu bieten. Die Sprecher erscheinen sehr atmosphärisch (auch wenn man in der deutschen Fassung leichte Abstriche machen muss), der Soundtrack ist stimmig und wohl dosiert; und die Umgebungsgeräusche sind einfach nur fulminant. Eben weil man an jeder Ecke mit neuen, ungewissen Eindrücken konfrontiert wird – was den allgemeinen Horror-Faktor um ein vielfaches steigert. Wie natürlich auch die insgesamt gelungene Implementierung der verschiedenen Gegner-Kreaturen – die meistens eher aggressiv agieren, andere Male aber auch abgelenkt sind und beobachtet werden können. Besonders markant fällt hier ein spezieller, Insekten-artiger Gegnertyp aus; den man nur schwer mit Waffengewalt bekämpfen kann – stattdessen reagiert er empfindlich auf Licht. Und das erfordert wiederum neue Taktiken.

Und doch gibt es in und mit METRO LAST LIGHT dezente Probleme, von denen besonders eines auffällig ist. Entscheidet man sich gegen die eher schleichende Spielart und ballert sich von Abschnitt zu Abschnitt; gibt es im Spiel teils erhebliche Atmosphäre-Einbußen. Und das liegt wider Erwarten nicht allein daran, dass die andere Spielart vom Prinzip her stimmiger ist und dem Spieler schlicht mehr zu bieten hat – sondern auch daran, dass der gesamte Shooter-Part nicht besonders stimmig ausfällt. Im Gegensatz zu DEAD SPACE beispielsweise erfordern die verschiedenen Gegnertypen (die sich ohnehin in Grenzen halten) nur selten unterschiedliche Vorgehensweisen, oftmals gilt es nur stupide draufzuhalten. Eine nicht immer ganz fehlerfreie KI besonders auf Seiten der menschlichen Widersacher und allerlei Script-Momente, die ein vorzeitiges Ausschalten von Gegnern (insbesondere Zwischenbossen) verhindern rundet das Ganze ab – sodass METRO LAST LIGHT nicht unbedingt als guter Shooter, sondern vielmehr als außergewöhnliches Schleichspiel bezeichnet werden sollte.

Betrachtet man diese Tatsache, sollte die Entscheidung eigentlich leicht fallen – man sollte tunlichst alles daran setzen, METRO LAST LIGHT auf eine gemäßigt-bedächtige Art und Weise durchzuspielen. Allerdings, und das ist die Crux; könnte einem eben das nicht immer leicht fallen – was zwei Gründe hat. Zum einen wäre da der moralische Aspekt zu nennen: das Spiel hat wie der Vorgänger zwei mögliche Enden und ‚belohnt‘ den Spieler in vielerlei Hinsicht, wenn er sich moralisch korrekt verhält. In Anbetracht der reichlich skrupellosen Charaktere aber könnte es dem Spieler einstweilen schwerfallen, friedlich zu bleiben – beispielsweise wenn es darum geht, einen Charakter entweder zu töten oder zu verschonen, der den Spieler zuvor mehrere Male hintergangen hat. Und, der ganz nebenbei auch noch am Tod unzähliger unschuldiger beteiligt ist. Die entstehende Problematik ist offensichtlich: vielleicht würde man sich als Spieler eher für die moralisch bedenkliche Variante entscheiden, weil es sich richtiger anfühlt – doch der Gedanke daran, dass das Spiel somit einen anderen Ausgang nach sich ziehen würde, hält einen davon ab. Dies ist natürlich nur ein einzelnes Beispiel – wovon sich im Spielverlauf viele weitere finden. Nicht selten wird man hier aus der intensiven Spielatmosphäre herausgerissen, schlicht indem man sich fragt was das Spiel von einem erwartet – und nicht, was man selber tun würde.

