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PC-Spieletest / Game-Review: DEAD SPACE 3 (2013)

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Originaltitel: Dead Space 3
Entwickler: Visceral Games
Publisher: USA
Land: Kanada
USK: Ab 18
Genre: Action
Tags: Weltraum | Isaac Clarke | Stase | Marker | Monster | Horror

Das Grauen nimmt kein Ende.

Inhalt: Obwohl er mit den vorhergegangenen, mehr als verstörenden Ereignissen um die sogenannten Marker nichts mehr am Hut haben möchte, schickt DEAD SPACE 3 den Ingenieur und Weltenretter Isaac Clarke erneut auf die Reise. Schließlich ist die Erde noch immer in Gefahr, die von den Markern ausgehende Gefahr omnipräsent. Als der immer noch mit seinen Erlebnissen beschäftigte Isaac dann auch noch erfährt, dass seine ehemalige Geliebte Elli Langford bei einer Mission verschollen ist, kann er nicht anders als seinen neuen Auftraggebern zuzustimmen. Bevor er sich jedoch dem eigentlichen Problem widmen kann, sieht er sich mit einem weiteren Problem konfrontiert: eine fanatische Gruppierung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Marker zu beschützen und damit das Ende der Menschheit bewusst herbeizuführen. Natürlich steht ihnen dabei vor allem Isaac im Weg – der als einer der wenigen weiß, wie man die Marker bauen und zerstören kann und welche Gefahr von ihnen ausgeht. Es bahnt sich ein Kampf auf allen Ebenen an: Isaac und sein Team müssen nicht nur zahlreicher mutierter Kreaturen Herr werden, sondern auch der kampferprobten Truppe eines zielstrebigen Sekten-Anführers. Unklar ist indes, von wem die größere Gefahr ausgeht…

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Da ist er also, der mittlerweile dritte Teil des berühmt-berüchtigten DEAD SPACE-Franchise. Berühmt ist es ohne Zweifel – da sich der Publisher Electronic Arts mit jedem veröffentlichten Teil über ansehnliche Verkaufszahlen freuen konnten und sich die Reihe nach wie vor großer Beliebtheit erfreut. Berüchtigt ist es, da die bereits in Teil 1 etablierte Atmosphäre ihresgleichen suchte – und sich Spieler aller Herren Länder in einem Videospiel nur selten so schön haben fürchten können. Vielleicht sogar noch nie – denn im Vergleich zu anderen, ähnlich aufgemachten Genrevertretern wie DOOM oder F.E.A.R. hatte DEAD SPACE seit jeher die Nase vorn. Und das in fast allen Belangen. Aus diesem Selbstbewusstsein haben die Verantwortlichen seit ihrem Überraschungserfolg mit dem ersten DEAD SPACE aus dem Jahre 2008 geschöpft – und schicken sich nach einem ebenfalls sehr guten Nachfolger (2011, Review) erneut an, die Spieler mithilfe des Ingame-Avatars Isaac Clarke das Fürchten zu lehren. Die Frage ist lediglich, ob das Unterfangen auch ein drittes Mal gelingen wird – und unabhängig von der Antwort; mit welchen Mitteln man es versuchte.

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Denn eines ist klar: DEAD SPACE 3 fühlt sich nicht von ungefähr etwas anders an als seine beiden Vorgänger. Dort, wo der Übergang vom ersten zum zweiten Teil noch ohne markante Stilbrüche vollzogen wurde; setzt man im neuesten Ableger explizit auf neue Konzepte. Diese machen sich vor allem in den ersten Spiel-Momenten bemerkbar – und dass so sehr, dass sich die DEAD SPACE 3-Fangemeinde schnell spalten könnte. Die einen werden sich ob der Tatsache, dass das Spiel kaum noch mit den Vorgängern vergleichbar ist ärgern – während die anderen die Anflüge von Innovation, von bisher im DEAD SPACE-Universum unbekannten Spielelementen begrüßen werden. Wer nun Recht hat ist schwer zu sagen – Fakt ist, dass man mit DEAD SPACE 3 einen Spagat zwischen gut funktionierenden alten und zumindest fraglichen neuen Elementen wagt.

