Rezensionen: Serien

TV-Kritik / Serien-Review: STARGATE UNIVERSE (Staffel 2)

Es ist soweit – die zweite Staffel des neuesten Stargate-Franchises steht in den Startlöchern des Free-Tv-Programms. Am 16. März 2011 wird die erste Folge „Intervention“ wie gewohnt im Abendprogramm des Senders RTL II ausgestrahlt. Zur Info: in den USA startete die zweite Staffel bereits im September 2010, die deutsche Erstausstrahlung folgte im Pay-Tv Anfang Februar 2011. Die Abenteuer von Dr. Nicholas Rush (Robert Carlyle) und Co. gehen also wie geplant weiter, wenngleich man annehmen muss, dass es keine dritte Staffel mehr geben wird.

Eigentlich bedeutet das Wort „Fortsetzung“ in Verbindung mit dem Namen Stargate automatisch positives, zumindest war man dies aus der Vergangenheit gewohnt. Besonders die Stargate-Atlantis Staffeln wurden von Staffel zu Staffel kontinuierlich besser, das heisst: technisch versierter, spannender, epischer. Doch wenn sich um die ersten Serien SG1 und Atlantis die Fans noch scharenweise sammelten, so schieden sich an der ersten Staffel von Stargate Universe die Geister. Und das nicht zu Unrecht: denn mit den ersten beiden Serien hatte dieser neueste Ableger nur noch wenig zu tun. Besonders die fraglichen „Neuerungen“ störten alteingesessene Fans, die sich vor allem in einer „zeitgemäßen“ musikalischen Untermalung und in Bezug auf die beinahe amateurhafte Dramaturgie äusserten. Auch auf Oliverdsw.Wordpress findet man eine Review zur ersten Staffel von Stargate Universe – das Urteil fiel aus diesen (und vielen weiteren) Gründen entsprechend schlecht aus.

Wie wird es sich also mit der zweiten Staffel verhalten – haben die Macher die Gebete der Fans erhört und kehren wieder ein wenig in Richtung ihrer „Ursprünge“ zurück, oder bleibt das Ganze eine hysterische Teenie-Show mit Schnulzcharakter, eine billige Sci-Fi-Soap-Opera für Heranwachsende ? Zu wünschen wäre ersteres, auch wenn die Hoffnungen in Anbetracht der „Erschließung neuer Zuschauergruppen“ nicht sonderlich hoch ist. Das Stargate-Franchise bietet nach wie vor ein hohes Potential, zwar nicht für intellektuelle Höhenflüge oder eine ausnahmslos bemerkenswerte Serie – dafür ist der Kult-Faktor schon zu „abgelutscht“ – aber doch zumindest für gute, durchschnittliche Sci-Fi Unterhaltung in fremden Universen. Man müsste eigentlich nur da anschließen, wo Stargate Atlantis aufgehört hat – doch wir werden sehen, ob die zweite Staffel in die gleiche Schublade (und damit endgültig zu den Akten) gelegt werden kann wie die erste. Der neueste Trailer auf RTL II verspricht jedenfalls… noch nicht viel, doch wieder ist es die Wahl der Musikuntermalung welche den „alten“ Fans übel aufstoßen wird… sehen Sie selbst:

Die ersten 10 Episoden wurden bereits in den USA ausgestrahlt. Nach der „Halbzeit“ gab es wie immer einen Break, es wird dort im Frühjahr 2011 weitergehen. Und hierzulande startet man ja auch schon bald. Kommen wir also nun zum Kritik-Teil, bei dem ich zu den jeweiligen Folgen einen kurzen Kommentar verfassen werde. Zusammenfassend kann man schon einmal sagen, dass sich die Schwächen der ersten Staffel (zu zahlreich, um sie hier erneut aufzuzählen – nachlesen) wohl leider nicht in „Luft“ auflösen werden – wenn dem wider Erwarten doch so sein sollte, werde ich dies in den einzelnen Kommentarsektionen erwähnen. Ebenfalls wichtig: da sich die technischen Aspekte (Kamera, Schnitt, Optik; auch Schauspielerei) innerhalb einer Staffel wohl nicht deutlich ändern werden, werde ich diese nicht mehr in den Texten behandeln. Diese Aspekte bleiben also stets auf dem gleichen Niveau – insgesamt und auf die Erfahrungen auf Staffel 1 beziehend, einem eher mittelmässigen (wenn man gerade gute Laune hat). Die unsympathischen Darsteller, die unsympathischen Charaktere, die sinnlosen und hölzernen Dialoge, die allgemeine Trostlosigkeit und Dunkelheit (es ist interessant, mal die Bildergalerien auf der offiziellen Seite zu durchforsten – Pitch Black), die schwachen Effekte… all das bleibt höchstwahrscheinlich bestehen. Es kommt also, wie so oft; auf eine möglichst faszinierende Story an… legen wir los.

Episode 1 – Intervention / Intervention

Diese Folge setzt genau da an, wo die letzte Folge der ersten Staffel aufgehört hatte – setzt also den begonnenen Cliffhanger mit der feindlichen Eroberung der Destiny durch die Luzianer fort.Vielleicht wirkt diese folge allein aus diesem Grund auch nicht wirklich wie eine der zweiten Staffel – zumal sich auch nichts besonderes, „neues“ abspielt. Es gilt das alte Muster: die eine Seite versucht (Destiny-Crew), die andere (Luzianer) auszuspielen, und umgekehrt. Zwischendurch stehen immer mal wieder die Leben von einigen „wichtigen“ Personen auf dem Spiel, was entsprechend dramatisch in Szene gesetzt wird. Nur leider wandelt man damit auf eben den Stargate Universe-Pfaden, die in der ersten Staffel einen Großteil der Ärgernisse ausmachten. So werden einzelne Schicksale von einer gefühlten Priorität über alles andere gestellt, wenn also beispielsweise „nebenbei“ das Universum unterzugehen droht, spielt es keine Rolle wenn ein „Kamerad“ in Gefahr ist (überspitzt formuliert). Natürlich ist es eine höchst humane Einstellung – die, dass jedes einzelne Leben zählt – doch in diesem „Universe“ schlägt die Portionierung dieses Umstandes immer wieder fehl, und zwar gewaltig. Nebenan gibt es noch eine Darstellung eines eigentlichen heiklen Themas (Kindesverlust) serviert, dieses verkommt jedoch zu einem esoterischen Ausflug ohne Sinn und Verstand (auf den wohl ohnehin nicht wieder eingegangen werden wird). Richtig übel wird es dann, wenn zusätzlich die sogenannten „Teenie-Elemente“ aus Staffel 1 wieder einsetzen: das heisst, es geht um Liebe, Beziehungen, persönliche Sorgen… am besten noch untermalt von einem Einheitsbrei-Popmusikstück, wobei wieder mal ein typisches Lied voll ausgespielt wird. Und fertig ist die debile SciFi-Soap-Opera ohne Sinn und Verstand; und vor allem: ohne Spannung und Faszination. Es hat sich also nichts geändert… aber man darf bei 19 noch kommenden Folgen wohl noch hoffen. 3/10 Punkten.

Episode 2 – Aftermath / Nachwirkungen

So groß die Hoffnung nach einer Besserung auch ist, Stargate Universe mag sie immer wieder zerstreuen. Diese zweite Folge der zweiten Staffel ist – aller Wahrscheinlichkeit nach – auch sogleich wieder eine der langatmigsten. Die angekündigten „Nachwirkungen“ beziehen sich auf die neuen Gefangenen an Bord, die Luzianer – die (wie sollte es anders ein) den Machtkampf auf der Destiny verloren haben. Nun rätselt man, was mit den Gefangenen am besten zu tun wäre – eine höchst ermüdende Angelegenheit ohne klaren Ausgang; dafür wird man sicherlich auch noch die nächsten Folgen (oder die gesamte zweite Staffel) in Anspruch nehmen. Zwar gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer, der daraus besteht dass Dr. Rush offenbar weitergekommen ist in Bezug auf die Kontrolle des Schiffes, und sogar eine gezielte Mission zur Erkundung eines Planeten gestartet werden kann. Doch selbiger Ausflug gerät zu einer Exkursion ins wahrlich lächerliche, wieder einmal wird eine altbekannte Situation als Aufhänger für eine ganze Folge genutzt: ein Mitglied der Crew hat außerordentliches „Pech“ und klemmt schwerverletzt zwischen einigen Trümmern (nach dem Gleiter-Absturz). Was folgt, ist leicht vorherzusehen: allerlei Geschwätz und Gefühlsduselei (ich formuliere das so, weil jegliche der „Gefühle“ in Stargate Universe einfach nicht glaubhaft wirken), soll man ihn nun zurücklassen, befreien, oder gar erlösen… ? Dann gab es da ja noch so ein Problem mit dem Stargate des Planeten – kein Problem für unsere Destiny-Cracks. Da wird ein Millionen (?) jahrelang verschüttetes Sternentor mal eben im Umkreis von gefühlten 30 Metern des Absturzortes entdeckt – ein glücklicher Zufall bei einem „normalgroßen“ Planeten – und außerdem kann man noch die Spitze des Tores erkennen. Die 2-3 Meter Schutt und Geröll sind natürlich schnell beseitigt, und das Tor funktioniert ohne weitere Maßnahmen. Warum, weiss niemand so genau – waren es also die paar losen Steine, die das Tor unbenutzbar (und auch nicht ortbar !) machten ? Einmal freigeschaufelt, funktioniert es aber wieder, und alle werden gerettet. Puhhh ! Immerhin gibt es diesmal keine nervtötende Musik zum Schluss; dafür aber die übliche Portion Kamerawackeln, die (absolut übertriebene) allgemeine Dunkelheit und eher schlechte Effekte. Die Darsteller landen endgültig in den untersten Gefilden der Schauspielerkunst, und auch die Charaktere mutieren immer mehr zu reinen Klischee-Bolzen (Young als gewissenloser Fiesling, Eli als hirnloser Obernerd) – falls man mit diesem „immer mehr“ nicht schon zu gnädig ist, schließlich gab es schon eine mehr als trostlose erste Staffel. Null Spannung, langweilige „schon tausendmal gesehen“-Szenen, ein wenig Torbuddelei – 2/10 Punkten.