Dies zum moralischen Aspekt – ein weiterer, der einen darin hindert das Spiel möglichst frei und unvoreingenommen durchzuspielen, folgt sogleich. Hier handelt es sich schlicht um regelrechte Design-Pannen oder zumindest Schwächen, die dafür sorgen dass so mancher Abschnitt mit einem gewissen Frustpotential einhergeht. Besonders auffällig ist hier ein Abschnitt, in dem man sich mithilfe eines Schienenfahrzeugs fortbewegen muss. Dies steht dem eigentlichen Schleich-Prinzip nicht nur diametral entgegen und wirkt stellenweise etwas unglaubwürdig; es weist zusätzlich erneut darauf hin dass METRO LAST LIGHT streng linear aufgebaut ist und dem Spieler nur wenig Entscheidungsfreiheit zugesteht. Am Knackpunkt jener Passage steht schließlich an anderes Schienenfahrzeug im Weg – ein Rammen ist nicht möglich. Man muss also absteigen und den Weg freimachen, was in der Schleich- bzw. nicht-tödlichen Variante arg mühselig ausfällt. Die eigentliche Frechheit aber folgt erst. Entscheidet man sich zu diesem Zeitpunkt, gänzlich auf das Gefährt zu verzichten, steht man viele Minuten später vor einer Wand – die man nur mit dem Fahrzeug durchbrechen kann. Und was geschieht, wenn man erst einmal zurückgelaufen ist und mit voller Wucht eben jene Barriere durchbricht ? Exakt, das Fahrzeug gibt den Geist auf und bleibt als Schrotthaufen zurück…

Unglücklicherweise ist METRO LAST LIGHT nicht gänzlich vor derlei Frust-Momenten gefeit – später gilt es beispielsweise an einer Art Fluss durchzuhalten, bis ein Fährmann kommt. Und obwohl der Raum vorher verlassen schien, kommen urplötzlich allerlei Kreaturen aus ihren Höhlen um den Spieler zu traktieren. Natürlich gibt es dann auch keinerlei Möglichkeit sich zu verstecken oder zu verbarrikadieren; natürlich kommen die Gegner hinsichtlich ihrer Masse und des Timings schön portioniert daher. Kurios: später gibt es an einem Holzfahrstuhl eine ganz ähnliche Situation, bei der man erst weiterkommt wenn man alle unglaubwürdig gespawnten Gegner erledigt hat.

Weitere Schwächen finden sich dann sowohl in der Schleich- als auch der Rambo-Spielart: das Ingame-Shopsystem ist verdammt mau, in den belebteren Abschnitten gibt es nur verdächtig wenig zu entdecken, eine Interaktion mit den NPC’s ist so gut wie nie möglich. Auch die Tatsache, dass der Hauptprotagonist ein eher stiller Zeitgenosse ist (was noch untertrieben ist) macht es nicht unbedingt besser. Dabei wäre es verdammt interessant, in einem METRO-Spiel auch mal etwas ausführlichere Dialogoptionen zu haben. Wobei sich die Antworten wiederum auf das Moralsystem auswirken würden… was allemal besser wäre als in der derzeitigen Form, wo selbst ein Zupfen an einer herumstehenden Gitarre zu einem Erfolgserlebnis im Sinne des Spiels deklariert wird.

Bleibt nur noch das eigentliche Ende des Spiels – welches sich ebenfalls nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Zum einen, da es sich gefühlt etwas in die Länge zieht (man weiß eigentlich schon recht früh, wer welche Pläne verfolgt) und man vielleicht ein klein wenig zu lang mit seinem neuen Freund unterwegs ist – und zum anderen, da dem Spieler zum Schluss einige heftig überzeichnete Baller-Einlagen aufgezwungen werden. Hier krachen dann nicht nur Züge durch Wände, es stürmen auch unzählige Gegner und Kameraden in den (sinnlosen) Tod; und eine kleiner Trupp von gepanzerten Männern mit Schilden geht erst nach gefühlten 30 Handgranaten in die Knie. Es ist also nicht ganz leicht mit METRO LAST LIGHT – einem Titel, der viele Stärken aber eben auch (grundsätzlich vermeidbare) Schwächen auffährt. Einen weiteren Überblick über alle potentiellen Positiv- und Negativaspekte versucht die folgende Aufstellung zu geben:

<Handlung und Präsentation
  • Packende Endzeit-Geschichten aus der Moskauer Metro
  • Was ist gefährlicher – das Fremde, oder die Menschen selbst ?
  • Stimmige Monologe bei absolvierten Levels
  • Atmosphärische Dialoge und Alltagsgeschehen
  • Außergewöhnliches Zweiergespann gegen Ende des Spiels
  • Im Spiel leidlich stummer Hauptcharakter
  • Handlung tritt teilweise auf der Stelle
  • Kaum neue Informationen zu den Schwarzen

