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Tipps / Leitfaden Zur Slideshow-Erstellung In 7 Schritten

Slideshowtippsinvert

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht ? An dieser Stelle möchte ich allen potentiell Interessierten einmal meine Methodik vorstellen, die grob zum Einsatz kommt wenn es um die Erstellung einer Slideshow geht. Wichtig: da der Begriff Slideshow dehnbar ist, möchte ich darauf hinweisen dass sich alle folgenden Schritte erübrigen wenn man auf eine simple Aneinanderreihung von (Einzel-)Bildern aus ist. Dieser Leitfaden bezieht sich eher auf Slideshows, in denen auch oder sogar ausschließlich kurze Videoclips zum Einsatz kommen; sowie allerlei Effekte und Verzierungen die das Ganze mit einem bestimmten Wiedererkennungswert versehen. Im Gegensatz zu reinen Bilder-Shows werden hier also vor allem Begriffe wie das Schneiden und Organisieren von Videoclips eine Rolle spielen – was gerne mal mit einem gewissen Zeitaufwand einhergehen kann. Vielleicht ist die folgende Aufstellung ja für den ein oder anderen hilfreich – oder kann zumindest nachvollziehbar machen, wie ich in Bezug auf meine Slideshows vorgehe. Zunächst wird eine relativ einfach gehaltene Auflistung aller einzelner Schritte folgen, die mit entsprechenden (und weitaus ausführlicheren) Fußnoten versehen sind.

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1. Vorbereitung
– Brainstorming-Phase. Ungefähres Konzept erstellen, Ideen sammeln [1]
– Passendes Musikstück wählen [2]
– Beginn mit Ressourcen-Sammlung [3]
– Je nach Ressourcenlage auf ein Bildseitenverhältnis / eine Qualität (SD, 720p, 1080p) festlegen [4]

2. Intro erstellen [5]

3. Komplette Spieldauer der Show (nach Länge des Audiotitels) füllen [6]
– Clips auswählen
– Clips halbwegs exakt zurechtschneiden
– Clips möglichst stimmig aneinander reihen

4. Feinabstimmung (essentiell) [7]
– Zoom-Faktor / Bildseitenverhältnis der einzelnen Clips anpassen, Qualität überprüfen
– Exaktes Timen der Übergänge und Länge der einzelnen Clips anpassen

5. Feinabstimmung (kosmetisch) [8]
– Übergänge gestalten / anpassen / individualisieren
– Versehen der einzelnen Szenen mit zusätzlichen Effekten, wie z.B.
– Farbkorrekturen / Schärferegulierung / Zoom-Experimente / Lichteffekte