Episode 3 – Awakening / Angedockt

Die Welt der Destiny-Crew ist dunkel und schwarz. Und dunkel und schwarz. Und… in der Tat wird dieses kleine (technische) „Problem“ wohl nicht gelöst werden. Egal was die Kamera einfängt, immer sind es blasse Gesichter vor einem rabenschwarzen Hintergrund, in dem ausser einige wenige hervorgehobene Dinge alles verschwimmt. Das ist ärgerlich, und lässt einmal mehr die Vermutung aufkommen, dass schlicht vieles „kaschiert“ werden möchte. Es ist fast unmöglich, vernünftige Galeriebilder zur Serie zu erhalten – da es wirklich keine einzige Ausnahme gibt. Andererseits beginnt gerade diese dritte Folge recht gut und spannend: die Destiny entdeckt nach dem Sprung aus dem Hyperraum ein anderes Raumschiff, welches an die Antiker-Bauart erinnert. Daraufhin dockt die Destiny an das Schiff an, und es findet ein Datenaustausch statt – genug Zeit für die Crew, das fremde Schiff zu erforschen. Ja, obwohl die Folge relativ simpel gestrickt ist und eigentlich nur aus düsteren Gegenden (die „gefährlich“ sein könnten) besteht, ist dies wohl einer der spannendsten Folgen bisher. Immerhin, es werden sogar neue Außerirdische vorgestellt, die ein wenig besser inszeniert werden als die erste neue, die „blaue“ Rasse. Leider geht auch hier viel Spannung (und besonders Sinn) verloren: nachdem einige Geheimnisse gelüftet worden sind, scheint – wieder einmal – der Hauptgrund der Mission vergessen, und die Destiny dockt ab. Das war es auch schon in Kürze – ein wenig Energieaustausch hin- und her, einige Außerirdische von denen man rein gar nichts erfährt, Telford der auf dem fremden Schiff zurückbleibt. Es ist so schade – wenigstens diese Folge hätte Potential gehabt, über den sonst so schlechten Qualitätsstandard der Serie zu kommen. Leider kann man kaum eine der hier stattfindenden Handlungen nachvollziehen. Gerade dass die Chance, die Crew könnte nach Hause gelangen so nah lag, Dr. Rush aber besseres im Sinn hatte; beleidigt den Zuschauer – und vertröstet ihn abermals in unendlich langweilige Welten (und auf das Ende der zweiten Staffel). Autsch, immerhin 5/10 Punkten für die aufkommende Spannung die sich spätestens aber der Hälfte der Folge wieder in Luft auflöst. Lustig waren zumindest die Kulissen – wie immer gut und günstig (und höchst minimalistisch), aber halbwegs wirkungsvoll.

Episode 4 – Pathogen / Pathogener Keim

Heute ist die Welt mal nicht nur schwarz, sondern auch ein wenig blau. Das liegt am wahnwitzigen optischen Spiel der Szenen, in denen der Antikerstuhl oder Taschenlampen eingesetzt werden. Aber warum soll Dunkelheit in einem Film oder einer Serie überhaupt von Nachteil sein ? Ein Großteil des Universums ist doch auch „dunkel“… und es funktioniert trotzdem ! Spannender ist es aber wohl allemal – wenn man noch dachte, dass Folge 2 eine eher minderwertige war, so toppt dieses Gefühl bereits die vierte Folge. So schnell kann es gehen – hauptsächlich liegt das daran, dass eine höchst neue Thematik in aus Stargate Universe nun auch in der zweiten Staffel eingeführt wird: die Kommunikations-Steine ! Wenn man dachte, diese (endlos öden, sinnfreien) Tage sind vorbei, dann hat man sich getäuscht. Denn die Crew-Mitglieder haben natürlich auch weiterhin emotionale Bedürfnisse, und sollen ihre „Liebsten“ daheim besuchen können. In einem jeweils anderen Körper, versteht sich. Warum überhaupt ein „Geist“ quer durchs Universum transportiert werden kann, und dass bei jeweils unterschiedlichen Gehirnstrukturen der Menschen, bleibt ohnehin ein ewiges Rätsel. Doch natürlich ersann man sich keine besonders frische Story, wenn schon die Steine wieder ausgepackt wurden. Eli besucht seine kranke Mutter, die gegen Ende sogar mit auf die Destiny darf weil sie all dies nicht glauben kann. Mum, mich gibt’s noch – ach ja, und außerdem gibt es noch mehr als die Erde und unser Sonnensystem, also vergiss deine Depressionen ! Gab es sonst noch etwas nennenswertes… ? In der Tat, der Lieblingscharakter aller Universe-Hasser, Cloe durchlebt gerade die… nein, nicht die Wechseljahre, sondern eine Art außerirdischen Einfluss. Der zwingt sie dazu, nachts schlafzuwandeln und komische Gleichungen aufzustellen. Sehr angetan ist davon Dr. Rush, der mithilfe der (jetzt) geballten Intelligenz von Jammertante Cloe neue Mysterien aufdecken möchte. Die anderen aber halten Cloe nunmehr für eine Gefahr, weshalb sie teilweise weggesperrt (endlich !), teilweise auf den Antiker-Stuhl gesetzt wird. Zwar ist da mal ein Crewmitglied drauf verschwunden, aber das haben ja sowieso alle vergessen. Doch es ist… so spannend… Cloe ist nicht geheilt ! Ach du Schreck… aber vielleicht kann man ja nochmal die Steine benutzen, dann kann sie noch einmal jemanden besuchen. Vielleicht ein Thema für die nächste Folge… ? 1/10 Punkten.

Episode 5 – Cloverdale

Scott wird von einer Art Alien-Tentakel gebissen und infiziert – fortan wuchert eine Ansammlung von Blasen und Mutationen auf seinem Arm. Doch nicht nur das – er verliert auch sein Bewusstsein, und träumt von einer anderen, besseren (?) Welt in der er sich gerade für seine Hochzeit mit Chloe vorbereitet (wie schöööön). Dies erfahren wir allerdings erst, nachdem die Episode schon einige Minuten läuft – schließlich beginnt sie bereits inmitten der Traumwelt, zeigt also keine Vorgeschichte in Bezug auf die Planetenerkundung. Aber auch bei dieser Folge dachte ich: was noch nicht ist, kann ja noch werden – ich ging von einer „schnellen Lösung“ des Problems aus (Scott wieder im Wachzustand), und hoffte auf neue, „spannende“ Aspekte… die Hintergründe der „Tentakel“ betreffend. Da Enttäuschungen bei Stargate Universe nichts neues sind, wird man aber auch in dieser Folge nicht überrascht: die Traumsequenzen werden die gesamte Folge über gezeigt, und erst gegen Ende findet man eine (reichlich abstruse) Lösung. Doch das ist noch nicht einmal das eigentliche Problem: denn das liegt in der Gestaltung und der Bedeutung der Traumsequenzen. Während man über zweitere noch streiten kann (eine Hochzeit im Fiebertraum ? Kein gutes Omen) ist erstere ganz eindeutig schlecht. Inhaltlich passiert so gut wie gar nichts, und dass, obwohl eine „Traumwelt“ eigentlich unzählige Möglichkeiten bieten sollte. Stattdessen träumt Scott relativ klar, und zwar von einem spießigen Kleinstadtleben. Die anderen Charaktere verkommen zu oberflächlichen Witzfiguren (obwohl, das sind sie eigentlich seit der ersten Folge; ich sage immer noch leider), und finden sich nun in familiären Rollen (in Bezug auf Scott) wieder. Das Ganze spielt zwar – ausnahmsweise – mal in einem etwas helleren Ambiente (welch eine Erleuchtung), jedoch kommt die Ausstattung und Szenengestaltung… reichlich dürftig daher. Von miefigen Wohnzimmern in hässlicher 70’s Optik bis hin zu typisch amerikanischen Kleinstadtstraßenzügen – das Ganze ist eine Qual. In erster Linie natürlich für den Zuschauer – aber wohl auch für Scott, der irgendwie zu merken scheint, dass diese Welt nicht „real“ ist. Wie auch immer, Bedeutung hat all dies nicht. Die Folge zeigt einmal mehr, wie sinn- und seelenlos eine Lückenfüller-Episode sein kann, und verspielt dabei noch die letzten Chancen einer Charakter-Profilierung. Denn auch im „normalen“ Leben verhält sich die Universe-Crew einseitig und blöde; nicht einmal ansatzweise kann so etwas wie Sympathie für die Charaktere aufkommen. Ein jeder bleibt Eigenschaftslos, beziehungsweise stellt höchstens eine zur Schau: Scott bleibt der ewig gleiche, glatt geschliffene und höchst langweilige Befehlsausführer, Young bleibt der Typ den man einfach nur hassen kann (obwohl, das wäre bereits ein zu explizites Gefühl für Stargate Universe-Verhältnisse), kurzum: alles ist eindimensional und stinklangweilig. Und simpel konstruiert: Drehbuch und Szenenaufbauten entsprechen wieder einmal der Güteklasse Z. Da kann das reichlich merkwürdige Finale, bei dem zurück auf den Platen geschwenkt wird, auch nichts mehr reissen – im Gegenteil, die hier verwendeten CGI-Effekte sehen sogar noch reichlich daneben aus (die Tentakel-Monster), und in Sachen Hintergrundgeschichte wird erneut auf alles verzichtet. Warum die Crew auf dem Planeten war weiss man nicht, was es mit den Pflanzen auf sich hat weiss man nicht (noch nicht einmal ob es überhaupt welche sind), was genau in den Blutbahnen der Infizierten passiert kann man nur erahnen… das schlimme: es wird wohl auch nie wieder darauf eingegangen werden. Genau hier findet sich ein klarer Unterschied zu den „alten“ Serien: bei SG1 beispielsweise gab man sich noch mehr Mühe hinsichtlich der Erklärungen, und selbst wenn das „Ergebnis“ reiner Stargate-Logik entsprach und trashig wirkte, so war man als Zuschauer zufrieden. Universe dagegen macht sich gar keine Mühe, und ärgert stattdessen mit immer inhaltsloseren Episoden und unveränderlichen Charakteren. Da braucht man ja auch eigentlich nichts mehr „erklären“, wird man nun sagen ? Naja, aber ich dachte, Stargate Universe sei (immer noch, unglaublich) eine SCI-FI-Serie… ohne Spekulationen oder kühne Thesen (in Erinnerung an McKay schwelgend) geht hier nun einmal nichts… obwohl, Drehen kann man immer – nur fällt das Ergebnis entsprechend aus. 1/10 Punkten.