Das Problem: auch ganz unabhängig davon, in wie weit man den dritten Teil mit dem zweiten oder ersten vergleichen möchte; fällt insbesondere die Auftaktphase von DEAD SPACE 3 überaus schwach aus. Das heißt sowohl als Nachfolger zweier guter Teile, aber auch als theoretisch eigenständiges Spiel – das inhaltlich ohnehin so geschickt aufgebaut ist, dass man die Vorgänger nicht zwingend gespielt haben muss. Es beginnt bereits damit, dass man die Rolle der anfänglichen Spielfigur nicht lange innehaben wird; es handelt sich um eine Art spielbaren Prolog – bis man nach einem inhaltlichen Zeitsprung wieder in die Rolle der Franchise-Hauptfigur Isaac Clark schlüpft. Auf das erste vor-den-Kopf-stoßen folgt sogleich das nächste: die ersten Spielminuten sind vergleichsweise actionreich und hektisch inszeniert, strotzen vor inhaltlichen Logikfehlern (wie etwa in Bezug auf den Soldaten, der sich in Isaac’s Badezimmer geschlichen hat) – und wissen Fans der Reihe vor allem dadurch zu verunsichern, dass man nun auf menschliche Widersacher schießen soll, schießen muss. Szenen, wie einige der darauf folgenden (wie etwa eine, in der man den Fahrzeugfluss auf einer futuristischen Autobahn stoppen muss) sind dann sogar derart unterirdisch und plump inszeniert, dass man sich ernsthaft fragen muss was aus dem guten alten DEAD SPACE geworden ist. Zahlreiche Script-Sequenzen, in denen man nicht viel mehr machen kann als zuzuschauen oder wild auf Tasten zu hämmern runden den eher faden Ersteindruck des Spiels ab.

Durchhalten lautet die Parole.

Doch nach und nach kann Entwarnung gegeben werden – vorerst. Schließlich besinnt sich das Spiel dann doch noch auf das, was die Reihe im Kern ausmacht, ausmachen sollte. Warum genau es einen derart unglücklichen Auftakt gebraucht hat, das wissen wohl nur die Macher – die (sicherlich negativen) Reaktionen von etwaigen Fans hätte man überall erproben können, nur nicht in einem fertigen Spiel. Sei es drum – spätestens, als man im Spiel auf alte Bekannte trifft und sich wieder einmal in die unendlichen Weiten des Alls begibt, ist es wieder da – das gute DEAD SPACE-Feeling. Sogar mit zusätzlichen Raffinessen: neben dem gewohnten, nach wie vor überaus gut funktionierenden Erkundungsmissionen auf denen man so gut wie immer allein unterwegs ist, bietet sich nun auch die Möglichkeit die Schauplätze der nächsten Missionen auch einmal von außen zu betrachten. So kann man mit einer Art Weltraumfrachter von A nach B reisen, wird mit einem schweren Raumanzug in die Weiten des Alls entlassen – und kann mithilfe der Triebdüsen auf das nächste Ziel zusteuern. Und, die Schiffe selbstverständlich auch an den richtigen Luken betreten. Nicht nur in solchen Fällen ist dabei das altbekannte Navigations-Tool enorm nützlich, das auf Knopfdruck den richtigen Weg zum nächsten Ziel anzeigt. Zwar könnte man dieses als Atmosphäre-Hemmer bezeichnen – doch da kein Zwang zur Nutzung besteht, kann man selbst entscheiden ob man sich hie und da in die richtige Richtung leiten lassen möchte.

Stichwort richtige Richtung: wie schon in den Teilen zuvor sind auch die Welten von DEAD SPACE 3 streng linear aufgebaut – und erlauben es dem Spieler kaum, von den vorgegeben Pfaden abzuweichen. Hierbei handelt es sich abermals m eine Gratwanderung, mit der die Atmosphäre des Spiels steht oder fällt – die allgegenwärtige klaustrophobische, furchteinflössende Atmosphäre macht auch dieses Mal wieder vieles wett, aber eben nicht alles. Denn: wenngleich die Räumlichkeiten einer Raumstation verständlicherweise begrenzt sind und es nicht unendliche viele Möglichkeiten gibt von A nach B zu gelangen, weiß gerade die Überfläche des neuerlichen Eisplaneten in ihrer nur vermeintlichen Weitläufigkeit zu enttäuschen. Begibt man sich nur einige Meter zu weit ab vom vorgegeben (und einzigen) Pfad, stößt man an mal mehr, mal weniger stimmig erscheinende Levelgrenzen – die das teils aufkommende Gefühl der Freiheit ganz schnell wieder zu dämpfen wissen. Schade: auch sonst gibt es nicht viel zu holen in der für DEAD SPACE-Verhältnisse neuerlichen Umgebung, ein paar Wettereffekte und aus dem Eis kriechende Mutanten sind hier schon das höchste der Gefühle. Abgesehen von einer Art Feuerlauf bei dem die Körpertemperatur interessanterweise nicht unter 0 fallen darf, versteht sich – und einem kleinen Bosskampf, der gleich drei Mal hintereinander stattfindet; leider immer nach dem selben Schema.

