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TV-Kritik / Serien-Review: THE WALKING DEAD (Staffel 3)

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Originaltitel: The Walking Dead Season 3
Relation: Fortsetzung der zweiten Staffel
Typ: TV-Serie
Umfang / Laufzeit: 16 Folgen (je ca. 45 Minuten)
Land: USA
Produktion: Circle of Confusion, Valhalla Motion Pictures
Idee: Frank Darabont, Robert Kirkman (Comic), Tony Moore (Comic)
Genre: Drama / Horror / Endzeit
Tags: The Walking Dead | Rick Grimes | Gefängnis | Zombies | Kampf

Staffel 3 | Episodenliste (Deutsche & Englische Titel)

Episode 1 | Die Saat (Seed)
Episode 2 | Rosskur (Sick)
Episode 3 | Zeit der Ernte (Walk with Me)
Episode 4 | Leben und Tod (Killer Within)
Episode 5 | Anruf (Say the Word))
Episode 6 | Auf der Jagd (Hounded)
Episode 7 | Tod vor der Tür (When the Dead Come Knocking)
Episode 8 | Siehe, dein Bruder (Made to Suffer)
Episode | Kriegsrecht (The Suicide King)
Episode 10 | Zuflucht (Home)
Episode 11 | Judas (I Ain’t a Judas)
Episode 12 | Gesichter der Toten (Clear)
Episode 13 | Das Ultimatum (Arrow on the Doorpost)
Episode 14 | Der Fang (Prey)
Episode 15 | Der Strick des Jägers (This Sorrowful Life)
Episode 16 | Stirb und töte (Welcome to the Tombs)

Die Zombie-Hatz wird immer unmunterer

Vorwort: Nun also ist es geschafft – alle 16 Episoden der dritten Staffel von THE WALKING DEAD, der heiß diskutierten und geschätzten Zombie-Endzeitserie, wurden im deutschen Pay-TV ausgestrahlt. Endlich, muss man sagen – schließlich wurde die erste Folge (DIE SAAT) bereits am 19. Oktober 2012 auf FOX gezeigt. Eine nach 7 weiteren Episoden folgende ‚Winterpause‘ sorgte dann für eine entsprechende Verzögerung – erst am 05. April 2013, das heisst vor ein paar Tagen;  schloss man die Staffel mit der 16.ten Episode (STIRB UND TÖTE) ab. So sollte es nun auch nicht mehr lange dauern, bis die Staffel im Free-TV zu sehen sein wird, beziehungsweise das DVD- und BLU-RAY Release erfolgt. Ob es sich allerdings noch wirklich lohnt, einzuschalten – das soll an dieser Stelle versucht werden, zu erörtern. Bevor es jedoch mit der Rezension der neuen Staffel losgeht, empfiehlt es sich; das Review zu den ersten beiden Staffeln anzusehen. Die hier verwendeten Bilder sind (c) by AMC.

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Inhalt: Die Gruppe der Überlebenden um Sheriff Rick Grimes (Andrew Lincoln) steht vor einem dringend erforderlichen Neuanfang. Nicht nur, das Rick mit dem Mord an seinem ehemaligen besten Freund Shane abschließen muss, um weiterhin für das Überleben der Gruppe sorgen zu können – auch eine neue, möglichst sichere Bleibe muss her. Eine Chance ergibt sich, als die umherziehende Gruppe auf ein scheinbar verlassenes Gefängnis stößt – und dort Posten bezieht. Doch tatsächlich treffen sie auf eine kleine Gruppe von Gefangenen, die sich ebenfalls hier verbarrikadiert halten – es kommt zu einem Streit. Letztendlich können Rick und seine Gefolgschaft das Gefängnis für sich beanspruchen – und richten sich entsprechend ein. Doch gibt es mindestens zweierlei sich aufdrängende Probleme: so müssen die Überlebenden auch weiterhin die Umgebung erkunden, um mögliche Bedrohungen auszuschalten, vor allem aber um sich mit Nahrung und dringend benötigtem Zubehör zu versorgen. Doch gibt es ganz in der Nähe noch eine kleine, gesicherte Stadt – die von einem selbsternannten Governor geführt wird, und Überlebenden Zuflucht gewährt. Jener Governor scheint dies aber nicht allein aus Nächstenliebe zu tun – insgeheim schmiedet er dunkle Pläne, und stellt sich letztendlich auch gegen Rick und seine Gefolgschaft, die sich selbst in ihrem neuen Zuhause nicht mehr sicher fühlen können.