Episode 6 – Trial and Error

Die blauen Außerirdischen kehren zurück… und greifen die Destiny an ! Der Angriff ist so heftig, dass das Schiff dabei schwere Schäden nimmt, und letztendlich in einer grellen Explosion in die Luft (pardon, die Weiten des Alls) fliegt. Wie ist das möglich, da die Staffel ja noch einige kommende Folgen feilbieten wird ? Und warum auf einmal derartige Action-Szenen, wo doch sonst nur allgemeine Tristesse auf der Destiny (und in den Köpfen der Protagonisten) herrscht ? Natürlich, es handelt sich um üble Visionen – wie immer im SGU-Universum, wenn mal halbwegs spannende Dinge geschehen (definitiv mit Ausnahme der letzten Kleinstadt-Schnarchfolge !). Doch diesmal ist der „glückliche“ Visionist Colonel Young, den diese Bilder doch schwer zu schaffen machen. Was ist noch real, und was Fantasie ? Das besondere: die Destiny selbst zeichnet sich, wie sich herausstellt, für die Visionen verantwortlich. Warum und wie genau das möglich ist – das führt allerdings auch schon wieder zu weit ab vom Thema- offenbar, und leider. Denn im Vergleich zur letzten Folge ist eine deutliche Steigerung erkennbar – endlich einmal handelt es sich um eine durchweg spannende Folge, bei der man als Zuschauer durchaus zum miträtseln angehalten wird – ohne dass am Ende eine komplett sinnfreie Auflösung auf einen wartet. Oder noch schlimmer, wie man es von SGU gewöhnt ist: das Ganze wird einfach unter den Teppich gekehrt und nie wieder erwähnt. In dieser Hinsicht gibt es also schon einmal Pluspunkte – ebenso wie für die gefühlt besseren Effekte und die für SGU-Verhältnisse schon atemberaubende Side-Story mit Eli und einer außerirdischen Maid. Natürlich erreichen diese Visions- und auch Liebesgeplänkelszenen nie das Niveau der alten, wahren Stargate-Serien – das heisst, eine jegliche (Selbst-)Ironie oder aufkommende Sympathie für irgendjemanden wird man weiterhin vermissen. Und das wird sich wohl auch kaum ändern. Sei es drum – diese Folge hier könnte vielleicht sogar die bisher beste der zweiten Staffel sein. Man wird halbwegs gut unterhalten, die Soap-Opera gerät ein wenig in den Hintergrund, nur um dann überraschend und mit Obernerd Eli einen wahren Heartbreaker von der Leine zu lassen. Es geht doch… aber natürlich gibt es die üblichen Mängel, die da vor allem wären: Dunkelheit, blöde Schnitte und Eisblock-Charaktere, will heissen: keinen geistig halbwegs bemittelten Zuschauer wird es interessieren, was die Crew dieser Tage durchmacht. Vor allem nicht das Schicksal Cloes, welches sicherlich noch die ein oder andere Folge (13 gibt’s ja noch !) behandelt werden wird… fiese Alien-Akne schön und gut (wäre ja grundsätzlich interessant), doch dieses ewige Hinauszögern und die vermeintlich-moralisch hochtrabenden Zwiegespräche, dazu die höchst betroffenen Blicke… wer’s glaubt, wird selig. Oder, ist ein Fan von SGU. Dennoch, diese bisher beste Folge (applaudier) wird mit einer 6/10 gewürdigt.

Episode 7 – The Greater Good

Der SGU-Aufschwung geht weiter – und zeigt auf, wie diese Serie von Anfang an hätte strukturiert sein müssen, um insgesamt noch als halbwegs akzeptable SciFi-Serie durchgehen zu können. Was wäre das schön… keine Schnulzen-Popmusikstücke in voller Länge, kein soaptauglichen Liebes- und Sexgequatsche (und dessen Ausführung !), keine sinn- und seelenlosen Weltraumtrips mit der Nahrungsversorgung als einzigem Problem (und Ziel), und keine übertriebene Dunkelheit. Moment, letzteres war dann vielleicht doch ein Aspekt zuviel – denn die „Schwärze“ lässt sich SGU wohl niemals austreiben. Was andere vielleicht eine „philosophische Schwärze, die die Dunkelheit und Undurchschaubarkeit der Charaktere, und die Hoffnungslosigkeit der Leere des Weltalls unterstreicht“ nennen würden, würde ich schlicht als einen grundsätzlich misslungenen technischen Aspekt bezeichnen. Man sah es doch an Atlantis – auch mit einer allgemein helleren und freundlicheren Optik lassen sich stimmige SciFi-Settings schaffen. Zumindest angenehmere, als die in SGU – in denen man stets die Hand vor Augen nicht sieht; da die Ausleuchtung nicht einmal bis zur nächsten Raumschiffwand reicht. So ist auch diese Folge hier wieder einmal ein wunderbares Beispiel für ein Schattenspiel ohne gleichen, in optischer Hinsicht zumindest. In Sachen Inhalt aber geht es nun zum ersten Mal – und das nach sage und schreibe 26 Folgen – ans Eingemachte. Einerseits ist das ein freudiges Ereignis, andererseits aber könnte man (gerade durch das ewige Hinauszögern) ein wenig darüber ärgern. Warum nicht gleich – oder zumindest nach ein paar Folgen – so ? Denn in Anbetracht der nunmehr erforschten Geheimnisse der Destiny-Mission hätte die Serie sogleich einen ganz anderen, ernsteren Touch (der endlich auch mal was mit SciFi zu tun hat) erhalten. Die einzige Frage die sich nun stellt ist die: wird dieser Erzählstrang, der eigentlich als Grundlage für die gesamte restliche Staffel dienen sollte, auch weitergeführt ? Oder werden die teils existenziellen Fragen (wie gesagt, nach 26 Folgen ein absolutes Novum in der Serie) einfach links liegen gelassen, und man rätselt weiter, wie man möglichst flott zur Erde zurückkommen würde ? Wer weiss das schon – aber immerhin war in dieser Folge ein Anflug von Mystery, von einem wow-Effekt zu spüren, wie er bisher nicht in der Serie vorkam. Viele der anderen Aspekte liegen natürlich weiterhin brach (technischer Part, Charaktere, schon oft genug erwähnt) – so wirkt aber auch die Heimlichtuerei von Dr. Rush alles andere als Nachvollziehbar. Er will das Unausweichliche ja nicht hinauszögern, sondern gar komplett vermeiden ! Dass das nicht geht, sollte diesem „schlauen“ Kopf doch klar gewesen sein. Aber wie hätte man sonst eine Folge mit einer abermaligen Reiberei von Rush und Young so „rasant“ inszenieren sollen ? Wie die letzte Folge gesellt sich diese hier zum gefühlten SGU-Aufscwhung, und kassiert 6/10 Punkten. Noch nicht mehr, da die Devise lautet: erst einmal abwarten.

Episode 8 – Malice

Nach zwei verhältnismäßig „guten“ Episoden folgt nun eine weitere, die sich auf den ersten Blick positiv abzuheben scheint. Wird die zweite Staffel etwas doch noch ein Überraschungserfolg ? Aber nach und nach: das offensichtlich positive ist in dieser Folge, dass die Handlung (endlich !) mal nicht auf der tristen Destiny stattfindet – sondern auf einem fremden Planten ! Mehr noch: es handelt sich hierbei nicht um die US-Kiesgrube aus einer der letzten Folgen, sondern tatsächlich mal um einen optisch recht ansprechenden Schauplatz im Wüstengewand. Schroffe Felsen, heisser Sand, karge Gräser und ein paar Alien-Büffel – das ist doch mal was. Und tatsächlich tut dieser optische Ausflug der Serie gut, er ist wie eine Offenbarung für die Augen, nachdem man das Eingesperrtsein in einer dunklen Einzelzelle (gefühlt !) für eine so lange Zeit aushalten musste. Doch schließlich richtet es Mutter Natur, und zeigt; wie schön Weltraumausflüge eigentlich sein können. Wobei, bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen – es auch hier viele, vielleicht zu viele Ärgernisse innerhalb der Folge gibt. So bleibt die Inszenierung des Planten selbstverständlich vollkommen trist und trostlos – die Natur (die Felsen) werden lediglich von einem Fiesling dazu genutzt, merkwürdige Sprengfallen anzubringen. Und das führt uns zu der wichtigsten Frage: dass der Kauz entkommen wollte ist offensichtlich, warum aber in einer derart planlosen und sinnlosen Manier ? Das heisst, vollgepackt mit Waffen (aber ansonsten nichts) auf einen fremden Planeten, ohne eine weitere Mobilität oder Fluchtmöglichkeit ? Das erscheint nicht sehr sinnvoll oder nachvollziehbar, erst recht nicht; als er seinen offenbar „zweiten Plan“ nicht ausführte – die Universe-Nachhut auszuschalten. Denn dafür war er einmal zu feige (oder zu ehrenhaft, wenn man einen solch tiefgründigen Charakterzug der SGU-Serie unterstellen könnte > Rush im Visier) und ansonsten einfach zu dämlich. Das große „Finale“ zwischen Mr. Bösewicht und Rush setzt dem Ganzen dann natürlich noch die Krone auf. Selten wird man etwas lächerlicheres in einer SciFi-Serie gesehen haben. Rush teleportiert sich zwei Mal (warum sollte er sonst so flink sein) und ein Bösewicht ist so fasziniert von einer Horde Weltraumviecher (Die aus einem Kilometer Entfernung angetrampelt kommen), dass er regungslos stehenbleibt und den Tod findet. Obwohl, für den zeichnet sich eigentlich Rush verantwortlich, da er ihn mit einer Waffe richtet – eine ungewöhnliche Härte für SGU-Verhältnisse ! Nett ist das nicht, aber immerhin nachvollziehbar und konsequent in Anbetracht der Vorgeschichte. Nebenbei gibt es das übliche Cloe-Gedöns… wie gesagt, das wird noch einige Zeit so weitergehen, vermute ich… für die optische Abwechslung gibt es Bonuspunkte, für die letztendlich lieblos Inszenierung des Planten sowie für die gefühlte Sinnlosigkeit des gesamten Trips Abzüge. Wieder zwei Punkte schlechter als beiden vorherigen – ist der Aufwärtstrend etwa schon wieder vorüber ? Ich ahnte es. 4/10 Punkten.