7.5/10

Grafik und Design
  • Herrlich düster-dystopischer Gesamteindruck
  • Markantes Spiel aus Licht und Schatten
  • Viele Details
  • Hübsche Wetter-, Feuer-, Wasser- und Explosionseffekte
  • Mischung aus engen Tunneln und Außenarealen
  • Tolle Flashbacks
  • Schaurige Monster
  • Charakterdesign etwas altbacken
  • Stellenweise einfallsloses, monotones Leveldesign
  • Unsichtbare Levelgrenzen oder Hindernisse

9.0/10

Sound
  • Lebendige, Gänsehaut-erzeugende Umgebungsgeräusche
  • Stimmiger Soundtrack mit Grusel-Flair
  • Größtenteils gute Sprachausgabe…
  • … mit kleineren Schwächen hinsichtlich der deutschen Fassung

9.0/10

Spielwelt, Umfang und Atmosphäre
  • Fesselndes Szenario, stimmige und lebendige Metro-Welt
  • Exzellente Features (Gasmaske, Feuerzeug, Krabbeltiere)
  • Auflockernde Fahrzeugpassagen (Schienenwagen, Boote)
  • Atmosphärische Schleich-Momente
  • Ungeschönte Brutalität
  • Unterschiedliche Gegner erfordern nur selten unterschiedliche Taktiken
  • KI ist nicht immer fehlerfrei, glaubwürdig und fordernd
  • Allgemein zu wenig Interaktionsmöglichkeiten
  • Keine Dialogoptionen oder größere Entscheidungsfreiheit
  • Aufgesetzte Verteidigungsmomente und Bosskämpfe
  • Die Theateraufführung ist eher langatmig
  • Diverse erotische Momente wirken aufgesetzt und fehl am Platz

4.5/10

Bedienung, Balance, Bugs
  • Verschiedene Schwierigkeitsgrade
  • Fordernder Ranger-Modus
  • Unkomplizierte Menüs
  • Geringe Ladezeiten
  • Glaubwürdiges Inventar
  • Unglaubwürdiges Moralsystem
  • Spiel ist an Steam gebunden
  • Maue Grafikoptionen
  • Kein freies Speichern, nicht immer faire automatische Speicherpunkte

8.0/10

Ungefähre Spielzeit in Stunden: 15

Fazit: METRO LAST LIGHT ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits schafft man es durchaus in die Fußstapfen des gelungenen Vorgängers zu treten, entwickelt sich entsprechend weiter – andererseits tritt man dennoch auf der Stelle; und sei es nur gefühlt. Wirklich spannend ist die neue Story nicht; zumindest wesentlich weniger spannend als das was man im ersten Teil präsentiert bekam – und einige Spielabschnitte legen es schier darauf an, für ein größtmögliches Frustpotential zu sorgen. Fakt ist aber auch dass METRO LAST LIGHT deutlich besser abschneidet, wenn man es im (guten) Schleich-Modus spielt und über die ein oder andere KI-Schwäche hinwegsieht – geht man eher wüst vor, bleibt nicht mehr viel von der ureigenen Atmosphäre des Spiels übrig. Allein diese Tatsache beschneidet den Spieler zusätzlich in seinem ohnehin stark eingeschränkten Handlungsfreiraum, und macht das Ganze zu einer sehr linearen Angelegenheit. Etwaige Umwege zu nehmen oder alternative Lösungswege anzuberaumen ist somit nur äußerst bedingt möglich – und zu entdecken gibt es auch nicht wirklich viel. Somit bleibt METRO LAST LIGHT ein verdammt gut aussehender, technisch fast perfekter und zumindest potentiell enorm atmosphärischer Schleich-Shooter – der sich hinsichtlich seines Action-Parts durchaus eine Scheibe von DEAD SPACE hätte abschneiden können. Und warum man ausgerechnet in der rauen METRO keine eigenen Waffen oder Gegenstände herstellen oder zumindest vernünftig mit NPC’s handeln kann, bleibt wohl ein ungelöstes Rätsel. Vielleicht aber auch nur bis zum nächsten Teil…


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„Nicht mehr so stark wie der Vorgänger, aber noch immer etwas besonderes.“

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