„THE WALKING DEAD basiert auf der gleichnamigen Comicreihe von Robert Kirkman, die seit ihrem Start im Jahr 2003 eine stetig wachsende Fangemeinde erobert hat. Für Buch und Regie der dritten Staffel zeichnet erneut Glen Mazzara verantwortlich, der zuvor unter anderem als Executive Producer für Serien wie „L.A. Crash“ und „Hawthorne“ engagiert wurde“ (Quelle foxchannel.de)

Kritik: Es geht also weiter im THE WALKING DEAD-Kosmos. Nachdem insbesondere die erste, und größtenteils auch noch die zweite Staffel für berechtigte Furore – gleichermaßen unter Fans (des Comics) und Neueinsteigern – sorgen konnte, versucht die dritte Staffel an die vorangegangene Erfolgsgeschichte anzuknüpfen. Eine sicher nicht ganz leichte Aufgabe – schließlich laufen viele Serien Gefahr, sich im Laufe mehrere Staffeln regelrecht abzunutzen; ganz gleich wie originell und genial der jeweilige Auftakt (die erste, oder die ersten paar Staffeln) auch ausgefallen ist. Trotz aller Serien-Treue und Liebe zum Zombie-Genre mussten nun auch viele der eingefleischten THE WALKING DEAD-Fans eben dies feststellen – was in Anbetracht eines mittlerweile derart beliebt gewordenen Franchises mehr als nur schade ist. Bei vielen bleibt indes die Hoffnung, dass sich die aufgetretenen Missstände im Zuge der nächsten, bereits angekündigten vierten Staffel wieder relativieren. Sollte man einer Serie wie dieser also diese großzügige Chance geben, und über die teils gravierenden Schwächen schlicht hinwegsehen ? Eine Frage, die ein jeder TV-Zuschauer mit sich selbst ausmachen muss, zweifelsohne – doch die Argumente, die dagegen sprechen, sind überraschend vernichtend.

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Dabei hat alles so schön (das heisst, stilecht und halbwegs originell) angefangen. Die von THE WALKING DEAD gezeichnete Vision einer endzeitlichen Welt, die durch den inszenatorischen Realismus stets greifbar erschien und den Zuschauer quasi selbst mit auf eine Reise um Leben und Tod mitnahm, entfaltete besonders in der ersten Staffel einen enormen Reiz. Dabei konnte man den Charakteren nicht nur beiwohnen, wie sie mit Erschrecken die sie nunmehr umgebende Welt begutachteten, immer auf der Suche nach einer Zuflucht – sondern auch, wie sie etwaige Streitigkeiten unter sich ausmachten und inmitten des Zombie-Wahnsinns versuchten, ihre Menschlichkeit zu bewahren. Etwaige Bewährungsproben, Schicksalsschläge und Charakter-Entwicklungen inklusive – die sich vor allem in der zweiten Staffel, so gesehen dem Ruhepol von THE WALKING DEAD, bemerkbar machten. Die Idee einer halbwegs sicheren Bleibe (einer Farm), auf der die Protagonisten erstmals zur Ruhe kommen konnten, um sich ihren schon bedrohlich schwelenden persönlichen Problemen zu widmen, wurde sehr gut und spannend umgesetzt. Ein Problem war sicherlich auch hier, dass die allgemeine Bedrohung (das heisst, das Phänomen der Zombie-Apokalypse an sich) bereits leicht außen vorgeschoben wurde – und THE WALKING DEAD bereits hier eher stille, dramaturgisch tiefgehende Züge fernab eines emotionsgeladenen Überlebenskampfes annahm. Für Auflockerungen sorgten indes die Ausflüge und die Konfrontation mit anderen Überlebenden, sowie auch die Serien-typischen, harten Action- und Splatterszenen, die vor allem aufgrund des brillanten Kostümdesigns und den Fähigkeiten der Maskenbildner lebten. Was also sollte den Zuschauer in der dritten Staffel erwarten, wenn nicht ein sinngemäßer Aufschwung, eine Fortsetzung der abenteuerlichen Reise auf der Suche nach dringend benötigten Antworten – und möglicherweise sogar einer Lösung ?