Episode 9 – Visitation

In Anbetracht dieser Folge hier ist es eigentlich schon wieder etwas beschämend, dass ich von so etwas wie einem Aufschwung in Bezug auf die gefühlte Qualität der Folgen sprach. Doch eigentlich lohnt sich diese Folge fast schon wieder – wenn man an der sinnlosesten, absurdesten Episode bisher interessiert ist. eine echte Füllepisode eben, die nebenher noch ganz grundsätzliche Probleme löst. Die (echte !) Story: die Destiny hat kein Shuttle mehr, deshalb taucht das alte aus einer der älteren Folgen wieder auf – und zwar in perfekt reparierten Zustand. Eigentlich wurde es mit einigen anderen Passagieren auf einem Planeten zurückgelassen (wir erinnern uns), da diese Menschen „keine Lust“ mehr hatten, auf der Destiny zu reisen und sich dort bessere Chancen ausrechneten. Immerhin, sie tauften den Planeten Eden – wie genial, da im gleichen Atemzug die Ödnis und Schrecklichkeit dieses Planten beschrieben wird (eisige Kälte, Todesfälle). Überhaupt fällt auf, dass in dieser Folge recht viele Religions-Begriffe fallen. Hier haben wir wieder den Effekt, der sonst mithilfe von Visionen oder ähnlichem gelöst wurde: ist die Episode inhaltsleer, verweise einfach auf etwas Höheres, nicht greifbares. Wie einfach, wie wirkungslos. Denn diese Folge kennt keinerlei Skrupel, und verkauft die letzte Restintelligenz der Zuschauer auf dem SGU-Basar. Als wäre die Story nicht schon bescheuert genug – das Shuttle taucht mal eben so auf, obwohl eigentlich Millionen Lichtjahre entfernt und beschädigt – setzt man dem Ganzen noch die (Schöpfer-)Krone auf und versucht, die Rückkehr des Shuttles irgendwie… sinnvoll zu rechtfertigen und zu erklären. Klar, die ehemals aussätzigen wurden irgendwie wiederbelebt, von Aliens oder vom Schöpfer selbst – und im gleichen Atemzug reparierte er das Shuttle und platzierte es am anderen Ende des Universums. Aber leider, leider scheint es eine Klausel im göttlichen Vertrag zu geben: das Leben kann zwar zurückgegeben werden, aber nur für eine gewisse Zeit ! Also einige Stunden oder Tage vielleicht, dann sterben die Wiederbelebten den zweiten (den gleichen) Tod. Hmm ? Ein höchst fragwürdiges Unterfangen, stecken da tatsächlich höhere Wesen dahinter. Denn was wollten sie damit erreichen ? In der Serie wird gesagt, dass sich die Menschen (jetzt: Untoten) sich noch von der Crew verabschieden sollten… höchst makaber, und nicht sonderlich sinnvoll (damals haben sie sich schon verabschiedet, und jetzt sind sie ohnehin nicht mehr sie selbst). Man kann es drehen und wenden wie man will: die Aliens taten es, damit das Shuttle wieder auf die Destiny zurückkehren konnte und man es für die nächsten Episoden nutzen kann. Ein genialer Coup !  Zumal das Ganze wahrscheinlich ohnehin nicht mehr erwähnt werden wird in Zukunft… Sinn, Verstand, Erklärungen ? Fehlanzeige. Aber immerhin wurde so der Kreis zu den Überlebenden auf dem Planten geschlossen (war da noch was ?), und auch zu den göttlichen wesen, die sicherlich auch den Obelisken (den alle so schön angeguckt haben) dort hinterlassen haben. War noch was ? Ach ja, nebenbei werden noch zwei Sidestories präsentiert, wobei auch hier nichts neues zu vermelden ist: TJ glaubt doch tatsächlich, an Bord des Shuttles würde irgendwo ein Neugeborenes unter einer Konsole versteckt liegen ! Ja, es ist schon höchst traurig, diese Geschichte des Kindesverlustes… aber bitte, macht es nicht noch lächerlicher als es ohnehin schon ist (Baby auf mysteriöser Metaebene) ! Konsequent wäre nur, wenn das Kind tot wäre – aber wer weiss, welche Zaubereien hier noch werkeln werden… oder, alle bringen sich einfach um und gelangen auf die Metaebene (am besten die flauschige Hütte), und werden einfach irgendwo anders (hey… auf der Erde !) wiedergeboren… SGU-Twist vom allerfeinsten. Und die zweite Sidestory war die um Cloe… gähn, schon wieder. Jetzt sind sogar schon mehr Akne-Alienpickel zu sehen, und ihr Verstand hat Aussetzer (verdammt, welcher Verstand !?) – und die fiese dunkelhäutige Army-Dumpfbacke macht sich schon mal bereit und zückt die Waffe. *GIER, wann verwandelst Du dich endlich, Schlam..* Punkt, aus. Der Aufwärtstrend ist nun wieder vorbei, irgendwie war dies zu ahnen. Da neben der höchst hanebüchenen Story auch alle anderen Aspekte konsequent mies (keine optische Abwechslung diesmal !) sind, gibt’s auch nur 2/10 Punkten !

Episode 10 – Resurgence

Die „epische“ Reise der Destiny geht unverdrossen weiter – und wieder einmal stösst sie dabei auf äusserst ernstzunehmende Hindernisse. Diese charakterisieren sich dieses Mal durch die Anwesenheit einiger erst noch „schlafender“ Aliendrohnen, die im Zuge einer weiteren nevigen Schrottplatz-Erkundungstour (in den entsprechenden Weltraumanzügen, was bei SGA zumeist noch eine Seltenheit war) geweckt werden. Offenbar wohnt ihnen nur eine simple „gut-böse“ Programmierung inne, und so ballern sie ersteinmal auf alles, was sich bewegt-  ausser auf ihre metallischen Kumpanen. Währenddessen hat Chloe abermals ihre immer öfter auftretenden (Alien-)Tage, deren Fortschritt sich durch immer mehr schorfartige Mutationen am ganzen Körper zeigt. Da diese Folge hier gleichzeitig als Cliffhanger dient – nach 10 Folgen einer Staffel ist bekanntlich erst einmal offiziell „Halbzeit“ – war also schon abzusehen, dass die stattfindenden Ereignisse in dieser Folge noch nicht aufgelöst werden. Stichwort Auflösung: SGU ist ja dafür bekannt, dass vieles was ehemals als ansatzweise interessant eingeführt wurde, in den unendlichen Weiten des Weltraums (beziehungsweise in den Köpfen der Drehbuchschreiber) auch ebenso schnell wieder verpufft – und daraufhin niemals wieder erwähnt wird. Dieses Mal aber bricht man ausnahmsweise mit diesem Prinzip, was sich jedoch als noch absurder erweist: so kehrt Telford, der an Bord des Alienraumschiffes der Osini zurückgelassen wurde, mitsamt seinen neuen Alienfreunden zurück um der Destiny Hilfestellungen zu geben. Wie… nachvollziehbar. Während sich bei SG1 und SGA zumindest noch um einigermaßen nachvollziehbare Erklärungen der Umstände gekümmert wurde, lässt man die Dinge hier einfach geschehen. Puff, und da war das Raumschiff – wie genau Telford mit den Aliens kommuniziert, wie es der Destiny so schnell und punktgenau hinterhereilen konnte, und warum zum Teufel sie überhaupt auf einmal so etwas wie Verbündete sind, und vor allem warum er dabei immer so bierernst-dramatisch schaut (lasst mich mal ran, ich muss die Welt retten !) wird niemals ersichtlich. Der einzige Grund, der einem einfallen kann ist der, dass es nun einmal für das Drehbuch so vorgesehen ist. Neben den typischen (in Bezug auf SGU automatisch äusserst miesen) Dramaszenen in denen es sich um die Charaktere (gähn) dreht, gibt es in dieser Folge aber auch endlich mal wieder ein wenig Weltraumaction. Die sieht zwar längst nicht so schmackhaft aus wie die futuristisch-technisierten Schlachten von SGA, aber immerhin dürfen sich hier mehr oder weniger gut ausgestattete Weltraumschrotthaufen duellieren – mit allem was dazugehört. Zischen, Sumsen, schnellen Kamerazooms in und durch den Raum a’la Battlestar Galactica; und stattlichen Explosionen. So ist diese Cliffhanger-Folge zumindest keine der miesesten – man hat sich die Action (welche nun mal ansprechender daherkommt als die immer gleichen depressiven, dunklen Raumschiffs-Innenszenen mit den unsympatischen Charakteren) für das furiose-Halbzeitfinale aufgespart. So gibt es für diese Folge auch durchschnittliche 5/10 Punkten.

Episode 11 – Deliverance

Nach ein paar Wochen Pause also die Fortsetzung auf die vorherige Cliffhanger-Folge mit dem halbwegs ansprechenden Weltraumgeballer. Die Story bleibt in etwa die gleiche, nur, dass der Schauplatz zu einer Treffpunkt für verfeindete Alienrassen avanciert. Chloe ruft nämlich (nachdem sie sich gewaltsam aus ihrem Quartier befreite, nicht schlecht – danach aber wieder der hunds-elende Unschuldsblick) ihre alten Freunde, die blauen Außerirdischen, zur Hilfe. Beziehungsweise zu einem kalkulierten Ablenkungsmanöver – denn die Dronen setzen der Destiny ganz schön zu. Wirklich spannend ist aber auch das nicht – da man davon ausgehen muss, dass dem Schiff ohnehin nichts ernstes passiert. Und dass, obwohl die Schilde unten sind und die Drohnen schon ordentlich in die Schiffshülle ballern – merkwürdig, dass hier nicht mehr passiert. So ein altes Goau’ld Mutterschiff (in Erinnerungen schwelgend) beispielsweise wäre schon längst in tausend Stücke zerborsten… aber, der Höhepunkt der Dreistigkeit entsteht nicht einmal aus diesen actionreichen, aber insgesamt doch recht abstrusen (da unmotiviert wirkenden) Weltraumgefechten. Nicht einmal, dass die neu gewonnen Verbündeten durch eine recht sinnfreie Kamikaze-Aktion in Rauch aufgehen (und das, nachdem sie ein paar Minuten zuvor als möglicherweise letzte Überlebende ihrer Rasse beschreiben wurden), fällt im Sinne der ohnehin durchgehend miesen SGU-Dramaturgie auf. Auch, dass eine jahrhundertealte, überlegene (?) Drohnenprogrammierung innerhalb von Minuten vom äusserst talentfreie wirkenden (irgendwie immer mehr) Wissenschafts-Team der Destiny geknackt und reprogrammiert werden konnte, ist es nicht. Die Liste ist noch weiterzuführen, aber… nein, es ist wieder einmal Chloe die dem Ganzen die Krone der Drehbuch-Schreiber-Schöpfung aufsetzt: während dieser Charakter bereits seit einigen Folgen mit den immer wieder gleichen Szenen zu langweilen wusste, geschieht nun das wahrlich unglaubliche – die gerufenen blauen Aliens zeigen sich nach einer Verhandlung (von der man nichts sieht) dazu bereit, Chloe an Bord zu nehmen und zu heilen. Und das ist der bisher wohl mieseste aller SGU-Approaches ever, der einmal mehr aufzeigt, wie sinnlos eigentlich vielversprechende Nebengeschichten aufgelöst werden, beziehungsweise ihr Restpotential verpulvert wird. Nachdem das Ganze ohnehin schon viel zu sehr in die Länge gezogen wurde, so hat man dieses Mal zumindest einige Sekunden lang die Hoffnung, dass die Serie endlich mal etwas neues wagen würde, indem eine etwas durchdachtere Idee eingeführt werden würde. Aber nein – Chloe wird einfach mal eben so wieder geheilt, zeigt sich danach schon wieder munter – aber immerhin weniger dümmlich, da sie scheinbar ein wenig der Intelligenz, die mit der Verwandlung einherging, behalten konnte. Aber was hat man sich hierbei gedacht ? Das, was zuvor in mehreren Episoden aufgebaut wurde, löst sich nun einfach in Luft auf – das geht einfach überhaupt nicht; wenn schon eine derart simpel-lächerliche Lösung vorgesehen war, hätte man sich ein Vorbild an SG1 nehmen sollen – O’Neills damaliger Wissenschub (durch Asgard-Technologie) konnte auch recht schnell wieder „behandelt“ werden… soviel Frechheit und eine solche Portion für-dumm-verkaufen darf man einfach nicht ungeschoren davonkommen lassen. Sorry SGU, sorry alle dahinerstehenden Macher – wieder einmal gibt es den schwarz-auf-weiss Beweis, dass ihr das Franchise in den Abgrund reisst. Aber, war dass nicht schon seit der ersten Folge SGU klar ? Gut, vielleicht erst seit der zweiten, dritten… wenigstens gab es diesmal weniger Drama, und mehr (sinnfreie) Action, sodass alles schnell vorüber war. 3/10 Punkten.

