Rezensionen: Filme

Filmkritik: „So Finster Die Nacht“ (2008)

AKA: Låt Den Rätte Komma In
Regie: Tomas Alfredson
Mit: Kare Hedebrant, Lina Leandersson, Per Ragnar u.a.
Land: Schweden
Laufzeit: 114 Minuten
FSK: Ab 16
Genre: Drama / Horror

So finster die Nacht… oder eher so trist die Nacht ?

Inhalt: SO FINSTER DIE NACHT behandelt das Schicksal des 12-jährigen, schwedischen Jungen Oskar (Kåre Hedebrant), der auf seiner Schule als Aussenseiter gilt und so ständig von seinen Mitschülern gehänselt wird. Aber auch sonst scheint er ein recht einsames Kind zu sein – seine Eltern leben getrennt, zu seinem Vater hat er daher nur sporadischen Kontakt. So lebt Oskar tagein, tagaus – bis eines Tages neue Nachbarn einziehen und er in der ungewöhnlichen Eli (Lina Leandersson) zum ersten Male so etwas wie eine richtige Freundin findet. Doch auch diesmal hat die Sache einen Haken, und der ist sicher nicht zu vernachlässigen: Eli ist in Wahrheit ein Vampir, ihr angeblicher ‚Vater‘ jemand der sich um sie und ihren schwer zu kontrollierenden Blutdurst kümmert. Jedoch scheint Oskar als einziger ein besonderes Gespür für Eli und ihr ebenfalls nicht wirklich lebenswertes Dasein zu haben, und sucht dementsprechend kontinuierlich ihre Nähe. Besonders zu Beginn stört das Eli, die in einem Großteil der Menschen nicht viel mehr als eine mögliche Nahrungsquelle sieht. Doch alsbald merkt auch sie, dass Oskar etwas besonderes ist, und versucht ihn so gut wie es geht zu schützen. Aber, kann diese höchst ungewöhnliche Freundschaft halten ?


Kritik: Bei SO FINSTER DIE NACHT handelt es sich um eine Roman-Umsetzung eines recht extravaganten Buches von John Ajvide Lindqvist. Dieses beschreibt die ungewöhnliche Beziehung eines Kinder-Paares, die zum jeweils ersten Male eine echte Freundschaft erleben – mit dem gravierenden Unterschied, dass Oskar ein typischer Aussenseiter-Junge ist, und Eli ein (älterer) Vampir. Die daraus entstehenden Konflikte, Probleme; aber auch schönen und unbekümmerten Kindheits-Momente sind Thema des Buches, wie nun also auch eines dazugehörigen Filmes. Eines sollte jedoch klar sein: wie so oft werden die Inhalte aus dem Buch erheblich gekürzt, abgeändert, oder gleich komplett weggelassen. Das ist schade – und führt unter anderem dazu, dass die filmische Version ungleich viel ‚harmloser‘ erscheint als das Buch. Wer dieses kennt wird wissen, dass es dort einstweilen nicht gerade zimperlich zur Sache geht – und das ist nicht nur auf den Gewaltgrad bezogen. Schließlich werden Hintergründe und Situationen im Buch viel expliziter (und damit auch zufriedenstellender) erklärt. So kann man dort bereits zu Beginn näheres über Eli und ihren / seinen (!) Schutzbeauftragten erfahren, dessen Rolle im Film sich nicht mehr wirklich sinnig erschließen lässt. Warum bleibt er bei dem Vampir, wenn er letztendlich sein eigenes Leben komplett dafür aufgeben muss und es ständig riskiert ? Das Buch hatte hier eine passende Antwort – wenngleich sie kontrovers war, und sich so sicherlich nicht besonders gut für den Film ‚eignete‘.