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Doch DEAD SPACE 3 hat ein anderes, gravierenderes Problem in Form eines Spiel-Elements. Eines, das ebenfalls schon in den Vorgängern enthalten war – nur, dass es nicht so vehement eingesetzt wurde. Die Rede ist vom allgemeinen Scripting-Wahn der Macher – der noch maßgeblich für den ersten Teil und seine so noch nie dagewesenen Schockmomente war. Nun aber verkommt das Ganze langsam zu einer Farce. Jenes Scripting lässt sich dabei auf zwei Ebenen aufteilen: zum einen auf die sogenannten interaktiven Zwischensequenzen (zu denen man so gesehen auch das öfter nötige Klettern an Wänden zählen könnte), und zum anderen auf die Spielwelt selbst – was wesentlich ärgerlicher ist. Wenn selbst die Monster auf dem Eisplaneten so gesehen nur auf den Spieler warten, so gut wie nichts in dem Räumen der Stationen geschieht bis man sie betritt; wenn Türen wie von Geisterhand abgeriegelt werden und daraufhin wieder eine Flut von Gegnern auf den Spieler zukommt – dann fühlt man sich nicht von ungefähr an der Nase herumgeführt. Man steht nicht mehr vor einer verschlossen Tür und fragt sich, wie man weiterkommt oder was als nächstes geschieht – man weiß nun genau, dass man X machen muss damit Y passiert. Dieses Y ist im Falle von DEAD SPACE 3 zusätzlich ärgerlich, schließlich wurden die Gegnerhorden auch zahlenmäßig aufgestockt – das Gefühl einer Bedrohung entsteht nicht mehr wirklich, eher teilt sich das Spiel so in verdächtig ruhige Momente und explizite Dauergeballer-Orgien auf.

Und es gibt weitere fragwürdige Entwicklungen. Da es sich bei DEAD SPACE 3 erstmals um eine Konsolenportierung handelt, ist die Grafik längst nicht mehr so schnittig und atemberaubend wie noch in den Teilen zuvor. Texturen sind oft matschig, die Lippenbewegungen der Figuren sind asynchron, wirkliche Eyecatcher gibt es mit Ausnahme der Boss-Monster nicht. Da die Grafik aber ohnehin nur einer untergeordnete Rolle im Gesamterlebnis DEAD SPACE spielt, gilt es den Blick auf andere Elemente zu richten – aber auch hier gibt es wenig erfreuliches zu berichten. Beispielsweise sind die Neuerungen am gesamten Menü- und Craftingsystem eher unschön. Es beginnt bereits im eigentlichen Hauptmenü, dass nun mit Animationen versehen wurde – schlicht geht anders; ein längeres Durchklicken beispielsweise durch die Grafikoptionen kann schnell zu einer nervlichen Herausforderung werden. Aber auch die Menüs im Spiel, das heißt insbesondere die der neuen Werkbanken; wirken eher unkomfortabel.

Genau das ist ein weiteres, wichtiges Stichwort – schließlich kann man in DEAD SPACE 3 erstmals eine Reihe von selbstgebauten Waffen benutzen. Die Idee erscheint dabei recht verlockend: entweder, man baut sie durch schieres herumprobieren – oder aber anhand von teils verfügbaren, teils in den Levels verstreuten Bauplänen. Immer nötig sind dafür allerlei Teile und Ressourcen, die man ebenfalls in den Levels aufsammeln kann beziehungsweise muss – lässt man alles links liegen, sollte der Munitionsvorrat früher oder später mehr als knapp werden. Doch so schön die Idee ist – die Umsetzung wirkt insgesamt eher halbgar. Viele der zusammengesetzten Waffen ähneln sich entweder stark oder sind schlicht und ergreifend nutzlos. Die Tatsache, dass man lediglich zwei Schießeisen im Gepäck haben darf, macht es da nicht unbedingt besser – man hat als Spieler kaum eine andere Wahl, als sich schnell auf die effektivsten (aber eben nicht potentiell interessantesten oder spaßigsten) Kombinationen zu verlassen. Denn gerade in höheren Schwierigkeitsgraden halten die Gegner einiges aus – was zu einigen merkwürdigen Szenen mit Waffen wie dem Ripper oder dem Flammenwerfer führen kann. Schnell landet man also doch wieder beim altbewährten Plasmacutter – den man immerhin mit einigen Zusatzfeatures upgraden kann, wie auch alle anderen Schießprügel. Merkwürdig: in DEAD SPACE 3 setzt man erstmals auf eine Universalmunition, die sich zwar als praktisch herausstellt – im Endeffekt aber nur zu weiteren Atmosphäre-Einbrüchen führt.