Episode 12 – Twin Destinies

Wie es das Vorschaubild bereits impliziert, geschieht in dieser Folge etwas schier unglaubliches: SGU „kann“ sich also auch mal ausschließlich auf SCI-Fi-Elemente beschränken (darum sollte es sich ja eigentlich hauptsächlich drehen). Zwar ändert das nichts in Bezug auf die technischen Aspekte, die sich seit Folge eins der ersten Staffel kontinuierlich auf dem gleichen, eher durchschnittlichen Niveau bewegen: die fehlende Ausleuchtung, das nervige Kameragewackel, die nur mäßigen Special Effects, die schlechten Darsteller (mit wenigen Ausnahmen)… jedoch zeigt diese Episode (als eine der ersten überhaupt aus dem SGU-Universum), dass es auch ohne den ebenfalls seit der ersten Folge etablierten SGU-Soap-Opera-Effekt geht. Diesmal gibt es keine großartigen Gefühlsduseleien (die bei SGU immer so glaubhaft – Achtung Ironie – daherkommen); die (Nerd-)Wissenschaftler können ein Problem endlich mal nicht erklären oder lösen, es gibt wieder mal ein paar Weltraumszenen, und selbst der Charakter von Chloe wird so gut wie nicht behandelt. Eigentlich sind all diese Aspekte ein deutlicher Grund zum Aufatmen – und teilweise kann man das auch, selbst als Fan der ersten Stargate-Stunde. Immerhin handelt es sich bei dieser Episode 12 um eine der deutlich besseren SGU-Folgen – auch wenn der Inhalt weder großartigen Sinn macht (gut, bei Zeitreisen immer so eine Sache), noch einen gewissen Stargate-Charme versprüht. Ausserdem ist die Idee nicht sonderlich neu – beispielsweise gab es mal eine SGA-Folge, in der ein doppelter McKay aufgetreten ist. Dies mündete zwar auch in einigen Ungereimtheiten, aber immerhin hat man den wohl charmantesten Charakter auserkoren, diesen Part zu übernehmen. Gut, im Vergleich ist Dr. Rush sicherlich nicht der Nr.1-Sympathieträger – aber immerhin der angenehmste des gesamten SGU-Universums. Das Problem auch dieser vermeintlich originellen Folge bleibt aber die Tatsache, dass dies wohl eine Idee für eine typische Lückenfüller-Story gewesen sein muss, die man eben jetzt eingesetzt hat. Viele Gedanken hat man sich nicht gemacht (da es ohnehin schon Vorlagen aus SG1 und SGA gab, an denen man sich orientieren konnte), und viel Herzblut hat man leider auch nicht investiert. Die Sache mit den Zeitreisen und Paralleluniversen war schon immer ein kleines Manko am Stargate-Universum – aber während die alten Serien sich stets um eine gewisse, möglichst nachvollziehbare Erklärung bemühten (und sei sie einfach nur lachhaft, dabei aber wenigstens charmant), lässt SGU die Dinge einfach geschehen, und erwähnt sie dann nie wieder. Das Problem hatte man ja schon desöfteren innerhalb der ersten Staffel, und so ist auch diese Episode keine Ausnahme. Alles ist eben „purer Zufall“ der nicht erklärt werden kann, und offenbar wundert sich auch keiner der Protagonisten sonderlich über die (höchst makaberen !) Ereignisse. Selbst Dr. Rush bleibt absolut gelassen, als er mit seinem ein-paar-Stunden-älterem ich quatscht – das wirkt nicht gerade sehr geschickt inszeniert. Natürlich werden die eigentlich interessanten Aspekte mal wieder kläglich umgangen – in diesem Fall ist das der Tod der Crew. Natürlich sind sie in „dieser“ Zeitebene nicht gestorben, und so geht alles weiter wie gehabt. Telford aber stirbt in dieser Zeitlinie – schaffte es aber in der „anderen“ auf die ERde – Problem ebenfalls gelöst. Und der Doppelte“ Rush wird auch ganz schnell wieder Solo, da dies wohl zuviel im Sinne der SGU-Dramaturgie gewesen wäre: er transferiert sich in den Schiffscomputer der „zweiten“ Destiny (die daraufhin zerstört wird). Kurzum: man „wage“ mal ein wenig und zwischendurch, sorge aber stets dafür dass man sich keine weiteren Gedanken über storyrelevante Konsequenzen machen muss ! So eine (kontextlose) Folge von knapp 40 Minuten zu füllen, ist ja auch schon was… Schade, aber immerhin weniger Nerv-Aspekte als sonst. 5/10 Punkten.

Episode 13 – Alliances

Nachdem die letzte Folge aufgrund des Inhaltes schon etwas deutlicher unter der Kategorie Sci-Fi laufen konnte, knüpft man leider nicht an diese Stimmung an und verbrät wieder reichlich Potential. Eigentlich gibt es da doch den Fingerabdruck Gottes, der beiläufig erwähnt wird – doch nun gibt es erstmal wichtigeres – die Luzianer-Allianz meldet sich (mal wieder) zurück. Wie… originell ! Vor allem, da man lange Zeit nichts von ihnen hörte – und ihnen plötzlich eine ganze Folge gewidmet wird. Das ist schade, und wurde damals (bei SG1 und deren Feinden) anders geregelt. Die einzige denkbar sinnvolle Möglichkeit wäre gewesen, einen netten Plot (*hüst*) für die Handlung auf der Destiny zu entwickeln – und den ganzen Erdenkram in einer Side-Story ablaufen zu lassen. So aber macht man abermals mindestens (!) zwei erschreckende Fehler: zum einen werden (mal wieder) die Kommunikationssteine als Grundgerüst für die Story benutzt. Zum anderen schickt man zwei der wohl unsympathischsten, gekünstelsten Charaktere für die Haupthandlung auf die Erde, wo sie – ach Du Schreck – verschüttet werden (kennt man das nicht irgendwoher ?) und eine gefährliche Bombe entschärfen müssen. Tja, Greer und die Quotenles… regeln das schon. Merkwürdig nur, dass das vermeintliche „Schutzschild“ dieser hammermäßig effektiven Waffe einfach per Hand durchgriffen und anhand von einer 10-sekündigen Anleitung entschärft werden kann… von wem auch immer (dank der Kommunikationssteine kann man sich da nie so sicher sein). Diese absolut öden Szenen auf der Erde setzen dem bisher nicht gerade ästhetisch wirkenden SGU-Universum noch die Krone der Hässlichkeit auf. Auch die der Inhaltslosigkeit: natürlich kommen mal wieder keine Hauptcharaktere um (bitte, lasst endlich Telford verschwinden, aber alle Versionen), sondern nur „nutzlose“ Randfiguren. Die Luzianer sieht man nicht (nur einen), deren Motivation erscheint mehr als fraglich, die Explosion sieht man nicht da man das Gebäude nicht von außen zeigt; und überhaupt wirkt alles erschreckend billig und lässt einen höchstens erahnen, dass man hier angeblich eine SCI-Fi-Serie sieht. Ach, und das legendäre und höchst wichtige Stargate-Heimatplanetenkommando (ich sehe schon die Rechtschreibprüfung anschlagen) hat seine Zentrale auf einem schäbigen (aber aufgeräumten) Ami-Parkplatz. Nach der elenden Traumsequenzen-Folge mit den fiesen Alien-Tentakeln die Gift versprühen die zweithässlichste aller Folgen, zumindest in optischer Hinsicht. Wer hier das Sagen hat, ist ebenfalls klar: unser alter Haudegen Telford. Könnte man nicht eine Verschwörungstheorie verbreiten, die besagt, dass es sich hierbei nicht um sein „echtes“ ich handelt (siehe letzte Episode) ? Aber auch sonst gelangt das Ganze inhaltlich einfach nicht auf ein annehmbares Niveau (nicht einmal das eines Durchschnittszuschauers, und die schauen schon regelmäßig RTL), und ohnehin werden die „wirklich spannenden“ Dinge wie das seltsame Hintergrundrauschen immer wieder auf den nächstbesten Termin verschoben. Und der ist wohl nicht mehr für die zweite Staffel angesetzt… blöd nur, dass die Serie schon danach abgesetzt wird (*schaluchz*). Kaum Sci-Fi, miese Dialoge, miese Schauspieler, uninteressante Charaktere (und dass, obwohl Chloe diesmal keine Rolle spielt), allerlei Frechheiten in Bezug auf die Optik und wie immer keine weiterführende, bedeutsame Story – 3/10 Punkten.

Episode 14 – Hope

Dieses Mal melden sich – erneut – einige längst für Tod oder zumindest vermisst gehaltene zurück – die Traumfabrik der Destiny macht es möglich. Wobei, selbige Erscheinungen finden diesmal sogar „tatsächlich“ statt – es hat mit den Kommunikationssteinen zu tun. Eigentlich sollte nunmehr selbst jeder eingefleischte SGU-Fan genug von den alten Steinen haben – doch erstmals überhaupt hat man begonnen, eine halbwegs interessante Geschichte ohne viel Schnulz (dafür mit SCI-FI) zu erzählen. Verdammt – diese Folge hätte überaus gut werden können. Ehrlich gesagt halte ich sie für die bisher vielversprechendste überhaupt aus der zweiten Staffel. Beispielsweise sorgen die „Anfälle“ von Chloe (beziehungsweise ihrer „Mitbewohner“ im Körper) für eine wohlige Sci-Fi-Gänsehaut, man fragt sich wo die Seelen der eigentlich verstorbenen abgeblieben sind. Dies ist die grundsätzlich spannende Ausgangssituation (spannender als der Alien-Schorf der letzten Folgen) – schade nur, dass die Lösung wieder derart vereinfacht ausfällt. Da wird dann eben ein bischen hin- und her transferiert, Seele A im Datenaustausch mit dem Schiffscomputer – aber auch das ist noch vielversprechend. Wäre hier nur ein McKay gewesen, der ein paar „fachmännische“ Kommentare dazu abgegeben hätte, mit der richtigen Portion Ironie (die Seele von der Dame verbraucht 20 Petabyte ! Verdammt, ich weiss nicht, wie groß so einer Antiker-Festplatte ist…). Aber so… fehlt leider der zündende Funke, und man kann wohl davon ausgehen, dass die lieben Seelen fortan als Schiffsgeister immer mal wieder in Erscheinung treten (wie hier schon gegen Ende geschehen). Da wird dann wieder stark in Richtung Kitsch abgedriftet, was die ansatzweise etablierte SCI-Fi-Stimmung wieder komplett zunichte macht. Und auch die vermeintlich „bewegende“ Story um ein krankes Crew-Mitglied vermag nicht wirklich zu zünden – da auch hier alles recht einfallslos und zusammengeklaubt erscheint. Eine typische Story, um wieder mal „Lücken“ zu füllen eben – man nehme ein x-bliebiges Crewmitglied und lasse es mit einer plötzlich auftretenden Krankheit hadern. Das wäre ja vielleicht noch akzeptabel, wenn sich dann aber ein gewisser Greer mit solchem Elan auf den OP-Tisch schwingt und seine Organe zur Transplantation feilbietet, dann erscheint es doch schon wieder reichlich makaber. Einerseits, weil so wieder die simpelste Lösung gefunden wurde (ja, es gibt ein Spenderorgan, ja, es gehört einem der es sich sogar noch selbst rausreißen würde wenn TJ es nicht schafft), und auch weil gerade diese Szenen für den ein oder anderen unfreiwilligen (gibt’s das überhaupt gewollt-gekonnt bei SGU ?) sorgen können. Richtig übel wird es dann, wenn die in der Datenbank festsitzenden plötzlich doch soviel Kontrolle besitzen, dass sie munter am OP-Tisch assistieren können – merkwürdig eigentlich, dass sich damals keiner der Antiker „transferierte“ um so fortan als „guter Schiffsgeist“ auf der Destiny zu schalten und zu walten. Auch ansonsten ist wenig neues zu vermelden… nur, dass ein potentiell interessanter Ansatz abermals verschenkt wurde. Nun aber will ich entgültig nichts mehr von den Steinen hören ! 3/10 Punken.