Sei es drum, man sollte sich nicht ständig an Mängeln bezüglich der (inhaltlich akkuraten) Umsetzung aufziehen, wenn der Film ein gewisses Maß an Eigenständigkeit aufweist und so neue Zuschauerschaften erschließen kann – die dann eventuell auch so interessiert sind, dass sie zum Buch greifen. Aber wie sieht es diesbezüglich wirklich aus ? Auf den ersten Blick recht gut, aussergewöhnlich gut sogar – schließlich handelt es sich bei SO FINSTER DIE NACHT um eine höchst neuartige, ungewöhnliche Mischung aus einer gefühlvollen Coming-Of-Age-Geschichte und einer schaurigen Grusel-Mär. Diese Gegensätzlichkeit führt letztendlich auch dazu, dass dem Film eine merkwürdige Atmosphäre innewohnt (selbst wenn er im Sinne des Buches bereits ‚verharmlost‘ wurde), an die man sich vorerst gewöhnen muss – Szenen mit einer gehörigen, merklichen Emotionalität wechseln sich mit blutigen Bildern ab. Jedoch macht es die Szenerie (Zeit, Orts- und Schauplatzwahl) dem Zuschauer nicht wirklich leicht, sich in das Geschehen und die Situation einzufühlen: das Ganze spielt hier in der Vergangenheit, und noch dazu in einer schwedischen Einöde; sodass erst einmal jegliche Nachvollziehbarkeiten auf Eis gelegt sind. Und auch sonstige ‚Eyecatcher‘, die die Aufmerksamkeit des Zuschauers erhöhen könnten, bleiben aus – grundsätzlich ist der Film äusserst trist und monoton gehalten (zweifelsohne über den künstlerischen Aspekt hinaus), viele Szenen spielen im Dunkeln.

All das wäre nicht wirklich schlimm, würde der Film die Geschichte schlicht ‚gut‘ erzählen. Doch das gelingt dem Regisseur nicht wirklich, zu verworren und vor allem unbestimmt wirkt das Werk. In welche Richtung würde er gehen, was will er erreichen ? Fragen, die in Filmform nicht wirklich sinnig beantwortet werden können. Auch die Darsteller bieten sich kaum als Identifikationsfiguren an, vor allem der männliche Kinderpart (Oskar) wirkt hier recht blass und geradezu teilnahmslos. Wieder drängt sich die Frage auf, wie viel von diesem Eindruck letztendlich auf künstlerisch gewollte Maßnahmen zurückzuführen sind, und wie viel auf blosse Nachsichtigkeit. Im Gegensatz zum Darsteller des Oskar schafft es der weibliche Gegenpart jedoch, Eli ein passenderes Porträt zu spendieren. Eines, dass gleichsam mysteriös, geheimnisvoll; wie auch schockierend ehrlich erscheint. JEdoch schafft es die für den Film arg abgeänderte Story nicht wirklich, diesem Porträt einer starken und interessanten Figur (das ist Eli zweifelsohne) gerecht zu werden. Zu eintönig wirkt das Aussenseiter-Drama, welches lediglich von vergleichsweise über-drastischen Vampireinlagen durchbrochen wird. Hier reiht sich auch die mehr als fade und nichtssagende Musikuntermalung ein, wo ein wenig Mut sicher nicht verkehrt gewesen wäre.

Fazit: Hier wurde viel, viel zu wenig aus einer überaus anspruchsvollen, gewagten und interessanten Buchvorlage gemacht. Weder hat man es geschafft, die Faszination zu transportieren, die grundsätzlich von einem solchen Thema ausgehen muss (sofern es denn gut erzählt daherkommt), noch hat man sich im sonst typischen Sinne um tragende Film-Elemente wie Machart, Spannung, Dramatik oder Aussage gekümmert. SO FINSTER DIE NACHT dümpelt träge und zäh vor sich hin, und man weiss grundsätzlich kaum, mit welcher Daseinsberechtigung. Durch die arge Reduzierung spannender, schockierender oder schlicht neuartiger Elemente wirkt er stark beschränkt – sodass man am Ende das Gefühl hat, lediglich ein Freundschafts-Drama gesehen zu haben. Gut, eines der besonderen Art – doch das war es dann auch schon. Immerhin kann er so doch noch dafür sorgen, dass sich so manch interessierter Zuschauer genauer nach der Buchvorlage umsehen wird – denn der wird den Kinosaal alles andere als ‚zufrieden‘ verlassen. Inhaltlich unausgegoren und orientierungslos, technisch nahe an der unteren Grenze des Erträglichen – und am Ende gar nicht so aufrüttelnd, Fragen-aufwerfend und ’schockieren‘ wie vielleicht angenommen – SO FINSTER DIE NACHT ist ein Film der verspielten Chancen.

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5 replies »

  1. Zu „Let me in“, Vorteile, Nachteile, Unterschiede etc…habe ich ja an anderer Stelle schon geschrieben. Hier nochmal paar Dinge vor allem zum Original.