Nun ist es kein Geheimnis mehr – leider nicht das eben genannte. Ob es tatsächlich an der Comicbuch-Vorlage liegt, oder schlicht am Bestreben der Macher, das Franchise möglichst lange am Leben zu erhalten (und weitere TV-Staffeln zu rechtfertigen), sei einmal dahingestellt – doch die dritte Staffel von THE WALKING DEAD beinhaltet selbst mit Wohlwollen nur noch ein Fünkchen des ehemals etablierten wortwörtlichen Bisses; der einstigen Originalität, der ehemals so treibenden Spannung und des atemberaubenden Überlebenskampfes. Wenn man schon der zweiten Staffel anlasten konnte, dass der Alltag der Protagonisten einen zu großen Raum einnimmt, und dem Zuschauer so potentiell spannendere Inhalte vorenthalten wurden; so spitzt sich die Lage nun immer drastischer zu. Sicher, eine Serie wie diese lebt auch oder gerade von ihren Charakteren, die eine entsprechende Bühne erhalten müssen – doch keinesfalls sollte man dabei das große Ganze, die eigentliche Idee ausser acht lassen. Die gesamte dritte Staffel beinhaltet nun aber lediglich Charakterporträts und -Interaktionen, noch und nöcher – sowie einige kleinere, meist schnell abgehandelte Action-Elemente. Statt weiter auf das eigentliche Grundgerüst der Story aufzubauen, garnierte man die dritte Staffel stattdessen mit einem zwiespältig zu betrachtenden Element: der Interaktion zwischen zwei Gruppen von Überlebenden, die auch räumlich in zwei Lager aufgespalten sind. Dem Gefängnis mit Rick als Anführer – und der kleinen Stadt Woodbury mit dem Governor Philipp als heimtückischen Charmeur, der erst nach und nach sein wahres Gesicht offenbart.

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Vielleicht ist das gar keine schlechte Idee – doch Bedenken erscheinen berechtigt, wenn sich tatsächlich die gesamte dritte Staffel an jenem Konstrukt hochzieht. Und – überraschenderweise – nicht nur das: selbst das Finale in der 16.ten Episode lässt vermuten, dass diesbezüglich noch kein Ende in Sicht ist. Gehen den Machern etwa die guten Ideen aus ? Anders lässt sich eine Maßnahme wie diese kaum erklären – ausser anhand einer marketingtechnischen Straffungsmaßnahme, die die Handlung auf möglichst viele Folgen ausdehnen soll. Die Folgen sind allerdings absehbar: das Franchise verliert mehr und mehr von seinem Reiz, wird immer uninteressanter – schlicht, da keine treibenden Elemente mehr vorhanden sind, die Gruppe der Hauptprotagonisten nicht mehr vorankommt; und keine Fragen mehr stellt. Es geht nach wie vor ums Überleben, gewiss – doch ist die Luft längst raus, die Zombie-Hatz gerät zu einem reinen Alltagsgeschäft mit den ewig gleichen Mechanismen (Zombies im Vorbeigehen töten, Nahrung organisieren, Schlafplatz sichern). Einem, in dem selbst jene Elemente, die den Zuschauer bei Laune halten sollten, eher nerven. Ein Beispiel ist die gesamte Riege der Charaktere, die immer unsympathischer; und vor allem in ihrem Verhalten unglaubwürdiger wirkt. Die Entscheidungen die getroffen werden, das Ausbleiben von markanten Entwicklungen, die wenigen streitbaren Höhepunkte (Carl ‚erlöst‘ seine Mutter, Rick erlebt merkwürdige Visionen) sorgen für einen zum Serien-Finale hin stetig wachsenden Unmut.

Um aber doch etwas Bewegung in die Angelegenheit zu bringen, setzt man auf einerseits funktionierende, andererseits den Zuschauer verärgernde Methoden. Die sind zumeist im Bereich der Vertröstung zu finden (etwa, wenn Milton kurzzeitig versucht hinter die Geheimnisse der Zombie-Epidemie zu kommen), oder schlicht im launigen Charakter-Sterben. Sollte man also eine Staffel wie diese hier zusammenfassen, hat man immerhin schnell zur Hand, dass gewisse Hauptpersonen unter mehr oder weniger makaberen Umständen (der treffsichere Merle im Rambo-Wahn, der leider nur an der eigentlichen Zielperson scheitert; oder Andrea in einer misslichen Lage, die nach all den Monaten in der Wildnis plötzlich an einem einzelnen Zombie scheitert) das zeitliche gesegnet hat. Doch davon angesehen sieht es wahrlich mau aus – die Tatsache, dass sich zwei Fraktionen im Krieg befinden (und die Bedrohung der Zombies dabei völlig aussen vor lassen) reicht einfach nicht aus, um 16 Episoden sinnig und vor allem spannend zu füllen. Immer, wenn man sich einen Schritt vorbewegt, macht man zwei zurück – das ist ärgerlich, und nimmt der Serie ihren Reiz. Zumal etwaige Fragen, mit denen sich die Charaktere beschäftigen, erst gar nicht hätten aufkommen sollen. So überlegen Rick und seine Truppe doch ernsthaft, ob sie das Gefängnis gegen den Governor verteidigen sollten – realistisch betrachtet (und aufgrund der allen bekannten, gegebenen Umstände) ein unmögliches Unterfangen. Dass sie es dann tatsächlich versuchen, und damit sogar noch erfolgreich sind gleicht einer kleinen Frechheit – die sich fernab einer jeglichen Nachvollziehbarkeit bewegt. Immerhin können sie so auch noch in der vierten Staffel selbiges Gefängnis verteidigen, und weiterhin keine Fragen stellen – wie abenteuerlich und spannend.