Episode 15 – Seizure

Was habe ich da vorher noch gesagt… bloß keine Steine mehr ! Aber auch mich hört ja eh keiner… deswegen dürfen sie auch dieses Mal wieder eine nicht unerhebliche Rolle spielen, wie… nett, und so innovativ ! Zum Teil wird mit dieser Episode die Entwicklung der vorherigen (das ist ja auch schon mal etwas) weitergeführt – Rush wird nämlich in die Datenbank entführt, wenn man so will – und zum anderen sorgt der Auftritt eines Gaststars für neuen Schwung. Denn der gute alte McKay hat nicht nur seine typisch charmante Art im Gepäck, sondern auch eine komplette Episodenstory. Man mag diesem Auftritt gegenüberstehen wie man will – für mich persönlich kann nichts und niemand die Sympathie des heimlichen SGA-Hauptcharakters zerstören. Aber dennoch war der Auftritt gewiss auch ein „Risiko“ – vielleicht würde er ähnlich entsetzlich mit der Vergangenheit brechen wie der Gastauftritt von O’Neill damals – doch glücklicherweise tut er das nicht. Nein, diese Episode ist im Vergleich zur letzten sogar ein echtes Highlight – nun, nicht wirklich; aber eine Steigerung ist zweifelsohne erkennbar. Die Sache mit der Datenbank und Rush’s Ausflug wirkt immerhin nicht ganz so gewollt, erstmals kann man hier wieder von einem gekonnt sprechen. Vielleicht liegt das auch einfach nur daran das Rush nach wie vor der interessanteste und glaubwürdigste Charakter der Serie ist – kein Wunder bei dem Rest des Casts. Die zweite große Geschichte der Episode führt ein außerirdisches Volk ein, welches – typisch Stargate – sich nicht allzu sehr von der Erdenbevölkerung unterscheidet. Dies kann man also nicht wirklich bemängeln, schon damals traten die „Aliens“ gern mal in Menschengestalt und mit einer Technologie des mittleren 20.sten Jahrhunderts auf. Wirklich neues wird aber auch hier nicht geboten: dass man den Plan nicht verwirklichen würde, war schon zu Beginn der Folge klar: denn schließlich sind wie hier erst bei Episode 15. So steht man also wieder mal „ganz kurz“ vor einer Lösung – doch am Ende geht irgendetwas schief. Vielleicht sollten sich die Crewmitglieder einfach mal nicht wie trampelnde A…löcher benehmen wenn sie auf einem fremden Planeten zu Gast sind, dann klappt’s auch mit der Gastfreundlichkeit – hey, ihr Planet könnte dabei zwar explodieren, aber sie leihen uns doch bestimmt ihr Tor, oder ? Immerhin bietet diese Folge weniger nervige Aspekte als sonst (trotz der Steine), und weiss trotz der Vorhersagbarkeit ausreichend gut zu unterhalten. 4/10 Punkten.

Episode 16 – The Hunt

Wirklich viel passiert nicht in dieser Episode – doch immerhin muss man ihr zugute halten, dass sie den seinerzeit etablierten Stargate-Traditionen am nächsten kommt. So tut es gerade im Vergleich zu einem Großteil der SGU-Episoden gut, wieder einmal etwas optische Abwechslung geboten zu kommen: so spielt diese Folge beinahe ausschließlich auf einem fremden Planeten (für SGU-Verhältnisse eine Seltenheit). Zwar sieht man hier nicht allzu viel unbekanntes oder außerirdisches, das Ganze erinnert abermals an die aus SG1 bekannten Wälder, die gerne mal für komplette Episodenstories genutzt worden. Jedoch ist ebenfalls klar, dass der gewisse Nostalgiebonus hier nicht mehr zum Tragen kommt: da man diese Landschaften bei SG1 bereits bis zum geht-nicht-mehr ausnutzte, wirkt es fast wie Hohn eine „optisch beeindruckende“ SGU-Folge in eben genau diesen (ausgelutschten) Waldlandschaften anzusiedeln. Zumal, und das ist ein weiterer Unterschied, sich keinerlei Mühe gemacht wurde die Umgebung ein wenig interessanter zu gestalten. Fremde Technologien gibt es auch dieses Mal nicht – dafür aber einige außerirdische Tierwesen, die eher schlecht als Recht (aber sicher nicht günstig) animiert wurden. Die typischen SGU-Nervaspekte werden allerdings auch in dieser „fremdartigen“ Umgebung beibehalten: das Kamera-Wackeln, die hektischen Schnitte, die vermeintlich „dramatischen“ Stilmittel… und selbstverständlich die mehr als hölzernen Darsteller, dieses Mal definitiv mit dem von Greer an der Speerspitze der Unerträglichkeit (kam schon desöfteren vor, dass er eine nicht unerhebliche Rolle innerhalb einer Episode innehatte; mit die schlimmsten Folgen nach denen mit Chloe als Dreh- und Angelpunkt). Sein Charakter soll wohl so etwas wie Mut, Kühnheit und das Einsetzen für die Interessen anderer verkörpern – doch schlicht gesagt verkörpert er in erster Linie eines, nämliche die Tatsache, dass Greer sicher nicht zu den Intelligenzbestien der SGU-Crew gehört. Einzig der Außerirdische (der von den Luzianern), der sich dem SGU-Laienteam (nach langem hin und her) angeschlossen hat (wenn auch noch nicht vollständig und ohne typisch-nervige Vertrauenszweifel seitens Young), strahlt einen kleinen Funken Glaubwürdig- und Liebenswürdigkeit aus. So darf er in dieser Episode den Wald nach Spuren absuchen, und sich dabei weniger auf Waffengewalt als auf den „Klang der Natur“ besinnen; was für SGU-Verhältnisse schon sehr hochgestochen formuliert ist. Blöd: seine Luzianer-Kumpels sterben bei der Erkundungstour wie die Fliegen, das Prinzip der unwichtigen Nebendarsteller (wenn schon einer sterben muss…) wird hier deutlich übertrieben ausgereizt. Zumal die Verstorbenen nie wieder erwähnt werden, und es ohnehin keinen der Anwesenden sonderlich zu stören scheint. In der Tat etwas merkwürdig… wie die grundsätzliche Idee der Episode, die reichlich simpel und unspektakulär daherkommt. Eine Art außerirdische Riesenratte entführt zwei Mitglieder der Crew, die es von nun an zu erretten gilt. An sich ist das nichts allzu neues oder verwunderliches, hat das auch schon damals (bei SG1) geklappt beziehungsweise für die eine oder andere unterhaltsame Episode gesorgt – bei SGU zündet dieses minimalistisch-doofe Prinzip aber nun endgültig nicht mehr. Und auch das große Finale sorgt für den ein oder anderen Lacher – die gesamte Geschichte um Greer wirkt derart hanebüchen und unglaubwürdig, dass es scheint; als hätte all dies nur so stattfinden müssen um nicht in einem „blutigen“ Finale zu münden. Schließlich muss man immer die Zielgruppe (größtenteils minderjährig) im Auge behalten… in jedem Fall wäre es deutlich konsequenter gewesen, die „Bestie“ zu erledigen, als plötzlich eine intellektuelle Gegenüberstellung mit Greer zu Rate zu ziehen, bei dem die Bestie schließlich klein bei gibt. Hat Greer also tatsächlich ein größeres Hirn, die mächtigere Geises-Kraft, nun da er seine Angst überwunden hat ? Oder hat er durch seinen Blick einen Teil seines Verstandes auf die Bestie übertragen, einen Teil, der dafür gesorgt hat dass die Bestie einen Moment „mit seinen Augen“ sehen konnte ? Wahrscheinlich – es sah die pure Leere und spürte einen nicht unerhebliche Portion Schwachsinn, die dennoch so stark war, dass selbst die Instinkte des Tieres zugunsten allgemeiner Dumpfheit unterdrückt werden konnten. Das Resultat: das ach-so-gefährliche Raubtier möchte seine Beute nun gar nicht mehr behalten, lehnt sogar die Nachspeise ab und verhungert lieber, anstatt „ganz arg böse“ zu sein. Die obligatorische Side-Story (immerhin gibt es diesmal eine) auf der Destiny konnte ebenfalls nichts mehr reissen: die Tatsache, dass ein geheimnisvoller Raum mit neuen Technologien der Antiker entdeckt wurde, sollte ja eigentlich einiges an Spannungs-Potentiel bieten. Stattdessen wird einer der „genialen“ Wissenschaftler versehentlich konserviert, als Folge eines Nerd-Sreits zwischen den beiden Genies an Bord, Rush und Eli. Und das war es dann auch schon gewesen – die Entführten wurden aus dem Waldschlamm gezogen, der eingefrorene wieder auf Zimmertemperatur abgekühlt. Die fantastische Reise der Destiny kann also (endlich !?) weitergehen. 2/10 Punkten.