    Vorab, deine Wertung überrascht mich etwas, aber das zeigt auch, dass dir „Style over Substance“ sehr wichtig scheint. Das sehe ich z.B. auch an den Filmen „Inception“ und „Blade Runner“…die im Grunde einen sehr ähnlichen Tonus haben…aber von dir so gravierend unterschiedlich bewertet wurden das man sich dabei denkt: „Hat das Original das verdient?“. ^^ Und ich finde nein, da die Filme die darauf folgen auch nachhaltig durch die Originale bzw. Inspirationen nachhaltig beeinflusst wurden und du wagst doch tatsächlich, dass der Schüler seinen Meister bezwingen darf…wie respektlos. 🙂

    QOUTE „Dieses beschreibt die ungewöhnliche Beziehung eines Kinder-Paares, die zum jeweils ersten Male eine echte Freundschaft erleben…“ QOUTE OFF

    Stimmt doch zur Hälfte nicht. 🙂

    QUOTE „Eines sollte jedoch klar sein: wie so oft werden die Inhalte aus dem Buch erheblich gekürzt (…) So kann man dort bereits zu Beginn näheres über Eli und ihren / seinen (!) Schutzbeauftragten erfahren (…)Das Buch hatte hier eine passende Antwort – wenngleich sie kontrovers war, und sich so sicherlich nicht besonders gut für den Film ‘eignete’.“QUOTE OFF

    Moment mal…warum stört dich das in der Originalverfilmung…wo zumindest in einer Szene genau das optisch angedeutet wird…während in der Neuverfilmung das ganze komplett unter den Tisch gekehrt wird, außer den schwammigen verbalen Andeutungen von ihm/ihr? ^^

    QUOTE „. Jedoch macht es die Szenerie (Zeit, Orts- und Schauplatzwahl) dem Zuschauer nicht wirklich leicht, sich in das Geschehen und die Situation einzufühlen: das Ganze spielt hier in der Vergangenheit, und noch dazu in einer schwedischen Einöde; sodass erst einmal jegliche Nachvollziehbarkeiten auf Eis gelegt sind.“ QUOTE OFF

    Da widersprichst du dir in der kritischen Auseinandersetzung zu „Let me in“ aber auch irgendwie. 🙂 Sicherlich…wir haben jetzt weder die 80er Jahre in Schweden, aber genauso verhält es sich nicht weniger mit den 80er Jahren in den USA. Du kannst aber „Romeo und Julia“ nicht ankreiden, dass die Handlung in der italienischen Renaissance spielt, ganz unabhängig davon, dass sich Baz Luhrmann an eine Transportierung der Handlung in die Neuzeit gewagt hat. LOL Hollywoodnotiz: spielt der Film nicht in den USA, ist der Film schlecht.

    QUOTE „Auch die Darsteller bieten sich kaum als Identifikationsfiguren an, vor allem der männliche Kinderpart (Oskar) wirkt hier recht blass und geradezu teilnahmslos. “

    Da sind wir uns ja einig. 🙂

    QUOTE „. Hier reiht sich auch die mehr als fade und nichtssagende Musikuntermalung ein“

    Finde ich eigentlich nicht, vor allem das Endthema ist sehr schön.

    Was mich stört, dass du die Originalverfilmung mit dem Buch vergleichst, dieser Aspekt bei der Neuverfilmung aber keine Rolle mehr für dich spielt. Exisitert denn das Buch plötzlich nicht mehr? LOL 🙂

    Wertung: 8/10 ^^

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    • Ohlala, nach dem Beitrag zum Remake nun also auch hier eine ausführliche (Gegen-)Kritik mit einer doch deutlicheren Wertungsabweichung.

      Eines vorab: ich verstehe deine Reaktion und kann die Begründungen nachvollziehen (die somit zu einer Bewertung von 8/10 Punkten führen). Aber noch immer gilt: ich halte das ‚Remake‘ für sehenswerter als das Original 😉

      Nicht nur, weil es – ausnahmsweise – mal eine Art ‚Sakrileg‘ der Marke PRO-Hollywood ist, wie schon erwähnt – schließlich kommt es nicht oft vor, dass ein Remake mit einem Original mithalten oder es gar übertreffen kann. Zumindest sollte es das nicht.