Aber es gibt auch positives zu berichten, in Form von Neuerungen und altbekannten Elementen. Ansprechend sind beispielsweise die neuen optionalen Missionen, die man einfach übergehen kann – oder sie wahrnimmt, um mehr über die Story zu erfahren oder allerlei Gegenstände einzuheimsen. Die scheinen auch bitter nötig, besieht man einmal die neuen Möglichkeiten die sich beim Waffenbau und Aufrüsten des Anzugs anbieten. Analog dazu gibt es auch einen neuen Sucher-Bot, der bei Bedarf vom Spieler ausgesetzt werden kann um herumliegende Teile (die nicht vom Spieler selbst gesehen werden können) einzusammeln. Auch die neuen Rätsel-Einlagen wissen, auch wenn sie sich hie und da wiederholen und einfach gestrickt sind; zu begeistern. Schlicht, weil es stimmig erscheint sich in den ein oder anderen Terminal ‚einhacken‘ zu müssen um die nächste Barrikade aus dem Weg zu räumen.

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Die wenigen positiven Aspekte können jedoch nicht darüber hinwegtrösten, dass DEAD SPACE 3 viele Fehler begeht. Teils eher dezente, zu übergehende – und teils gravierende. Während der Mittelteil des Spiels noch als grundsolide bezeichnet werden kann; und das gerade nach dem überaus schwachen Auftakt – legt man im letzten Drittel oder Viertel doch wieder die alten (aber eben essentiellen) Vorgehensweisen ab und schlägt abermals eine fragwürdige Marschrichtung ein. Wieder konzentriert sich DEAD SPACE 3 auf den nicht wirklich stimmig wirkenden Kampf zwischen Menschen und Menschen, wieder werden dem Spieler Script-Momente noch und nöcher vor die Nase gesetzt; wieder regiert ein purer Nerv-Faktor in Bezug auf die zwischenzeitliche Stille und die absolut vorhersehbaren Kämpfe, in denen es plötzlich überall lärmt und kracht. Der tosende Soundtrack als ehemals stimmiges Stilmittel verliert dabei ebenfalls schnell seine Wirkung; schlicht weil er zu oft und zu penetrant zum Einsatz kommt.

Gerade in den höheren Schwierigkeitsgraden wird es auch nicht ausbleiben, dass die Spielfigur das ein ums andere Mal ihr Leben lässt. Das wird zwar immer noch schön makaber inszeniert, nervt aber des öfteren – da man nur selten aus gründen einer verfehlten Taktik stirbt, als vielmehr aufgrund der Tatsache dass einem stets wahre Gegnerhorden entgegentrampeln. Kurios, und einfach nicht mehr glaubwürdig ist dabei, dass in so gut wie allen Fällen auch urplötzlich Gegner von hinten auftauchen. Würde das mal passieren, wäre es der Atmosphäre sicher noch dienlich – doch wenn man stets derartige Überraschungen in gerade erst gesäuberten Gebieten erlebt, wird man schnell enttäuscht. Doch es gibt noch viel mehr in und an DEAD SPACE 3 zu entdecken – negatives, aber auch positives. Die folgende Liste gibt einen Überblick auf alles, was in die eine oder andere Richtung besonders aufgefallen ist:

Inhalt / Story
  • Fortsetzung der Dead Space-Hauptgeschichte mit neuen Wendungen und Enthüllungen
  • In den Levels verstreute Hinweise und Gimmicks mit Hintergrundinformationen
  • Glaubwürdige, lebendige Charaktere
  • Stellenweise etwas unpassend erscheinende Love-Story
  • Wirklich greifbar erscheint das Weltrettungs-Szenario nicht
  • Menschliche Gefahr ersetzt stellenweise das stimmigere Mutanten-Grauen