Episode 17 – Common Descend

Langsam aber sicher geht es auf das große Staffel-Finale zu – und SGU holt zum großen Paukenschlag aus. So kann man die Episoden 17 und 18 als zu einer episch angelegten Doppelfolge zählen – die sich auf die seltsamen Zeitebenen-Ereignisse aus Episode 12 (Twin Destinies) bezieht. Tatsächlich landet das SGU-Team bei einer weiteren Erkundungstour nach Vorräten und Co. auf einen Planeten, der etwas… ungewöhnliche Bewohner zu haben scheint: die Nachfahren der Destiny-Crew nämlich. Pardon, wie war das doch gleich… ? Richtig, die „andere“ SGU-Crew aus der Zeitsprung-Geschichte ist nicht umgekommen, sondern hat sich retten können – singnemäß vor einigen Tausend Jahren. Während die „aktuelle“ Crew also wie immer relativ sinn- und planlos durch die Szenerie marschiert, landet sie zufällig auf einem dieser Planeten, auf die sich ein Teil der anderen Crew vor vielen Jahren niedergelassen hat. Doch die Bewohner können sich selbstverständlich an die Gründerzeiten erinnern, weshalb die Mitglieder der „aktuellen“ Crew wie Götter verehrt werden. Immerhin haben die „anderen“ das Vorbeikommen der „aktuellen“ schon damals vorausgesagt… gut, die Idee der Zeitreisen beziehungsweise die das Aufeinandertreffens der Nachfahren der Vorfahren mit den Nachfahren (klingt so schön kompliziert viel spannender als es tatsächlich ist), ist nicht neu. Aber immerhin lassen diese Folgen zumindest darauf schließen, dass sich die Macher dieses Mal mehr Gedanken gemacht haben als sonst (0-5 % Hirnleistung, 3 % Innovationschance wenn tatsächlich ausschließlich Cracks dahinter stecken, 120 % Hirnleistung und 0 % Innovationschance sofern Sci-Fi Sonderschüler). Dieses Mal scheint man sich prozentual irgendwo im Mittelfeld zu bewegen, weshalb das Gefühl bei dieser Episode also nach langer Zeit erstmals wieder ein wenig zwiespältig ausfällt. Die guten Seiten bestehen aus dem Porträt der Neugier der „aktuellen“ Nachfahren, die natürlich wissen möchten, wie sie selbst vor vielen Jahren eine neue Zivilisation gründeten. So weit zu gehen und zu sagen, dass man aus diesen Erkenntnissen irgendetwas neues oder nennenswertes über die Charaktere der Destiny-Crw erfährt, sollte man allerdings auch wieder nicht. Es findet dann doch eher das übliche Geplänkel um die „spannendsten“ Fragen statt… wer hat nun mit wem, wer hat Kinder gezeugt und wer ist auf ewig Solo-Nerd geblieben, wer hat die Schulbücher für die nächsten Generationen geschrieben und so weiter. Weiterhin scheint es einen Krieg gegeben zu haben, welcher nur zum Teil glaubwürdig beschrieben wird – man kann es den Mitgliedern der Crew einfach nicht abnehmen, dass sie imstande wären mehr als dumme-Jungenstreiche auf die Reihe zu bekommen und sogar ein ganzes Volk zu teilen vermögen. Aber andererseits sind es ja sie selbst, die sie da geteilt haben… vielleicht ist das Erbgut der Destiny-Crew als Ganzes doch nicht so wertvoll wie gedacht (trotz absoluter Welt-Elite an Bord), man weiss es nicht. Jedenfalls gab es Streit unterhalb der Volksgruppierungen, und auch die Drohnen sollen eine weitere Rolle spielen – wenn man schon mal einen Feind eingeführt hat, der nicht so teuer ist wie die blauen Außerirdischen (der größte Sci-Fi Witz ever), warum dann nicht auch noch bis zum Staffelfinale nutzen. Gegen Ende gibt es dann noch das en oder andere moralische Dilemma… welche erstmalig nicht ganz so unglaubwürdig oder lachhaft daherkommen. Ja, sollte man seine eigenen Nachfahren mit an Bord der Destiny nehmen, obwohl man weiss dass es mit der Versorgung knapp werden würde ? Eine grundsätzlich spannende Sci-Fi-Frage, die im Sinne von Zufalls-SGU aber ohnehin nicht lange von Bedeutung sein wird. Schließlich wird man hinter der nächsten Ecke das benötige Ersatzteil schon finden. Alles in allem eine Folge, die ein klein wenig besser ist als die anderen SGU-Dramen. Und ganz zum Schluss gibt es sogar noch eine äusserst futuristische (CGI-Effekte so lala) zu bewundern… das ist doch mal was, zumal man hier die Hoffnung entwickelt, dass diese Stadt in der nächsten Folge auch erkundet werden könnte. Haben sich die eigenen „Vorfahren“ gar so weit entwickelt, dass man das technologische Niveau auf der Erde längst überboten hat ? Haben sie vielleicht nun endlich (!) mehr Zeit gehabt, sich der ominösen Hintergrundstrahlen anzunehmen ? Wir werden es bald erfahren. 5/10 Punkten.

Episode 18 – Epilogue

Gut – es war ja klar, dass es sich bei den Episoden 17 und 18 um ein Doppel-Feature handeln würde, welches sich mit den Zwillingsdestiny-Nachfahren beschäftigt. Die Crew der „aktuellen“ Destiny trifft also auf ihre eigenen Vorfahren, die nunmehr ganze Zivilisationen gegründet hatten. Nachdem man in der letzten Episode sich noch vermehrt um Nachforschungen zwecks Nachvollziehbarkeit gekümmert hatte, wird die Lage aber nun doch nochmal brenzlig: bei der Erforschung des Hauptplaneten der Vorfahren (die inzwischen schon beinahe komplett ausgerottet worden zu sein scheinen) entdeckt man eine Art Archiv-Komplex, welches schnell (!) untersucht werden muss – schließlich steht der Planet kurz vor der Implosion, aufgrund eines sich nähernden schwarzen Lochs. Arg, was für ein Faustschlag ins Gesicht – nachdem die letzte Folge durchaus als eine der besseren SGU-Episoden bezeichnet werden konnte und sogar erstmals wieder Lust auf „mehr“ gemacht hat, baut man nicht darauf auf sondern zerschmettert abermals jeglichen Ansatz von Innovation oder spektakulären Sci-Fi-Elementen. Nein, ich erwartete ja nicht unbedingt verstörende Twists, weltbewegende moralische Spannungssituationen oder das Auftauchen neuer Außerirdischen (bitte nicht nochmal !) oder neuer Technologie – aber dass der vermeintlich interessante Planet nun „zufällig“ kurz vor der Implosion steht, grenzt an eine Frechheit. Schließlich schlägt man so wieder zwei Fliegen mit einer Klappe: man hat einen Pseudo-Spannungsgeber zum einen (schließlich muss man sich ab jetzt immer beeilen und hektisch sein – sodass vielleicht noch ein menschliches Unglück geschieht), und zum anderen eine Ausrede, den Planeten nicht mehr ausgiebig zu erkunden. Interessiert doch eh keinen, was nun mit der futuristischen Stadt los war… ? Nun ja, dafür bekommt man ja ein höchst spannendes Archiv zu sehen, welches wie eine typisch-sterilie US-Abstellkammer aussieht und unzählige Datenbanken beinhaltet. Die werden entsprechend angezapft, um aus der (eigenen) Historie zu lernen – und tatsächlich auch noch, um eine Heilung für eine Krankheit zu finden. TJ hat nämlich in die Vergangenheit ihres zweiten Ich’s (und damit ihre Zukunft) geschaut, und nachdem man zumindest die Pflicht erfüllt hat (ein Kind zeugen), musste man doch noch an einer schrecklichen Krankheit zugrunde gehen… das darf nicht noch einmal passieren ! Überhaupt, man weiss nicht was sich die Macher bei den Schwangerschafts- beziehungsweise Geburtsszenen (+ Geschrei) gedacht haben… grässlich. Weitere Nerv-Faktoren sind die abermals typisch-genialen Lösungen a’la SGU: a findet Dr. Rush doch tatsächlich eine Kiste mit… Schaumstoff (?), was die Diskussion über die Sauerstoffversorgung auf der Destiny erstmal für Jahre uninteressant machen wird, seiner Aussage nach. Ist doch genial, oder ? Erst kurz vorm Ersticken, dann ein bisschen Plaste rein, und schon hat man für die nächsten tausend Jahre ausgesorgt ! Komisch nur, dass die Antiker diese… „Substanz“ offensichtlich nicht kannten (und was davon im Lagerraum haben), aber man weiss ja… die wahren Genies heissen Eli und Rush. Die müssen auch nicht erst Aufsteigen um das Universum umzukrempeln. Letztenendes ist dies wohl eine der enttäuschenderen Folgen (nach der relativ guten vorherigen), die nicht viel mehr als langweilige Rückblicke in die Vergangenheit offeriert (+ Frauengeschrei bei Geburten, wie originell und aussagekräftig), wobei einfach keine bahnbrechenden Erkenntnisse gewonnen werden. Weder bei der Crew, noch beim Zuschauer. Stattdessen wieder lachhafte Panik: ich war mal krank, also ich meine, ich werde bald krank ! Da muss man doch was tun… und natürlich wieder einige geniale Zufälle. Der schäbige Bunker steht da schon seit Hunderten von Jahren, aber kaum ist die Crew da, geht der Planet innerhalb von Minuten vor die Hunde. Schon komisch, oder ? Vielleicht aber auch nur ein nicht unberechtigtes böses Omen… diese Folge hätte dann wohl doch besser an den Anfang der ersten Staffel gepasst, als Voraussage für alle weiteren Inhalte. 1/10 Punkten.

Episode 19 – Blockade

Nicht mehr lang, dann gehen auf der Destiny endgültig die Lichter aus (wobei, waren sie überhaupt schonmal an ?)… die vorletzte Folge der zweiten Staffel sorgt dafür, dass sich die Crew (mal wieder) um schlimme Energieprobleme kümmern muss. Nachdem dies in den letzten Folgen vor allem in Bezug auf Sauerstoff und Nahrung niederschlug, ist es nun also wieder der „Tank“ der Destiny, der gefüllt werden will. Wie man (aus einigen vorherigen Folgen) weiss, aber nicht mit teurem Weltraumsprit – sondern der kostenlosen ökologischen Variante, indem die Destiny mit ausgefahrenen Solarkollektoren durch einen Sonne hindurchfliegt. Insofern also nichts neues – diese Thematik gab es bereits in der ersten Staffel, wo sie allerdings noch den „wow-das-ist-neu“ Bonus besaß. Nun aber wirkt auch dieses Tankmanöver bereits allzu abgedroschen und wenig spannend – gerade, wenn man sich plötzlich eine ganze Folge (!) von 42 Minuten Spieldauer damit beschäftigt. Gut, man will ja gnädig sein, imherhin handelt es sich diesmal um keine „normale“ Sonne, sondern um einen blauen Riesen, der eigentlich nicht für derlei Manöver geeignet ist, da zu gefährlich. Doch da die (ebenfalls bereits bekannten) seelenlosen Drohnen ebenfalls mit von der PArtie sind und die Crew nerven, hat man keine andere Wahl. Besagte Gefährlichkeit wird auch entsprechend definiert: dieser bläulich schimmernde Riese ist heiss, heisser als alles andere – weshalb die Destiny Gefahr läuft, beim Durchflug zu verglühen. Zumindest das sollte man doch erwarten dürfen, als (regelmäßiger) SGU-Zuschauer ? Aber nein, auch das wäre dann wohl zuviel der Logik und der Unmöglichkeit (ja, welche geniale Lösung würde Eli wohl dazu einfallen) gewesen. Stattdessen gibt es nur ein Risiko: die Innentemperatur der Destiny wird auf sagenhafte 50 (oder amximal 100) Grad Celsius steigen. Die anderen „zuviel“ Milliadren Grad bleiben aber zum Glück draussen, obwohl der Unterschied zwischem diesem Stern und den sonstigen ja ach-so-groß ist. Immerhin kommt so abermals niemand zu einem ernsthaften Schaden, nur eine (wenig ?) bemitliedenswerte Person, die lieber ein paar Pflänzchen retten möchte, anstatt sich um ihr eigenes Leben zu kümmern. Keine Angst, sie stirbt schon nicht – verliert aber allerdings (aus etwas… zweifelhaften Gründen) ihr Augenlicht. Aber vielleicht sollte man einfach mal bei den bereits gesicherten Daten (aus den letzten Folgen) nachschauen, wenn schon für TJ nichts dabei ist, dann doch aber sicher etwas für ein Paar künstliche Augen. Aber dann müsste man ja wieder auf einen Planeten, um ein höchst seltenes Element zu gewinnen… welches diesmal vielleicht sogar 100 statt nur 50 Meter vom Tor entfernt zu entdecken ist. Was eine Anstrengung ! Weitere epische Szenen finden sich in BEzug auf den Planeten, auf den die Crew während des Karibik-Fluges durch den Stern ausweicht: zufällig (DAS Stichtwort für alle SGU-Folgen) gab es auch hier bereits Menschen (die Vorfahren der Crew), die allerdings nicht mehr als eine baufällig wirkende Industriestadt hinterlassen haben. Das Ganze sieht entsprechend… schäbig aus, und sorgt gar für den ein oder anderen Lacher. Doch dann kommt das Highlight der Folge zum Zuge: die Drohnen sind bereits auf dem Planeten, und wollen nun endgültig der Crew den Garaus machen ! Das merkwürdige: offenbar hatten sie kein Problem damit, die gesamte Bevölkerung eines Planeten auszulöschen / zu vertreiben, sie scheitern aber an einer handvoll „Experten“ der Destiny-Crew (der aktuellen). So schwebt eine Drohne recht hilflos vor den GEbäuden in denen sich einige Mitglieder der Crew verschanz halten; und erst als Young (mit wahrlich sagenhaftem Gesichtsausruck) herbeeilt um die Drohne abzulenken (durch den saucoolen, irgendwie irren Blick ?) und letztendlich niederzuschießen. Klar, irgendwann machen handelsübliche Kugeln eben auch der ein oder anderen außerirdischen Speziallegierung den Garaus. Kurzum: wirklich gar nichts neues, alte Aspekte werden abermals aufgekocht, sogar noc hdeutlicher ins Lächerliche gezogen; und SGU steuert auf ein äusserst enttäuschendes Staffelfinale zu. 1/10 Punkten.