      Doch in diesem Falle haben die Macher einfach vieles richtig gemacht, und das Original vom schwedischen Muff (vor allem optisch) und von allerlei Anleihen des schwülstigen europäischen Dramas (inhaltlich) befreit. Dies geschah sicher auch, um den Film allgemein ‚publikumstauglicher‘ zu machen, was an und für sich eher ein Negativaspekt wäre – doch in diesem Fall tut dem Film die klare Ausrichtung hin zum Horror-Genre sehr gut.

      Das Original schwankte mir hier einfach zu sehr zwischen den verschiedenen Fronten, und konnte sich nicht so recht entscheiden worauf der Fokus eigentlich liegt. Während die ungewöhnliche Charakter-Konstellation ausführlich behandelt wurde (Ausrichtung hin zum Drama) wurde der eigentlichen, aussergewöhnlichen Story-Prämisse so gut wie keine Aufmerksamkeit geschenkt; sondern quasi als ‚Alltag‘ adaptiert. Zwar möchte ich als Zuschauer auch wissen, wie es den Charakteren unter solch unglaublichen Umständen ergehen mag, doch den allgemeinen Mystery / Horror / Okkult-Faktor (wie auch immer man eine weitreichende Vampirgeschichte dieser Art bezeichnen würde) hätte ich schon gerne als etwas gekennzeichnet, was er ist – etwas BESONDERES.

      „Vorab, deine Wertung überrascht mich etwas, aber das zeigt auch, dass dir “Style over Substance” sehr wichtig scheint.“

      Generell nein, im Einzelfall: ja ! 🙂 Wäre dem immer so, hätten hier noch ganz andere Filme eine deutlich höhere Wertung erhalten. Filme, die (m)einen Wertungsolymp erreichen, besitzen zumeist enorme inhaltliche Qualitäten. Oder, kombinieren im besten Fall BEIDES, Inhalt und ‚Style‘ (Handwerk). Weder haben seelenlose, auf Hochglanz polierte Effekt-Streifen hier ein Potential, noch inhatlich anspruchsvolle aber sonst abgrundtief öde inszenierte Werke. Schwierige Streitfälle sind hier Werke, die wie eine Art psychologisches Kammerspiel inszeniert sind. Aber: ein klein wenig sollte man sich die Möglichkeiten des Films / Kinos dann doch schon zunutze machen.

      „Und ich finde nein, da die Filme die darauf folgen auch nachhaltig durch die Originale bzw. Inspirationen nachhaltig beeinflusst wurden und du wagst doch tatsächlich, dass der Schüler seinen Meister bezwingen darf…wie respektlos“

      Jopps, aber das ist der Lauf der Welt^^ Was hat schon noch wirklich Bestand… ‚uns‘ bleibt eben nicht viel Zeit, sodass sie ein jeder bestmöglich zu nutzen versucht. Wenn der Schüler seinem Meister in mancherlei Punkten überlegen ist, so wird er dies auch versuchen auszuleben. Die Frage ist nur, ob er es wirklich ist – oder es nur glaubt, zu sein. Aber allein aus Respekt vor alten, vorgegebenen und etablierten Werten wird heutzutage niemand mehr Halt machen.

      „Moment mal…warum stört dich das in der Originalverfilmung…wo zumindest in einer Szene genau das optisch angedeutet wird…während in der Neuverfilmung das ganze komplett unter den Tisch gekehrt wird, außer den schwammigen verbalen Andeutungen von ihm/ihr? ^^ Was mich stört, dass du die Originalverfilmung mit dem Buch vergleichst, dieser Aspekt bei der Neuverfilmung aber keine Rolle mehr für dich spielt. Exisitert denn das Buch plötzlich nicht mehr? LOL :)“

      Ich bin mir (fast) sicher, dass die Autoren dieses Remakes sich nicht auf das Buch bezogen haben, sondern allein auf den Originalfilm. Bitte korrigieren, wenn das nicht der Fall ist ! Doch dann wären derlei Konflike ja geklärt: Das Remake grefit lediglich die Inhalte des Originalfilms auf, und nicht die gesamte Komplexität des Buches. Diese Aufgabe wäre eigentlich dem ‚ersten‘ und ‚originalen‘ Film vorbehalten, denn irgendwoher muss man seine Inspiration ja nehmen. Demnach wäre das Original eher eine lustlose Interpretation eines offenbar unendlich spannenden Buchstoffes, und das Remake eine zumindest cineastisch komplett ausgearbeitete Fassung desselben gekürzten Stoffes.