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Doch es gibt mehr. Viel mehr, als dass es einer ehemals guten Serie wie dieser hier zuträglich wäre. Ärgerlich ist, dass Carl als vielversprechender (pubertierender) Charakter nicht ausgenutzt wird – und sich seine Rolle auf die eines in sich gekehrten, nörgelnden Kindes beschränkt wird. Obwohl er in einer der folgen anmerkt, dass sein Vater (Rick) als Anführer möglicherweise nicht mehr geeignet wäre, hüllt man seinen Charakter weiterhin in Schweigen – und in eine geradezu unauflösliche Starre, die ihn als Sympathieträger vollends disqualifiziert. Gar nicht erst zu sprechen von den anderen Charakteren, von denen lediglich Merle und sein Bruder Daryl eine gewisse Glaubwürdigkeit versprühen. Alle anderen verkommen zu regelrecht unnützen Randfiguren, die sich geradezu blamieren (und entsprechend nerven) wenn sie dann doch einmal ins Rampenlicht gerückt werden. Das Porträt des Governors als ’neuer Bösewicht‘ ufert einstweilen auch immer weiter aus – und driftet nicht nur ins kaum nachvollziehbare, sondern auch ins kaum erträgliche. Etwaige Logik-Fehler, merkwürdige Zufälle und selten sinnige Handlungen runden das Ganze entsprechend ab. Selbst Michon, die einstige Rebellin mit den Zombie-Haustieren verkommt zu einer willenlosen Marionette – Pfeffer haben die Charaktere also längst nicht mehr, und auch hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit und Sympathie haben sie massiv eingebüßt. Hinzu kommen ärgerliche Logik-Löcher und Unstimmigkeiten, ein Ausbleiben von dringend benötigten Szenen in denen man sich einfach mal ‚Luft‘ macht (sind die Überlebenden im Gefängnis wirklich so zufrieden ?) und ein Finale, das in Sachen Schlechtigkeit seinesgleichen sucht. Wozu hat man denn derart lange auf die Übernahme-Szene (des Gefängnisses) hin gearbeitet – um sie in einer geradezu lächerlichen Darstellung (der schwer bewaffnete, clevere Governor lässt sich in eine Falle locken und wird von 2 oder 3 Bewaffneten verscheucht) verpuffen zu lassen ? Nur, um darauf eine weitere vermeintlich schockierende, reichlich fragwürdige Szene (der Governor rastet aus, und streckt ein paar – das heisst alle, auch wenn es nicht gezeigt wird – seiner Gefolgsleute nieder) folgen zu lassen ? Also bitte.

Versucht man dagegen, die positiven Aspekte der dritten Staffel auszuleuchten; steht man auf einem relativ verlorenen Posten. Lediglich in technischer Hinsicht weiss das Projekt weiterhin zu überzeugen – wenn auch nicht konsequent. Natürlich sehen die Zombies weiterhin beängstigend aus, die Kostüme sind gut gewählt, die Arbeit der Maskenbildner ist beeindruckend; und auch auf Details (wie Schmutz, Schweiss, etwaige Flüssigkeiten und Körper-Innenansichten) wird geachtet. Doch wohin genau ein Großteil des Budgets geflossen ist, bleibt fraglich – schließlich wurden die Schauplätze auf ein absolutes Minimum reduziert, wirklich aufwendige Szenen (wie noch zu Beginn, in der Stadt) gibt es nicht. Es bleiben eine gute Kamera-Arbeit, angenehme Schnitte, eine insgesamt stimmige Optik, gute aber hoffnungslos unterforderte Darsteller, ein akzeptabler Soundtrack. Doch auch hier gilt: der einstige Überraschungs-Effekt ist längst verpufft, eine dringend benötigte Steigerung (z.B. neue, interessante Schauplätze, atemberaubende Sets) ist nicht in Sicht. Ein mit Fallen gespickter Straßenzug, in dem ein alter Bekannter aller Eindringlinge abwehrt; bildet hier die vergleichsweise unspektakuläre Ausnahme. Ansonsten: im Wald und auf verlassenen Straßen muss man wahrlich nicht viel ändern oder abstimmen, um das Ganze hinsichtlich einer Zombie-Tauglichkeit zu trimmen.