5. Outro erstellen [9]
– Alle verwendeten Ressourcen angeben

6. Video rendern und Ergebnis überprüfen [10]

7. Video hochladen und präsentieren.

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  1. Je einzigartiger und vielleicht auch spezifischer das Konzept, desto besser. Slideshows, in denen zu viele verschiedene Eindrücke zusammenkommen, könnten problematisch werden – müssen es aber nicht. Es kommt eben ganz auf das handwerkliche Geschick an. Sehr gut funktionieren Slideshows, die sich auf ein ganz bestimmtes Thema beziehen – wie etwa eine Slideshow über Fahrzeuge, die Natur, die Liebe; einen bestimmten Film, ein bestimmtes Filmgenre und so weiter.
  2. Der gewählte Audiotrack definiert die Slideshow, und sollte daher mit Bedacht ausgewählt werden. Es wird jedoch zur allgemeinen Vorsicht angeraten, wenn es um die Verwendung urheberrechtlich geschützter Inhalte geht. Während die einzelnen Elemente der Videospur (eben weil sie so kurz sind) schon eher über das sogenannte Fair-Use-Prinzip laufen, kann es bei einem zusammenhängenden Musikstück schon etwas kniffliger werden. Gar keine Probleme hat man, wenn man frei verwendbare Musikstücke wählt die sich so zahlreich im Internet finden – doch wäre es nur allzu verständlich, wenn man eher sein Lieblingsmusikstück verwenden möchte. Hier gilt es dann entsprechend vorsichtig vorzugehen und sich wenn möglich eine entsprechende Erlaubnis einzuholen. Doch ganz egal was man macht – man sollte den verwendeten Titel immer angeben, ob in der Slideshow selbst oder als Fußnote unter dem Video. Schlicht weil es sich so gehört, es eine Zuordnung leichter macht – und man das Ganze so eher in Richtung einer Promotion / Werbung für den Künstler bewegt.
  3. Beschränkt man sich nur auf eine Materialquelle (d.h. einen einzelnen Film), kann man sich kaum verzetteln. Man sollte sich aber überlegen, ob man sich auch grob an der Dramaturgie des Originals orientiert und Szenen nicht beliebig durcheinanderwürfelt. Wenn man mehrere Quellen verwendet und das Ganze eine Art Kompilation werden soll, gilt: je breit gefächerter und qualitativ hochwertiger die einzelnen Szenen, desto besser. Dennoch sollte man darauf achten, dass die einzelnen Szenen zueinander passen; sei es thematisch, optisch oder rein interpretatorisch.
  4. Es ist wichtig sich auf ein bestimmtes Mittel / einen bestimmten Standard festzulegen, damit ein rundes Ergebnis entsteht. Slideshows, bei denen das Bildseitenverhältnis plötzlich wechselt oder die Qualität der einzelnen Szenen markante Unterschiede aufweist (wenn beispielsweise selbst das minderwertigste Material auf 1080p hochskaliert wird), wirken einfach nicht stimmig und vor allem laienhaft. Ein Herunterskalieren ist dagegen oft problemlos möglich – wenn nicht alle Materialien in einem bestmöglichen Format vorliegen, könnte ein Mittelweg helfen. Doch wäre es vorteilhaft, wenn das Ergebnis mindestens einem 720p-Standard entspricht – und auch auf allen modernen Fernsehern genossen werden kann. Clips, die dieser Anforderung nicht entsprechen, können noch immer mit einigen Tricks aufbereitet werden (durch kaschierende Effekte, Überlagerungen etc) – doch sollten diese wenn nötig über Bord geworfen werden.
  5. Das Intro ist wichtig, aber nicht so wichtig wie alles darauf folgende. Hier sind etwaige Spielereien durchaus erlaubt – von einem simplen Counter über ein Standbild bis hin zu komplett selbst gestalteten Szenen kann hier so gut wie alles funktionieren. Es wäre dabei immer eine Überlegung wert, den Titel der Slideshow sowie den Autor zu nennen, damit keine Verwechselungsgefahr entsteht und die Show bereits in den ersten Momenten eine eigene Identität erhält. Wichtig ist auch hier: erstellt man das Intro nicht selbst, sind die dementsprechenden Quellen mit anzugeben.
  6. Hierbei handelt es sich um den wohl wichtigsten und zumeist sehr langwierigen Schritt. Man sollte sich entsprechend Zeit nehmen, sich während der Arbeitszeit immer wieder neu inspirieren lassen – und so manches Ergebnis vielleicht noch einmal komplett verwerfen. Wichtig ist, dass die einzelnen Clips schon einmal grob zurechtgeschnitten werden – sodass keine Szenen auftauchen, die man später nicht in der Slideshow haben möchte und die Länge der Clips schon einmal grob mit der des Musiktitels übereinstimmt.
  7. Die essentielle Feinabstimmung befasst sich mit jenem handwerklichen Feinschliff, der die Slideshow erst fertig wirken lässt. Die einzelnen Clips aneinandergereiht zu sehen mag bereits eindrucksvoll wirken – doch ohne vernünftige Übergänge und ein exaktes Timing (welches einstweilen auch in den Bereich der Millisekunden geht) ist man aufgeschmissen. Es kann dabei sehr hilfreich sein, sich an der Rhythmik oder dem Timing der Musik zu orientieren. Beispiel: beginnt ein neuer musikalischer Abschnitt (eine Isntrumentalstrecke, ein Solo, der Refrain etc.) sollte man auch eine neue Szene einstreuen. Auch vieles weitere lässt sich über die Art und Stimmung der Musik herausfinden. Ist die Musik eher schnell, kann man sich schneller Szenenabfolgen bedienen – ist die Musik eher getragen eignen sich dementsprechend auch ruhigere Szenen.
  8. Die kosmetische Feinabstimmung ist ein ebenfalls wichtiger Schritt – vor allem dann, wenn man die Sliedeshow mit einer gewissen Identität versehen möchte. Zwar wäre es auch möglich diesen Schritt komplett zu überspringen – die Folge wäre dann aber eine Slideshow, die leicht mit einem (offiziellen) Filmtrailer oder ähnlichem zu verwechseln ist. Es gilt also, sich vielleicht auch mal etwas auszutoben. Hier und da ein paar Lichteffekte, Schatten, Schriftzüge, Zooms, ein Spiel mit Farbtönen oder auch eine Überlagerung von Clips – je mehr das Ganze aufgepeppt wird, desto mehr Arbeit steckt man rein. Und das macht sich im besten Fall auch beim Zuschauer bemerkbar.
  9. Das Outro ist das wichtigste Element vor dem eigentlichen Abschluss der Slideshow. Es gehört sich einfach, ein solches zu erstellen – vor allem, um den Rechteinhabern der einzelnen Clips einen Tribut zu zollen respektive darauf aufmerksam zu machen, dass man sich im Sinne des Fair-Use-Prinzipes an entsprechenden Materialen bedient hat und nicht beabsichtigt, das Werk als sein eigenes zu bezeichnen. Zwar wird es das quasi, allein durch die neuartige Zusammenstellung – doch ohne die entsprechenden Material- Vorlagen (die man wohl kaum selbst erstellt hat) wäre es gar nicht erst so weit gekommen. Das Ganze hat überdies einen weiteren positiven Nebeneffekt: interessierte Zuschauer können recht schnell sehen, zu was diese oder jene Szene gehört; ein ständiges Nachfragen und / oder Herumraten erübrigt sich.
  10. Die Überprüfung ist der letzte Kontrollschritt vor der eigentlichen Veröffentlichung – auch hier sollte sich noch einmal Zeit genommen werden; wenn nötig reichlich. Vorteilhaft ist es, die Slideshow schon einmal komplett zu rendern und auf eine große Leinwand oder einen Bildschirm zu projizieren – zumindest dann, wenn der Desktop-Bildschirm nicht ausreichend qualitativ und / oder groß ist. Das erlaubt noch einmal eine andere Sichtweise als die innerhalb des Slideshow-Programms, und macht auf mögliche Fehler aufmerksam. Auch kann es hilfreich sein, eine zweite Meinung einzuholen – ein anderer entdeckt möglicherweise bisher noch nicht aufgefallene Fehler oder Unstimmigkeiten. Schließlich kann es nur allzu oft vorkommen dass einzelne Szenen zu hell oder zu dunkel, einige Abschnitte zu hektisch oder zu langsam daherkommen.

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