      8/10… zuviel ! 😉

      p.s. auch hast Du das Ende nicht in Deinen Auflistungen erwähnt – ich kann nur noch einmal sagen, was für ein MARKANTER Unterschied ! Auch wenn es im Falle des Remakes weitaus deutlicher ausfällt, so regt es doch eher zum Nachdenken und Schwadronieren ein als das öde, emotional kühle Porträt des Originals.

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      • Naja ich kann mir BEIDE ansehen. Was die im Remake gemacht haben ist eine für mich ansprechende Vorlage optisch aufzupolieren, das macht die Idee an sich nun auch nicht innovativer. Ich sehe jetzt schon, wenn „Tod in Venedig“ neu verfilmt werden sollte, wie du zum Remake stehen wirst. LOL Obwohl mir der Film tatsächlich etwas zu schwülstig war.^^ Aber vielleicht gebe ich diesem demnächst (womöglich in HD?) auch nochmal ne Chance. Ich denke man sollte immer versuchen etwas Positives aus dem Gesehenen mitzunehmen, manchmal reicht da ein einmaliges Sichten nicht, das habe ich in der Praxis schon sehr oft erlebt.

        „Ich bin mir (fast) sicher, dass die Autoren dieses Remakes sich nicht auf das Buch bezogen haben, sondern allein auf den Originalfilm. Bitte korrigieren, wenn das nicht der Fall ist !“

        Das mag sein, wenn dieser Film „besser“ sein will, hätte man sich die Mühe machen können nicht einfach alles stupide aus dem dem Vorgänger zu kopieren, sondern auch mal das Buch lesen können oder sich ein Hörbuch dazu besorgen können. 🙂 Aber mir ist schon klar, dass uns der Film nichts neues erzählen will, sondern seine Vorlage dreist einfach nur als Blaupause missbraucht und die Geschichte in eine Art „Eternal LoveStory“ drängt.

        Wie gesagt ich kann beiden Filmen etwas abgewinnen, allerdings fehlt mir im US-Film die europäische Sichtweise. Das mögen „die da drüben“ anders sehen, aber ich persönlich bin nunmal Europäer und kein Amerikaner. ^^ Mir ist die europäische Herangehensweise weitaus sympathischer, die im Gegenteil zu dem ist was du als „Muff“ bezeichnest. Muff ist für mich die sich wiederholende Erzählweise wie sie die aktuelle US-Filmindustrie für sich wohl neuentdeckt hat, ständig Dinge neu zu erfinden, ohne dabei neues erzählen zu wollen. Es IST ein gutes Remake (allgemein besser als vielleicht 90 % seiner amerikanischen Mitstreiter), aber es ist kein neuer Film. Sich die Rechte an dem Stoff zu sichern, damit ihn kein anderer mehr verfilmen kann spricht übrigens an Überheblichkeit für sich selbst. Das nur nebenbei. Ich hätte gerne das Ergebnis gesehen hätte es keine schwedische Vorlage gegeben außer der des Buches.

        „p.s. auch hast Du das Ende nicht in Deinen Auflistungen erwähnt – ich kann nur noch einmal sagen, was für ein MARKANTER Unterschied ! Auch wenn es im Falle des Remakes weitaus deutlicher ausfällt, so regt es doch eher zum Nachdenken und Schwadronieren ein als das öde, emotional kühle Porträt des Originals.

        Das habe ich gerade nicht präsent, was ist DER markante Unterschied?

        „8/10… zuviel ! ;-)“

        Nö. ^^ Egal…es gibt noch mehr Filme über die man streiten kann. 🙂

        Wie hat dir eigentlich „Where the wild things are…“ gefallen? Der wird ständig gelobt, eigentlich jeder der sich mit solchen Filmen beschäftigt, aber ich kann nichts mit dem Film und auch nichts mit der Kühle des Hauptdarstellers anfangen. o.O

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        • Akzeptiert (alles) ^^ !
          Bezüglich des Endes kam es im Remake irgendwie weitaus eindringlicher und, pardon; ‚epischer‘ herüber dass es von nun eben jener Junge sein soll, der sich fortan um das Mädel kümmert. Im Original… wer da nun was (in Zukunft) macht, erschien irgendwie egal^^

          Where The Wild Things Are, ja… habe ich noch in der Entwurf-Liste, eigentlich fertig 🙂 Kann noch etwas dauern, aber ich stimme wohl mit dir überein… hatte rein gar nichts ‚magisches‘ an sich, eher kühl und distanziert.

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