Episode 20 – Gauntlet

Nun also ist es soweit – das große Staffelfinale von SGU ist da. Da die Serie nicht weitergeführt werden wird (es sei denn, es findet sich ein netter Sponsor oder ein Sender, der seine Zuschuer gerne quält), ist nach dieser Folge erstmal endgültig Schluss. Ja, war da eigentlich noch was mit dem so groß angekündigten „Geheimnis“ des Universums, der eigentlichen Mission der Destiny ? Kaum, da man ohnehin gerade andere Probleme hat. Allerdings ebenfalls keine neuen: die Drohnen haben sich nun abermals organisiert (diesmal sogar verdächtig kollektiv, sodass es sich vielleicht doch nicht um 100% seelenlose Blecheimer handelt), und warten bei nahezu jedem Planeten, den die Destiny auf ihrem WEg anstuern würde, anstuern müsste – schließlich gibt es wie immer Versorgungsprobleme. Da wirkt es fast schon wieder befreiend, dass mann sich nun endlich wieder um die eigenen kümmern kann. Wird das Hartz-4 noch für einen Laib Brot am Ende des Monats reichen ? Muss ich mir Leitungswasser abfüllen, da es bald vrseucht werden könnte ? Brauche ich einen Atombunker mit Lebensmittelreserven (besser: Konserven) für die nächsten 5 Jahre ? Darf ich noch Gurken essen, oder steckt da doch EHEC drin ? Puhh… Sorgen über Sorgen. Und dann auch noch diese fiesen Drohnen, vergleichbar mit Gläubigern, die einfach an jeder Ecke der Stadt auf einen warten. Was würde da nicht besser helfen, als erstmal einen Winterschlaf zu halten, vielleicht in einem Kleingartenhäuschen (anstelle des Hyperraums) ? Genau das geschieht auch in dieser sagenhaft kläglichen letzten Folge der zweiten Staffel, die trotz der Absetzung einen atemberaubenden (nun ja…) Cliffhanger offeriert. Wie wird die Welt der Crew nach 3 Jahren aussehen ? Werden alle schön träumen, überstehen überhaupt alle die Folgen des Gefrierbrands ? Und, warten am Anfang der nächsten Galaxie wirklich wieder neue Sonnen, die man durchfliegen kann; neue Planten, die man nach Nahrung absuchen kann ? Meine Güte, was das für einen Erzählstiff für die dritte Staffel geben würde ! Man könnte völlig neuartige Elemente einbauen wie… Sauerstoffprobleme (schließlich hält die Lösung von Rush nur ein paar Jahre, oder waren es doch tausende ?), fiese neue Alienrassen die diesmal 2 statt nur einer Minute pro Folge gezeigt werden, Beziehungs- und Liebesprobleme noch und nöcher… verdammt, das wird wohl nie geschehen ! Immerhin dürfen sich alle nochmal auf der Erde verabschieden (ein letztes Mal Kommunikationssteine, juhuu), oder eben auch nicht – weil die betreffenden Personen gerade nicht da sind, oder weil es aufgrund höchst komplexer moralischer Bedenken einfach nicht zumutbar wäre. So offeriert die letzte Folge doch noch einen gewaltigen Mindfu**, und lässt den Zuschauer völlig verwirrt zurück. Wie sollen sich die Sci-Fi Fans jetzt berieseln lassen, worüber sollen Kritiker jetzt noch streiten ? Alles erscheint so abgrundtief sinnlos. Es tut weh, doch auch ich muss SGU endgültig Lebewohl sagen. 1/10 Punkten.

Fazit: es ist geschafft – nach sage und schreibe 40 epischen (Langweiler-)Folgen einer ebenso epischen (Fail-)Serie ist Schluss. Doch man sollte versuchen, objektiv zu bleiben. SGU startete eher zwiespältig – viele Fans der „alten“ Franchises (SG1, Atlantis) störten sich an der optischen Qualität (allgemeine Dunkelheit, höchstens mittelmäßige Effekte, nervige Zooms, hektisches Kamerawackeln), sowie auch der akustischen: grauenhafte Pop-Soundtracks dienten oft als Untermalung für endlose Sinnfrei-Szenen, in denen vermeitnlich ertvolle Charakterbotschaften übermittelt wurden. In Sachen Inhalt bewahrten viele jedoch eineg gewisse Hoffnung… würde es sich nur um normale Startprobleme handeln, würde am Ende doch noch etwas halbwegs gescheites, innovatives dabei herauskommen ? Doch alsbald wurde klar, das dem definitiv nicht so ist. Die folgen dümpelten immer mehr vo sich hin, flache Charakterporträts (dargeboten von unsympatischen Schauspielern) wechselten sich mit allzu soaptauglichen (eben nicht Weltraum-)Problemen ab. Die erste Staffel wirkte maßlos enttäuschend (WErtung: 3.5/10), wenngleich sich eine gewisse, hartgesottene Fangemeinde um diesen neusten Ableger des Stargate-Franchises bildete. Doch in Anbetracht der zweiten kann man nun endgültig sagen, dass das Projekt SGU gescheitert ist, selbst die „Fans“ müssten sich dies nunmehr eingestehen. Die Episoden bleiben inhaltslos, die Charaktere langweilig, die Lösungen für Probleme simpel – oft regierte der pure Zufall. Neue Elemente wie außerirdische Rassen wurden oberflächlich eingeführt und alsbald nie wieder behandelt, um Gegenzu hielt man sich mit Dauerbefeuerungen hinsichtlich spezielelr Charaktere auf… Stichwort das Cloe-Syndrom. Ein noch objektiverer Negativaspekt findet sich auf die ständigen Wiederholungen: es sind immer wieder die altbekantnen Probleme (Sauerstoff, Nahrung, Energie) oder die selben BEdrohungen (stumpf porträtierte Feinde, die einfach drauf los ballern) oder die gleichen genialen Lösungen (einfach nicht hinsehen und vergessen, einfach ausrechnen und mit dem Kopf durch die Wand, einfach wegfliegen und entkommen) die behandlet werden. Spezielle Episoden erdreisteten sic hgar mit einer besonders hässlichen Optik (weit unter handelsüblichem TV-Niveau) daherzukommen, und auch wenn die nervtötenden Musik-Einspieler abgeschafft wurden bleibt die „Dramaturgie“ der Serie mehr als lachhaft. Es folgt die Gesamtwertung, die Cloe vor ihrer Alien-akne wohl nicht hätte ausrechnen können, ich aber gebe mir Mühe und addiere 20 Zahlen und teile sie anschließend durch den selbigen Wert: es gibt sage und schreibe 3.0/10 Punkten für die zweite SGU-Staffel. Damit ist sie noch ein wenig schlechter als die erste, bei der es gewisse Boni gab (Anfangssschwierigkeiten, Hoffnung auf Besserung, Lernen aus Fehlern, Hören auf die Community). That’s it – goodbye SGU (and you shall never return)… !

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„Keine würdige Fortsetzung des Franchise.“

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2 replies »

  1. Meine Güte – wo sind die neuen Ideen, die für die zweite Staffel so angepriesen wurden ? Nichts dergleichen kann man finden – nur allerlei Neuaufgüsse alter Story-Elemente, die einem als Stargate-Kenner reichlich bekannt vorkommen. Kommunikationssteine, Zeitreisen, Ressourcengewinn, Doppelgänger… richtig fies sind aber die grundsätzlich Potential bietenden Weltraumschlachten (+ den Porträts der Außerirdischen), sowie die immer gleichen hundslangweiligen Traumsequenzen. Nicht hat eine kontextübergreifende Bedeutung und wird weiter ausgearbeitet, man denkt offenbar stets im Rahmen einer (oder maximal 2, sofern Cliffhanger) Episoden. Und wenn man mal in einem größeren Rahmen denkt, dann sind die „Lösung“ selten dämlich: Die Destiny war schon so gut wie zerstört ? Pustekuchen, in der nächsten Episode ist sie wieder Top in Schuss ! Person X oder Y ist verschwunden (oder sogar verstorben) ? Die taucht schon wieder auf ! Das Shuttle ist weg ? Oh, da ist ja ein neues, viel besser erhaltenes ! Wir sind am Ende / da stirbt jemand / es gibt keinen Ausweg ? Das Schicksal hat auch hier ein Wörtchen mitzureden – alles wird so gedreht, dass es am Ende gut ausgeht. Nur nachvollziehbar oder sonderlich ideenreich wirkt SGU dabei zu keinem Zeitpunkt… von den seit Beginn miesen technischen Aspekten (+ Darstellern) erst gar nicht zu sprechen… aber gut, mein Resümee folgt erst nach weiteren 5 Episoden. Oh Graus, was habt ihr mit Stargate gemacht…

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