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Fazit: Die Rezension ist lang, das Ergebnis ernüchternd – THE WALKING DEAD hat sein Verfallsdatum als eine der besten Endzeit-Zombieserien der Neuzeit mit der dritten Staffel überschritten. Die ehemals wohlfeile Mischung aus einem tatsächlichem Voranpreschen auf der Suche nach Antworten (und einer Lösung), sowie intensiv-glaubwürdigen Charakterporträts weicht einem geradezu stupiden Alltagsgeschehen aus unsinnigen Handlungen, ewigen Nörgeleien und einem unerträglichen (charakterlichen, erzählerischen) Stillstand. Worum es eigentlich ging; gehen sollte möchte man ein gute Serie in einem Setting wie diesem produzieren – ist verlorengegangen. Ein anfangs noch spannender, danach stark in die Länge gezogener Zweikampf der unabhängig von der Zombie-Bedrohung stattfindet (und dabei so verdammt trivial wirkt); bildet das vermeintliche Highlight der dritten Staffel. Und, wenn es ganz schlecht aussieht (was zu befürchten ist) – auch noch der vierten. Wo sind die guten, erfrischenden Ideen ? Wo ist die treibende Action, der beinharte Überlebenskampf ? Wo sind die Twists, die Überraschungen ? Wo sind die glaubwürdigen, herzigen Charaktere ? Sie sind fort – es reicht einfach nicht, hie und da ein paar der Hauptpersonen sterben zu lassen, und den Zuschauer immer und immer wieder frech zu vertrösten. In der nächsten Staffel bestimmt… wohl eher nicht. THE WALKING DEAD ist im wahrsten Sinne des Wortes gestorben, so schade das ist.


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„Da schnarchen selbst die Zombies.“

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4 replies »

  1. Mann kann es auch übertreiben… oder besser gesagt Olli kannst übertreiben, mega langer Beitrag, hab den gerage einem Arbeitsk. gezeugt der hat gefragt ob du Zucker hättest. „Der hat doch Zucker“ hahahah aber 4 von 10 recht schlecht die 3. Staffel.
    müssen unss mal wieder treffen, aber wie immer du meldest dich ja nicht, ich schon und zwar gestern
    bis dann CB aus dem sonnigem WOB 😉

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  2. Wie immer, eine gutgeschriebene Kritik. Du hast auch mit einigem Recht, vorallem was die Langeweile anging! Die Staffel war nicht unbedingt das was man von einer Zombieserie erwartet und grade Carl wurde mir immer unsympathischer! Jedoch um auf Staffel 4 zu kommen. Es wird eine neue Hauptfigur gesucht, das Casting läuft schon, Produktion startet im Mai und im Herbst soll sie die Bildschirme füllen.
    Was Staffel 3 fehlte, war ein Teilnehmer hinter der Kamera der in Staffel 1+2 für diverse Momente verantwortlich war! Laut meiner Information wird er in Staffel 4 wieder dabei sein. Versprochen wurde mehr Action, mehr Blut und es wird wieder auf die Charactere eingegangen, alles was in Staffel 3 fehlte.
    Zum Beispiel wird Carl vor der inneren Entscheidung stehen zu einem gerechten Verteidiger der Gruppe zu werden oder wird er wie der Govenor?
    Ob es eine Schauplatzerweiterung geben wird, weiß ich nicht.
    Woodbury ist mehr oder weniger zerstört und wird wohl nicht oft auftauchen, höchstens um Nahrung und Waffen zu holen. Das Gefängnis ist ein riesiger Ort den man noch so schön ausschlachten könnte mit neuen Sets, denn viel gab es ja wirklich bisher nicht zu sehen dort!

    Man sollte jedoch auf Staffel 4 gespannt sein und im Hinterkopf behalten das es hinter der Kamera wieder energischer zugehen wird!

    Gruß Steini

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    • Danke für die Rückmeldung und die Infos. Ich habe mir zwar – und nach dieser Enttäuschung – vorgenommen, die vierte Staffel nicht zu sehen; doch ich weiss dass meine Neugier einfach zu groß sein wird… von daher, lassen wir uns überraschen. Oder eben nicht 😉

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