7.0/10

Grafik / Design
  • Nett gestaltete Boss-Monster
  • Furiose Sterbeanimationen
  • Hübscher Weltraum mit Frackteilen, Minen, Weitsicht etc.
  • Hübsche Lichteffekte
  • Markante Verwebung von Technologie und Creature-Design
  • Teils matschige Texturen
  • Allgemeine Detailarmut
  • Kaum Eyecatcher
  • Levelbegrenzungen wirken streng und aufgesetzt

8.0/10

Sound
  • Glaubwürdige und atmosphärische deutsche Sprecher
  • Lebendige, furchteinflössende Umgebungsgeräusche
  • Schrecklich-schöne Creature-Sounds
  • Effektvolle Waffengeräusche
  • Unterstützender Soundtrack
  • Soundtrack stellenweise zu laut und aufdringlich

9.0/10

Spielwelt, Umfang, Atmosphäre
  • Beklemmende Grusel-Atmosphäre
  • Möglichkeit, verschiedene Ressourcen zu sammeln
  • Stase und Kinese als zusätzliche Spiel-Elemente
  • Optionale Missionen
  • Universal-Munition
  • Kaum taktisches Vorgehen möglich
  • Zu wenig unterschiedliche Gegnertypen
  • Zu viele reine Action-Arcs
  • Geringer Wiederspielwert
  • Streng linearer Aufbau
  • Verpatzter Spiel-Auftakt
  • Menschliche Gegner im Überfluss
  • Überflüssiges Deckungssystem
  • Störende Granatenwarnungen
  • Scripting-Wahn
  • Gegnerhorden statt Einzelkonfrontationen

4.5/10

Bedienung, Komfort, Bugs
  • Einstellbarer, sich deutlich auswirkender Schwierigkeitsgrad
  • Einfache, intuitive Steuerung
  • Spiel lässt sich nur in Verbindung mit dem Origin-Launcher starten (Onlinepflicht)
  • Manche im Spiel enthaltenen Inhalte sind nicht ohne weiteres freischaltbar (nur gegen Kosten oder durch die Mitwirkung anderer, siehe Coop-Missionen)
  • Gespeichert wird ausschließlich automatisch
  • Eher unschöne Menüführung mit überflüssigen Animationen, die schnell nerven können
  • Automatische Speicherpunkte sind oftmals zu selten oder unfair gesetzt
  • In Nebenmissionen wird überhaupt nicht gespeichert
  • Electronic Arts setzt von Anfang an auf käufliche Zusatzinhalte, die den Preis des Spiels indirekt in die Höhe treiben (Stichwort DLC-Politik)

2.5/10

Ungefähre Spielzeit in Stunden: 20

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Fazit: Insgesamt gesehen ist DEAD SPACE 3 eine herbe Enttäuschung – mit einem umso höheren Ausschlag, je mehr man den Titel mit den beiden guten Vorgängern vergleicht. Anstatt sich auf das altbewährte Prinzip zu verlassen, haben die Entwickler zahlreiche Neuerungen eingeführt – die in ihrer Wirkungskraft zumeist ein Spektrum von nervig bis hin zu absolut überflüssig umfassen. So verkommen vor allem der Anfang und das Ende des Spiels zu einem atmosphärisch auf der Kippe stehendem Kuddelmuddel aus Script-Sequenzen und nervigen Action-Einlagen, während das eigentliche DEAD SPACE-Spielerlebnis nur im Mittelteil stattfindet. Immerhin weiß jener starke Mittelteil einige der Schwächen wieder wettzumachen, und verhilft dem Spieler so doch zu einigen intensiven Spiel-Stunden in den weiten des Weltalls und in der Welt der Marker – doch als Ganzes lässt der dritte Teil des Franchise einfach noch zu viele Wünsche offen. Oder sollte man eher sagen, erstmals ? Schließlich kamen die beiden ersten Teile mit weitaus weniger Schwächen aus, vor allem was die etablierte Atmosphäre, die Spiel-interne Mechanik und den allgemeinen Spielfluss betrifft. Es bleibt bei einem guten Horror-Shooter für Zwischendurch – wer eine wirklich intensive, nachhaltige Spielerfahrung sucht, greift zu den ersten Teilen.


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„Weniger Atmosphäre, mehr Hollywood.“

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