Alltägliches (Leben & Blog)

Neue Einheitliche Bewertungsrichtlinien Für Oliverdsw.WordPress

Foto von Alexander Kaiser, Quelle www.http://piqs.de; some rights reserved.

Liebe Leser,

da es in der letzten Zeit vermehrt vorgekommen ist, dass besonders im Hinblick auf den Musik-Bereich einige Alben eine Höchstwertung (10/10) erhalten haben, sehe ich mich nunmehr erneut gezwungen, meine Aufmerksamkeit auf das ‚wie‘ und ‚warum‘ von Bewertungsrichtlinien zu legen. Schließlich kann und soll es nicht sein, dass man bei einer Betrachtung der ‚Spitze‘ des jeweiligen Feldes droht, die Übersicht zu verlieren – hier sollten sich wahrlich nur aussergewöhnliche Werke verewigen können. Es geht also zwangsläufig auch um die Bekämpfung der ‚Subjektivität‘ – das Zurückstellen von allzu persönlichen Eindrücken, von Launen und Affekthandlungen. Auch wenn sich die Begriffe ‚Rezension‘ und ‚Objektiv‘ gegenseitig ausschließen, soll zumindest ein expliziterer Schritt hinsichtlich einer Verbrüderung der beiden Elemente unternommen werden. Dies soll in Zukunft wie folgt geschehen, wobei grundsätzlich zwischen Filmen (sowie Serien, Animes) und Musik unterschieden werden muss.

Neue Richtlinien für die Bewertung von Filmen (jeweils 100 % sind zu erreichen in folgenden Bereichen):

1. Inhalt

  • Was, und vor allem wie wird es erzählt ?
  • Ist der Film seinem Genre entsprecehnd ausreichend actionreich / witzig / spannend / dramatisch […]
  • Bekommt man ein gutes Gefühl für die Charaktere ?

2. Ambition

  • Wie wichtig / unwichtig ist der Film für die Menschheit ?
  • Was will man mit ihm erreichen, will man wichtige Botschaften vermitteln ?
  • Setzt man mit dem Film ein (historisches) Denkmal ?
  • Dient er nur der ‚Geldmacherei‘ ?

3. Originalität

  • Wie originell / neuartig ist der Film, gab es vergleichbares schon vorher ?
  • Werden neue, möglicherweise bahnbrechende Ideen eingebracht ?
  • ‚Traut‘ man sich möglicherweise Dinge, die allgemein verpöhnt sind ?
  • Werden politisch oder gesellschaftlich sensible Themen behandelt ?

4. Darsteller

  • Nach welchen Kritereien wurden die Darsteller ausgewählt ?
  • Wie gut spielen sie ihre Rollen ?
  • Welcher Aufwand steckt hinter der Verkörperung des jeweiligen Charakters ?

5. Akustik

  • Wie gut / stilsicher / abwechslungsreich ist der Soundtrack ?
  • Wie gut passt er zum gezeigten ?
  • Wird er zu penetrant eingesetzt, wirkt er zu hintergründig ?
  • Wie ‚echt‘ wirken die Soundeffekte ?
  • Gibt es eine Elemente, die zur allgemeinen Atmosphäre beitragen ?
  • Wie gut / glaubhaft sind die Sprecher ?

6. Optik

  • Werden besondere Stilmittel eingesetzt ?
  • Dienen optische Elemente als ‚Übertünchung‘ von inhaltlichen Schwächen ?
  • Sind die Schnitte zu hektisch / übertrieben / unpassend ?
  • Wie ist die Bildqualität ?
  • Wird die Kamera nur standarisiert benutzt, oder entstehen Besonderheiten ?
  • Wie hoch ist der Aufwand (Szenenbilder, Schauplätze, Kostüme)
  • Wie sichtbar ist die Liebe zum Detail ?

So entsteht eine Maximalwertung von 600 %, die demnach nur noch durch 6 (die Anzahl der Kategorien) zu teilen ist. Und voilá – hat man die Endwertung, die einer möglichen Objektivität schon ein gutes stückweit näher kommen sollte. Das Ziel sollte es sein, mögliche persönliche Vorlieben des Autors merklich zurückzustellen und gar nicht erst wirklich zum Tragen kommen zu lassen – auch wenn die einzelnen Bereiche sicher nicht vollständig davor gefeit sind. Für den Musikbereich gilt nun folgendes, leicht abgeändertes Schema:

1. Originalität

  • Wird einfach nur eine oder mehrere Bands kopiert ?
  • Beschleicht einen das Gefühl, etwas ähnliches schon einmal woanders gehört zu haben ?
  • Wenn Bands als ‚Vorbild‘ dienen, macht man ein Geheimnis daraus oder zollt man einen entsprechenden Tribut ?

2. Qualität

  • Wie satt / sauber / zufriedenstellend ist die Produktionsqualität ?
  • Kann man mögliche Mängel verzeihen, da es sich um eine Independent-Produktion oder ein Debütalbum handelt ?
  • Wie versiert werden die Instrumente eingespielt ?

3. Virtuosität

  • Wie komplex sind die Arrangements ?
  • Gibt es ein sinniges Zusammenspiel von Eingängikeit und komplexeren Elementen ?
  • Wie ‚genial‘ wirken die Kompositionen ?
  • Ist die Musik als ‚zeitlos‘ zu bezeichnen, oder wirkt sie zu modern / altbacken ?

4. Das Drumherum

  • Hat das Album möglicherweise ein ansprechendes Cover-Artwork ?
  • Gibt es ein Booklet (mit Infos, Songtexten) zur CD ?
  • Gibt es eine Internetpräsenz von der jeweiligen Band / über die jeweilige Band ?

Gültig ab jetzt !

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